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	<title>symbolonline.eu - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://symbolonline.eu/index.php?title=Maske&amp;diff=1150</id>
		<title>Maske</title>
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		<updated>2011-11-10T11:00:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Maske  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Abwehr, Persona, Fastnacht, Tod, Verwandlung, Wandlung  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Maske von arab. mashara Posse…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Maske&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Abwehr]], [[Persona]], [[Fastnacht]], [[Tod]], [[Verwandlung]], [[Wandlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Maske von arab. mashara Possenspiel, wird als Lehnwort schwäb. alem. zu masger. Im 7. Jahrh. war masca bei den Langobarden der Ausdruck für das [[Netz]], in das sie ihre Toten hüllten, um sie am Wiederkehren zu hindern. Ein anderes Wort für Maske ist Larve (aus dem Lat. larva). Es besteht etymolog. eine Verbindung zu den Laren (lares), den Totengeistern der Römer, die ihren Verstorbenen Gesichtsmasken aufsetzten, um zu verhindern, dass sie als lares wiederkehrten. Es besteht also ein Zusammenhang zwischen Maske und [[Tod]] sowie zwischen Masle und Possenspiel ([[Theater]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Die Maske begleitet den Menschen von der Steinzeit bis heute. Im Griechischen finden wir zwei Ur-Masken: [[Medusa]] und Dionysos. Wer die Maske der Medusa erblickt, erstarrt zu [[Stein]]. Die Griechen hängten Dionysosmasken in der freien Natur auf, um deren wilden Kräften ein Gesicht zu geben. Aus dem Ur-Erleben dionysischer Feste ist für die Griechen zweierlei hervorgegangen: eine ekstatisch-religiöse Haltung (Dionysos als Erlöser) und die Tragödie. C. G. Jung spricht davon, dass im Dionysischen die Dynamik tierischer und göttlicher Natur durchbricht. Dies ist Ausdruck des Satyrwesens ([[Satyrn]]), das oben göttlicher bzw. menschlicher und unten von Bocksnatur ist; Tragödie heißt Bocksgesang. Durch die Schauspielermaske der griechischen Tragödie sprachen die verstorbenen [[Helden]], sie war also Membran und Mittler zwischen den Toten und den Lebenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Man kann die Maske grundsätzlich als Grenzmembran zwischen dem Menschen und ihn übersteigenden Mächten wie Tod, Geisterwelt und Natur bezeichnen. Maske verfremden, verzaubern, verwandeln; sie verstecken einerseits, andererseits verdeutlichen, spiegeln sie uns etwas. Sie dienen sowohl der Abwehr als auch der Vereinigung mit gefährlichen und hilfreichen Mächten. Im Schamanismus, der wohl ältesten Form des Masken-Wesens ermöglicht die Maske, die nicht nur das Gesicht, sondern im Gewand den ganzen Körper mit einbezieht, die Begegnung des [[Schamanen]] mit den [[Geistern]] der Jenseitswelt. Als älteste Darstellung einer Schamanenmaske gilt eine 30000 Jahre alte Steinzeichnung in der Höhle &amp;quot;Trois Freres&amp;quot; (Frankreich). Die Maske spielt eine Rolle im Toten- und im Ahnenkult. Als Kriegermaske soll sie den Feind in Schrecken versetzen. Als Theatermaske dient sie der Sprache der toten Helden (griech. Tragödie) und der Typisierung (Comm. dell´ Arte). Die Fastnachts- und Karnevalsmaske vereint bis heute viele dieser Elemente in sich und geht z. Tl. auf archaische Bräuche zurück. Maskenträger sind häufig in Bünden organisiert. Bei Naturvölkern akzentuiert die Maske manchmal die Zugehörigkeit zu bestimmten Ständen und Kasten (Afrika).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regelung des sozialen Lebens dient auch die metaphorische Maske der [[Persona]] (aus dem Lat., Maske des griech. -röm. Theaters). C. G. Jung benannte damit einen psychischen &amp;quot;Funktionskomplex, der aus Gründen der Anpassung  [...]  zustandegekommen, aber nicht identisch ist mit der Individualität.&amp;quot; (Jung, GW. Bd. 6, § 880)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Künstler haben sich mit dem Thema Maske auseinandergesetzt (Goya, Ensor, Klee). Das Märchen &amp;quot;Der Bärenhäuter&amp;quot; (KHM 101) geht auf den german. Männerbund der Berserker zurück, dessen Mitglieder in der Maske des Bären übermenschliche Kräfte entwickelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Therapie spielt die Aufarbeitung des Konflikts zwischen der Persona und mit ihr nicht vereinbaren, teilweise unbewussten Strebungen der Psyche des Patienten eine wesentliche Rolle. Einen etwas anderen Konflikt zeigt der Entstehungsprozess eines aus dem Unbewussten gemalten Bildes einer Patientin, das eine sie sehr stark erschütternde Thematik zeigte. Sie übermalte es mit raschen, erregten Bewegungen, die sich nicht mehr zu einem erkennbaren Inhalt formten. In einem spontanen Einfall malte die eine Maske an den Rand des Bildes und schrieb die Worte: &amp;quot;Die Umrisse des Ungestalteten sind Masken.&amp;quot; Das entspricht dem Brauch der Griechen, Dionysosmasken in der freien Natur aufzuhängen, um den ungestalteten Kräften der Natur ein Gesicht zu geben. Die Pat. versucht, die sie ängstigenden Emotionen und Affekte in der Gestaltung der Maske zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard, Eliade (1963), Kereyni (1966)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Daniel, Rosmarie&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<id>https://symbolonline.eu/index.php?title=Mars&amp;diff=1146</id>
		<title>Mars</title>
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		<updated>2011-11-10T10:58:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Mars  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Aggression, Heros-Prinzip, Messer, Schwert, Wolf  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der Mars bezeichnet den römischen Krieg…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Mars&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Aggression]], [[Heros-Prinzip]], [[Messer]], [[Schwert]], [[Wolf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Der Mars bezeichnet den römischen Kriegsgott (gr. Ares; 2) und ist ein rötlicher Planet, der als Unheil und Streit verkündend galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Griechischer Vorfahre des Mars ist Ares, Sohn des Zeus und der Hera, nach Homer Anstifter jedes blutigen Kampfgetümmels, ein mörderischer Krieger und Brandstifter, dem Gewalt und Zerstörung höchste Lust ist. Begleitet wird er von seinen Söhnen Phobos (Furcht) und Deimos (Schrecken). Beteiligte sich persönlich am Kampf um Troja gegen die Griechen, und kehrte von dort, durch Athenes Beistand verwundet, brüllend und rachedurstig in den Olymp zurück. Trotz seiner düsteren Gewaltsamkeit gelang es ihm, Aphrodite zu verführen, die ihm den Eros gebar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer sahen in Mars und Venus (gr. Aphrodite) die Ureltern Roms; gr.&amp;quot;Eros&amp;quot; ist lat.&amp;quot;Amor&amp;quot; (Liebe), in der Umkehrung &amp;quot;Roma&amp;quot;. Im Gegensatz zu Ares in Griechenland erfreute sich Mars in Rom großer Beliebtheit. Er wurde als Gott der Macht und Stärke verehrt, aber auch als ländlicher Fruchtbarkeits- und Schutzgott. Seine Attribute sind Lanze und Speer, als Tiersymbole sind ihm Wolf (welcher auch den Schattenaspekt des Apollon vertritt), Specht, Streitross und Ackerstier zugeordnet, sein Element ist [[Eisen]]. ([[Metall]]) Im germ. Mythos entspricht ihm der Hammerwerfer Thor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Als archetypische Kraft ist Mars eine urtümliche Triebenergie, ein spontaner Drang und Energieausstoß, welcher, um nicht blind aggressiv zu wirken und positiv fruchtbar werden zu können, Richtung, Ziel, Ausgleich und prosoziale Kultur braucht, auch im Sexuellen (Venus als Ergänzung). In der zivilisierten Bindung und Bezogenheit trägt er zur wirksamen Äußerung, Durchsetzung und Entscheidungsfähigkeit des Individuums bei. Mars symbolisiert erdarchetypische Willenskraft, führt im Positiven zur Entschlossenheit, durch die Neues aufgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der modernen Gesellschaft ist Mars als Quasi-Gottheit im Sport (speziell Motorsport) omnipräsent, desgleichen in der Wettbewerbsmentalität (&amp;quot;Ellenbogengesellschaft&amp;quot;), Auto- und Geschwindigkeitsbesessenheit, Faszination der Körper- und Maschinenkraft, der Lautstärke, des aggressiven Rhythmus. Marsenergie ist auf schnelle Entscheidung, auf Durchdringen, Durchstoßen aus, auf Neues, Aufbruch und Angriff. In der Medienlandschaft zuständig für Steigerung von Spannung und Intensität, handlungsbetont, wagemutig, risikobereit, heroisch, der Anführer, virile Liebhaber, Rivale, Tabubrecher, Revierverletzer, phallisch und potenzbetont, häufiges Attribut sind Schuss- und Stichwaffen. In Traum und Imagination tritt M. auf als Animus-Gestalt mit sexueller Betonung, häufig gewaltsam überwältigend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mars in der Astrologie ist dem Tierkreiszeichen Widder zugeordnet, steht somit am Frühlingspunkt. Im Zusammenspiel der psychischen Kräfte bedeutet Mars Impuls- und Durchsetzungsenergie, Trieb, Instinkt, Tatkraft, Initiative, Spontaneität, &amp;quot;aggressives&amp;quot; Potential. Aggression kann dabei verstanden werden als Eigen-Wille, ein Bedürfnis des offensiven Herangehens und Nähe Suchens (lat. aggredi = sich wenden an, nahe herangehen; etwas unternehmen, angreifen). Das Anliegen dieser impulsiven Näherung ist letztlich Erfahrung der Eigen-Art, Erkenntnis, Initiation (lat. inire = hineingehen), Sinnfindung. Marsenergie leitet Anfänge ein. Wo sie kein bindendes Sinnziel findet, verselbständigt sie sich in unaufhörlicher Aktions-, Such- oder Bemächtigungsbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Romankiewicz, Brigitte&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<id>https://symbolonline.eu/index.php?title=Mantel&amp;diff=1140</id>
		<title>Mantel</title>
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		<updated>2011-11-10T10:54:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Mantel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Kleidung]], [[Macht]], [[Persona]], [[Schönheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Ein Mantel ist ein größeres, weites Kleidungsstück mit langen Ärmeln, das meist zum Schutz gegen die Witterung über der sonstigen Kleidung getragen wird. Auch ist es ein oft bequemes Kleidungsstück, dass sich leicht anlegen lässt und den ganzen Körper verhüllt (Hausmantel, Bademantel). Mäntel von besonders wertvoller Qualität (z. B. Pelz), besonderer Bestickung und Verarbeitung dienen dem Ausdruck von Macht, Würde und hohem Status.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Das Wort &amp;quot;Limousine&amp;quot; heißt französisch übersetzt: »weiter (Schutz)mantel« (wie er ursprünglich besonders von Fuhrleuten im Limousin getragen wurde) und bezeichnet einen ein allseitig geschlossenen Pkw mit festem Dach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Der Mantel ist zunächst einmal ein Symbol des persönlichen Schutzes vor bedrohlichen Einflüssen der Umwelt (Kälte, Bloßstellung) und er vermittelt Wärme, Sicherheit und Geborgenheit. Diese Symbolisierung findet sich eindrücklich in der &amp;quot;Schutzmantelmadonna&amp;quot;, welche eine Darstellung der Maria (Madonna), die unter ihrem ausgebreitetem Mantel betende Gläubige birgt. Schutzmantelmadonnen gibt es in der Bildenden Kunst seit dem 13. Jahrhundert. Das Motiv basiert auf dem Rechtsbrauch des Mantelschutzes, wonach man einer Person durch Bedecken mit seinem Mantel rechtlichen Schutz gewährt. Auch die Redensart, den &amp;quot;Mantel des Schweigens&amp;quot; über etwas breiten oder etwas mit den Mantel der &amp;quot;christlichen Nächstenliebe&amp;quot; bedecken, weist auf diesen seelischen Schutzcharakter hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in einem Traum beispielsweise der Mantel verlorengeht, man ihn nicht findet oder man sich nackt in der Öffentlichkeit bewegt, dann ist es möglich, das man nicht genügend auf seine [[Persona]] geachtet hat, dass man nicht über genügend gute Schutzmechanismen ([[Abwehrmechanismus]]) verfügt, dass man sich in einer aktuellen Situation &amp;quot;bloßgestellt&amp;quot; gefühlt hat oder dass man sich in seiner Bedeutung und seinem Status vielleicht überschätzt (vgl. die Geschichte von des Kaisers neuen Kleidern von Christian Andersen). Einen neuen Mantel zu erhalten kann mit einer Erhöhung des Selbstwerterlebens und des Status zusammenhängen. In einem mehr negativen Sinn kann der Mantel auch als &amp;quot;Deckmantel&amp;quot; verwendet werden, unter dem meist etwas Unschönes verborgen, &amp;quot;verschleiert&amp;quot; oder &amp;quot;bemäntelt&amp;quot; werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; N. N.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<id>https://symbolonline.eu/index.php?title=Manna&amp;diff=1138</id>
		<title>Manna</title>
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		<updated>2011-11-10T10:51:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Manna  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Abendmahl, Brot, Gott, Gottesbild Nahrung  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Manna ist jenes Himmelsbrot, das die Juden nach 2.…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Manna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Abendmahl]], [[Brot]], [[Gott]], Gottesbild [[Nahrung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Manna ist jenes Himmelsbrot, das die Juden nach 2. Mose 16 (P) und 4. Mose 11 (J) auf ihrer Wüstenwanderung erhalten haben (hebr. man: Geschenk).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Manna ist gemäß der Bibel kleinkörnig wie der Reif, gelblich wie Koriandersame oder Balsamharz; es lässt sich kneten und schmeckt gebacken wie Öl- oder Honigkuchen. Jeden Morgen schickt Gott eine Tagesration Manna vom Himmel herab, am Tag vor dem Sabbath eine doppelte. Was gehortet wird, verdirbt. Zur Erinnerung an dieses Wüstenwunder wurde vor Jahwe im Tempel ein Gefäß mit Manna aufgestellt. Fromme Juden glauben, in der Endzeit vom Messias mit Manna gespeist zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Für Christen ist Jesus das wahre, aus dem Himmel herabgekommene Manna (Joh. 6, 32. 48). Paulus betrachtet das Abendmahl (1. Kor. 10, 1f.) als Vorwegnahme des Manna der Endzeit. Aufgeklärte Exegeten des 19. Jahrhunderts waren der Ansicht, Anlass zur Bildung der Geschichte vom Manna hätten die Blätter der Manna-Tamariske auf der Sinaihalbinsel gegeben, welche, durch Stiche von Schildläusen angeregt, ein weißes Harz aussondern und zu Boden tropfen lassen; dieses Harz im Sand habe die Phantasie der Israeliten inspiriert zur Geschichte vom Manna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tiefenpsychologie versteht das mythische Manna-Wunder im Zusammenhang des Heilsweges: Auszug aus dem Sklavenhaus - Zug durch die Wüste - Einzug ins gelobte Land. Darin spiegelt sich der [[Individuationsprozess]] in archaischer Form: Der &amp;quot;Auszug aus Ägypten&amp;quot; symbolisiert den Auszug aus einem uneigentlichen, fremdbestimmten Leben. Wer dieses verlässt, gerät zunächst in ein Niemandsland. Das Leben wird hart; es kommt die Versuchung, umzukehren zu den &amp;quot;Fleischtöpfen Ägyptens&amp;quot;. Andererseits drängt etwas, weiterzugehen. In diesem Dilemma fällt oft &amp;quot;Manna vom Himmel&amp;quot;, d. h. man macht die Erfahrung, dass einem weitergeholfen wird, z. B. durch die schöpferischen, selbstregulativen Kräfte des Unbewussten und des [[Selbst]]. Solche Ermutigungen (sog.&amp;quot;Zeichen&amp;quot;) lassen sich aber nicht horten; man muss sie nehmen wie das Manna: Tag für Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Kaufmann, Rolf&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<id>https://symbolonline.eu/index.php?title=Mana&amp;diff=1134</id>
		<title>Mana</title>
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		<updated>2011-11-10T10:49:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Mana  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Energie, Libidio, Magie  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Mana ist ein polynes. -melanes. Wort; es bezeichnet etwas außerordentlic…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Mana&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Energie]], [[Libidio]], [[Magie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Mana ist ein polynes. -melanes. Wort; es bezeichnet etwas außerordentlich Wirksames oder Beeindruckendes, eine unpersönliche Kraft oder Macht, die in Heiligem wohnt. Mana kann alles Mögliche bewirken: Gesundheit, langes Leben, aber auch Krankheit und Tod. Manageladene Gegenstände, Pflanzen, Tiere oder Menschen sind &amp;quot;tabu&amp;quot; (tabu = Verbot, bestimmte Handlungen auszuführen, geheiligte Personen oder Gegenstände zu berühren, anzublicken, zu nennen, bestimmte Speisen zu genießen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Mana entspricht dem altgrch. dynamis, dem indian. wakonda oder dem afrik. elima. Der englische Ethnologe R. H. Codrington führte das Wort Mana im Jahr 1891 in die Religionswissenschaft ein. Es bedeutet: &amp;quot;Vermögen, Können, Kraft, Macht, Autorität, Schöpferkraft, Allmacht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Mana besitzt, ist unwiderstehlich. Mana kann man sich einverleiben; der Kannibalismus diente der Mehrung des eigenen Mana. Deswegen bestahlen oder verspeisten Einheimische einst die Weißen. 1. Sam. 5-6 erzählt von der manaträchtigen Gotteslade Israels: In einer Schlacht hatten die Philister diese erobert und stellten sie triumphierend in Asdod im Tempel ihres Gottes Dagon auf, in der Meinung, das Mana dieser Gotteslade werde nun ihrem Gott Dagon dienen. Doch was geschah? &amp;quot;Am andern Morgen lag der Rumpf Dagons vor der Lade des Herrn am Boden; der Kopf Dagons und seine beiden Hände lagen abgeschlagen auf der Schwelle. Darum treten die Priester Dagons, wenn sie ins Heiligtum hineingehen, nicht auf die Schwelle, bis zum heutigen Tag. Und die Hand des Herrn lag schwer auf den Leuten zu Asdod und verstörte sie und schlug sie mit Beulen, Asdod und seine Umgebung.&amp;quot; Nun wurde die Lade von den Philistern aus Asdod weggeschafft und in die Stadt Gath verlegt; dort ereignete sich aber dasselbe, ebenso in Ekron. Dann brachten die Philister die Lade mit Geschenken nach Israel zurück!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mana-Persönlichkeiten sind in archaischen Gesellschaften in der Regel die Familienmitglieder der Führer: König, Häuptling, Medizinmann, Priester etc. Im alten Europa war der Adel M-Träger; er hatte &amp;quot;blaues Blut in den Adern&amp;quot;. Mana war erblich. Heute gilt als M-Persönlichkeit, wer eine unwiderstehliche Ausstrahlung besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Die Tiefenpsychologie erkennt im Mana eine Projektion des Selbst. Wer die Projektion zurücknimmt, belebt seine Ich-Selbst-Achse und wird selber zur Mana-Persönlichkeit, zu einem Menschen mit echter Autorität, der nicht nur Kollektivwerte repräsentiert, sondern in etwas gründet, das unfassbar ist: im Selbst. Das macht ihn attraktiv, aber auch unheimlich; Bewunderung für ihn schlägt leicht ins Gegenteil um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Kaufmann, Rolf&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Malen</title>
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		<updated>2011-11-10T10:49:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Malen  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Bild, Farben, Formen, Raumsymbolik  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Malen bedeutet mhd. mit einem Mal, einem Zeichen versehen…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Malen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Bild]], [[Farben]], [[Formen]], [[Raumsymbolik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Malen bedeutet mhd. mit einem Mal, einem Zeichen versehen, im Geist entwerfen, färben. Malen ist also eine Zeichensprache meist farbiger Natur, die einen geistigen Akt voraussetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Im tiefenpsychologisch–therapeutischen Raum wird das Ergebnis des Malprozesses, das Bild, als Symbol aufgefasst, da nicht die äußere Erscheinungwelt dargestellt wird, sondern innerpsychische, meist unbewusste Vorgänge. Diese Weise des Malens ist eine Form der von C. G. Jung beschriebenen Aktiven [[Imagination]], in der sich unbewusste dynamische Vorgänge in symbolischer Gestalt visualisieren. Dabei versucht der Malende, bewusste Kriterien, z. B. Ansprüche an Ästhetik und malerisches Können zurückzustellen und ein Bild entstehen zu lassen, in dem sich über unbewusst gesteuerte Körperimpulse und Farbgebung emotionale und affektive Regungen symbolisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Hesse gibt in seinem Roman &amp;quot;Demian&amp;quot; eine sehr treffende Schilderung dieser Form zu gestalten. Der Ich-Erzähler setzt sein Bedürfnis ein Bild zu malen in die Tat um und beginnt mit der bewussten Vorgabe, das Gesicht eines Mädchens abzubilden, das ihn fasziniert. Dies gelingt ihm aber nicht, denn &amp;quot;ein Gesicht zu malen war schwer&amp;quot;. Je mehr er sich das Gesicht des Mädchens vorzustellen versucht, desto mehr entzieht es sich ihm. Schließlich &amp;quot;machte ich [...] fast bewusstlos ein Gesicht fertig [...] Es war etwas anderes, etwas Unwirkliches [...] &amp;quot; Endlich gestaltet er ein Bild, das äußerlich weder dem Mädchen, noch ihm selbst gleicht, aber &amp;quot;es war das, was mein Leben ausmachte, [...] mein Inneres, mein Schicksal [...] &amp;quot;. Es ist wie ein Spiegel seiner selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C. G. Jung hat die Bedeutung des Malens als eine Form der aktiven Imagination in seinem Werk mehrfach betont. Er spricht davon, dass die Betätigung mit Farbe und Pinsel das Unbewusste anregt, die psychische Energie in Fluss bringt und so den psychischen Prozess intensiviert. Dies zeigt auch das Beispiel einer ca. 30-jährigen emotional gehemmten Patientin, die noch nie gemalt hat. Sie träumt, sie male ein Bild ganz in roter Farbe. Sie greift die Anregung des Traumes auf und beginnt zu malen. Es entsteht als erstes Bild eine Frau, die in Flammen steht. Es zeigt anschaulich das intensive emotionale Affiziertsein der Pat. Anhand einer ganzen Serie von darauf folgenden Bildern kann ihre unbewusste sexuelle Problematik teilweise aufgearbeitet werden; sie wird freier und lebendiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Daniel, Rosmarie&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Magerkeit</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Magerkeit  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Arm, Bios-Prinzip, Essen, Fleisch, Körper, Nahrung, Sexualität, Skelett  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Magerkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Arm]], [[Bios-Prinzip]], [[Essen]], [[Fleisch]], [[Körper]], [[Nahrung]], [[Sexualität]], [[Skelett]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Magerkeit hießt, dass sich wenig Fleisch und Fett am Körper befinden und bezeichnet allgemein einen armen, dürftigen, kargen Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Das Magere symbolisiert eine gewisse seelische Dürre und einen Mangel an Vitalität, Lebenskraft, Lebendigkeit und Triebhaftigkeit bzw. einen Konflikt mit dem [[Bios-Prinzip]], mit &amp;quot;materiellen&amp;quot; und lebensbezogenen körperlich-sinnlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung der Pubertätsmagersucht ist heute immer noch in weiten Bereichen ein Rätsel. Es werden genetische, hirnphysiologische, hormonelle, soziale, familiendynamische, traumatische und psychologische Ursachen diskutiert. Konflikte mit den oben genannten Bereichen des [[Bios-Prinzip]]s, insbesondere mit der Weiblichkeit, Körperlichkeit und [[Sexualität]] sind hierbei zwar offensichtlich, aber die zugrunde liegenden Ursachen für diese Konflikte sind meist nicht eindeutig auszumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; N. N.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>M - Buchstabe</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; M - Buchstabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Alphabet]], [[Buch]], [[Buchstabe]], [[Logos-Prinzip]], [[Wort]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Der dreizehnte Buchstabe des deutschen Alphabets, der in der deutschen Sprache der 14. -häufigste Buchstabe ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Der Buchstabe M hieß bei den Phöniziern Mem, das ist das semitische Wort für Wasser. Das Schriftzeichen selbst erinnert an eine Wellenlinie. Mem wurde in das griechische Alphabet als My übernommen, bei sämtlichen Übernahmen durch die verschiedenen Völker blieb der Lautwert m des Buchstabens gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; M bedeutet als römisches Zahlzeichen 1000, es ist fraglich, ob das M tatsächlich, wie traditionell angenommen wird, ein Kürzel für das lateinische Wort Mille (Tausend) ist. Nach einer Theorie von Theodor Mommsen verwendeten die Römer griechische Buchstaben, für die es im Lateinischen keine Verwendung gab, als Ziffern. Mommsen nimmt an, dass die Römer das griechische Phi, einen Kreis, der von einem senkrechten Strich durchzogen wird, mit der Ziffer 1000 belegten. Mit der Zeit veränderte sich die Schreibweise, bis das Zeichen schließlich wie das heutige M aussah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Physik ist m das Formelzeichen für Masse, in Einheitensystemen steht m für die Vorsilbe Milli, d. h. ein Tausendstel einer Einheit, M für die Vorsilbe Mega, d. h. das Millionenfache einer Einheit und mit m kürzt man die Längeneinheit Meter ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M (Medium) ist als mittlere Kleidergröße bekannt und m ist die Abkürzung für Maskulinum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In lateinischen Inschriften steht M für den römischen Vornamen Marcus, für Magister oder Monumentum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Müller, Anette&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
	</entry>
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		<title>Luft</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Luft  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Atem, Fliegen, Himmel, Logos-Prinzip, Oben  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Luft bezeichnet den Stoff, der die Lufthü…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Luft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Atem]], [[Fliegen]], [[Himmel]], [[Logos-Prinzip]], [[Oben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Die Luft bezeichnet den Stoff, der die Lufthülle der Erde bildet, besonders aus Sauerstoff und Stickstoff bestehez und den Menschen und Tier zum Atmen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Luft ist ebenso unsichtbar wie lebensnotwendig. Wir beziehen aus ihr mit dem Atem den lebensnotwendigen Sauerstoff. In schwer fassbarer Weise sind wir durch die Luft auch alle miteinander verbunden, denn alle Menschen atmen aus demselben Reservoir und aus derselben Grundsubstanz. Bezugnehmend auf diese Eigenschaft vergleicht C. G. Jung sie mit dem archetypischen Raum, an dem alle teilhaben oder - weitergehend - auch mit der Substanz der Weltseele, die schon die Griechen mit der Luft in Verbindung brachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Aufgrund ihres flüchtigen Charakters ist sie vergleichbar mit einem ungreifbaren Element und entsprechend wird sie in der Astrologie als eins der vier Elemente dem Phantasieraum und dem ebenfalls ungreifbaren Denken zugeordnet mit Eigenschaften wie Beweglichkeit, Austauschfreudigkeit und Realitätsferne. Es geht dabei um den Raum des Abstrakten, Unbezogenen und Gefühlsfernen, um die rationale, aber auch unbezogene Welt. Die Tierkreiszeichen Zwillinge, Waage und Wassermann gehören zu diesem Element. Im Tarot entspricht sie dem der Narren, dem Trickster, der ein mercuriales Wesen ist. Somit kommt aus diesem Element im Verein mit der Phantasie auch so mancher Spuk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Luftraum ist auch der Himmel und deshalb Wohnort der Götter, Engel und Geistwesen. Diese haben überhaupt durch ihre Fähigkeit zur Omnipräsenz Luftcharakter. Der Luftraum spielt eine zentrale Rolle in den Schöpfungsmythen, wenn Erde und Himmel als zwei Urelemente voneinander getrennt werden und dadurch der Kosmos entsteht. So trennt im ägyptischen Mythos der Luftgott Schu Nut (Himmel) und Geb (Erde) voneinander. Dieses Muster ist in Urzeit- und Schöpfungsmythen verbreitet und symbolisiert die Enstehung eines Raums, in dem Leben werden und wachsen kann. Auch in anderen Kulturen kennt man speziell dem Luftmedium zugeordnete Götter, so z. B. im alten Indien und Persien den Gott Vayu oder den mesopotamischen Gott Enlil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reihe von Redewendungen verdeutlicht den Charakter der Luft ebenfalls.&amp;quot;Sich Luft verschaffen&amp;quot; weist auf den Charakter des freien Raums, &amp;quot;etwas liegt in der Luft&amp;quot; auf das Phänomen der Ahnung und Intuition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewegte Luft ist Wind, dem pneuma und der Seele und dem Geisthauch verwandt. Die Verwandtschaft mit der Seele liegt auch insofern nahe, als es bei beiden um unzweifelbar existente und essentielle, zugleich aber nicht oder schwer konkret fassbare Dimensionen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Träumen taucht Luft oft in der Form auf, dass der Träumer im Raum schwebt und ggf. dort keinen Halt oder Ort findet oder er fliegt mit oder ohne Hilfsmittel und erlebt den Luftwiderstand und Steuerungsmöglichkeiten, bewegt sich in diesem haltlosen Element wie ein Vogel in seinem Element. Hier deutet sich an, dass der Luftraum dem narzisstischen oder schizoiden Charakterzug nahe ist, dem &amp;quot;ozeanischen Gefühl&amp;quot; (Freud) oder den &amp;quot;freundlichen Weiten&amp;quot; (Balint).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Knoll, Dieter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Lotos</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Lotos  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Blume, Buddhismus, Meditation, Rose  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Es gibt verschiedene (Wasser-)Pflanzen, die unter dem Na…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Lotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Blume]], [[Buddhismus]], [[Meditation]], [[Rose]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Es gibt verschiedene (Wasser-)Pflanzen, die unter dem Namen Lotos bekannt sind, (z. B. Steinklee, Seerose).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Der Lotos-Sitz ist eine Sitzhaltung, in der in den fernöstlichen Religionen (Hinduismus, Buddhismus, Taoismus) meditiert wird und eine der klassischen Sitzhaltungen des Yoga. Der Lotos-Sitz ist der Form der Lotosblüte nachempfunden, die Beine werden so verschränkt, dass der rechte Fuß auf dem linken Oberschenkel und umgekehrt liegt. Der Oberkörper ist aufgerichtet, der Rücken gerade, die Schultern leicht zurückgenommen, so dass der Kopf über der Basis ausbalanciert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Der Lotos wurzelt im Schlamm, jedoch verschmutzen seine Blätter und Blüten nie, was ihm die Assoziation mit absoluter Reinheit eingebracht hat. Die großen, aus dem Wasser ragenden Blätter des Lotos sind wasserabweisend, Flüssigkeit perlt an ihnen ab. Der Lotos ist ein universelles Symbol vom Orient bis nach Japan, als die Blume, die am Anfang war, worin das Leben entsteht und vergeht. Sie wurde durch Sonne und Wasser erzeugt und symbolisiert Geist und Materie. Sie öffnet sich mit der Sonne und schließt sich wieder bei Sonnenuntergang, ist Symbol der Wiedergeburt der Sonne und aller Wiederkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem altägyptischen Weltschöpfungsmythos entstand sie aus dem Urschlamm und der Weltschöpfer entsprang ihrem Kelch als schöner Knabe. Hier bedeutet er Schöpfung, Fruchtbarkeit, Wiedergeburt und Unsterblichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische Lotos ist Symbol für Spiritualität und Kunst. Nach hinduistischer Mythologie wurde aus einer Lotosblüte der Weltschöpfer Brahma geboren, er symbolisiert Reinheit, die die Unreinheit (den Schlamm) überwindet. Gautama Buddha besitzt Lotos-Augen, Lotos-Füße und Lotos-Schenkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buddhismus bedeutet er Entfaltung des Geistes und Weisheit, denn die Wurzeln des Lotos beginnen im Schlamm wachsen durch dunkles Wasser empor und er blüht schließlich in der Sonne und im Licht Erleuchtung. Er ist auch hier Sinnbild der Reinheit und vollendeten Schönheit. Brahma wird meist auf einem Lotosblatt, Buddha auf einer Lotosblüte dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; N. N.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Lokomotive</title>
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		<updated>2011-11-10T10:37:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Lokomotive  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Eisenbahn, Energie, Feuer, Libido, Maschine  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Lokomotive ist die Zugmaschine der …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Lokomotive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Eisenbahn]], [[Energie]], [[Feuer]], [[Libido]], [[Maschine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Die Lokomotive ist die Zugmaschine der [[Eisenbahn]] / des Zuges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Das Wort ist entlehnt aus dem neuenglischen locomotive, das aus dem lateinischen loco motivum von locus &amp;quot;Ort&amp;quot; und movere &amp;quot;bewegen&amp;quot; kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Die Lokomotive Sie steht für hohe kollektive psychische Energie, Antriebskraft, auch für phallische ([[Phallus]]) sexuelle [[Libido]] und sexuelle Aktivität (das Stampfen der Kolben, die Dynamik der Treibstangen, die Einfahrt in einen Tunnel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kadinsky (S. 121) zeigt sich in der Lokomotive auch das Wirken des Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Junghan, Marianne&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://symbolonline.eu/index.php?title=Loch&amp;diff=1106</id>
		<title>Loch</title>
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		<updated>2011-11-10T10:36:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Loch  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Abgrund, Abstieg, Brunnen, Erde, Fallen, Höhle  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein Loch (von ahd. loch; mhd. loh Ver…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Loch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Abgrund]], [[Abstieg]], [[Brunnen]], [[Erde]], [[Fallen]], [[Höhle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Ein Loch (von ahd. loch; mhd. loh Verschluss, Versteck, Höhle) bezeichnet eine Vertiefung, Öffnung bzw. Beschädigung in einem Material.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Löcher können auf natürliche Weise (im Gestein durch Erosion) oder willentlich erzeugt werden (z. B. Bohrung oder Beschädigung bei Kleidung). Auch nicht vollständig durchdringende Vertiefungen werden als Löcher bezeichnet (Löcher im Erdboden). In der Astrophysik spricht man von schwarzen und, als Gegenstück dazu, weißen Löchern. Aus schwarzen Löchern (= astronomische Objekte) kann weder Materie noch Licht nach außen gelangen, dadurch erscheinen sie dem menschlichen Auge schwarz, weiße Löcher sind dagegen eine rein hypothetische Annahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Das Loch ist eom Symbol der Öffnung, der Nichtigkeit, des Mangels und der Tiefe. Im übertragenen Sinn wird das Loch gebraucht, um einen Mangel auszudrücken, beispielsweise an Geld (Haushaltsloch, das gestopft werden muss), interessanten Nachrichten (Sommerloch), Aufmerksamkeit (Löcher in die Luft starren) oder an Maß (Löcher in den Bauch fragen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich bezeichnet Loch auch einen vernachlässigten Wohnraum. Aus dem letzten Loch pfeift, wer sein Vermögen ganz durchgebracht hat, die Redewendung bezieht sich auf den höchsten, dünn klingenden Ton eines Blasinstruments, nach dem kein weiterer Ton mehr möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; N. N.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Literatur</title>
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		<updated>2011-11-10T10:35:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Literatur  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Alphabet, Auge, Bewusstsein, Bild, Botschaft, Brief, Erkenntnis, Faust, Logos-Prinzip, …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Literatur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Alphabet]], [[Auge]], [[Bewusstsein]], [[Bild]], [[Botschaft]], [[Brief]], [[Erkenntnis]], [[Faust]], [[Logos-Prinzip]], [[Medium]], [[Schrift]], [[Sinn]], [[Symbol]], [[Wort]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Der Begriff &amp;quot;Literatur&amp;quot; ist ein seit dem 16. Jahrhundert bezeugtes und bis ins 18. Jahrhundert im umfassenden Sinne von &amp;quot;Wissenschaft&amp;quot; gebrauchtes Fremdwort und beruht auf einer gelehrten Entlehnung aus Lateinisch &amp;quot;litteratura&amp;quot; = &amp;quot;Buchstabenschrift, Sprachkunst&amp;quot;. Als &amp;quot;Schrifttum&amp;quot; beinhaltet er alles Aufgeschriebene bzw. Gedruckte, also dem Wortsinn nach den gesamten Bestand an Schriftwerken jeder Art einschließlich Fachliteratur und wissenschaftlicher Arbeiten über alle Gebiete, z. B. Briefe, Wörterbücher, Abhandlungen, Zeitungsartikel, Urkunden etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Seit dem 18. Jahrhundert unterschied man mit der Bezeichnung &amp;quot;Belletristik&amp;quot; von Französisch &amp;quot;belles lettres&amp;quot; (= &amp;quot;schöne Wissenschaften&amp;quot;) die schöngeistige Literatur mit Einschluss der Unterhaltungsromane von der wissenschaftlichen oder sachbezogenen Verwendung des Ausdrucks. Diese sog.&amp;quot;schöne&amp;quot; Literatur im engeren Sinne ist keine zweckgebundene und vom Gegenstand ausgehende Mitteilung von Gedanken, Erkenntnissen, Wissen und Problemen, sondern besteht aus sich heraus und ruft eine eigene Gegenständlichkeit hervor, wird durch eine besondere formale, ästhetische Gestaltung zum Sprachkunstwerk und erreicht in der Dichtung ihre höchste Form. Als solche umfasst sie außerdem über den Wortsinn des schriftlich Niedergelegten hinaus auch das vorliterarische, mündlich Überlieferte wie Mythos, Sage, Märchen, Sprichwort oder Volkslied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neuhochdeutsche Wort &amp;quot;dichten&amp;quot; geht über Mittelhochdeutsch &amp;quot;tihten&amp;quot; auf Althochdeutsch &amp;quot;dihton&amp;quot; (= &amp;quot;schreiben, schriftlich abfassen, ersinnen&amp;quot;) zurück, das aus Lateinisch &amp;quot;dictare&amp;quot; (= &amp;quot;zum Nachschreiben vorsagen, vorsagend verfassen&amp;quot;) entlehnt ist und das Otfried von Weißenburg als erster im neunten Jahrhundert für poetische Tätigkeit gebrauchte. Neben der allgemeinen Bedeutung &amp;quot;ein Schriftwerk verfassen&amp;quot;, die sich bis ins 17. Jahrhundert hielt, zeigt schon Mittelhochdeutsch &amp;quot;tihten&amp;quot; den heutigen Sinn &amp;quot;Verse machen&amp;quot;. Daraus ist das Wort &amp;quot;Dichter&amp;quot; abgeleitet, das erstmals im Spielmannsepos &amp;quot;König Rother&amp;quot; aus dem zwölften Jahrhundert als &amp;quot;tihtaere&amp;quot; erscheint. Dieser Ausdruck war damals wenig üblich und blieb selten, bis er im 18. Jahrhundert als Ersatz für das verflachte &amp;quot;Poet&amp;quot; neu belebt wurde. Das spätmittelhochdeutsche Wort &amp;quot;tihtunge&amp;quot; (= &amp;quot;Diktat, Gedicht&amp;quot;) wird erst neuhochdeutsch zur Bezeichnung der Dichtkunst und des dichterischen Werks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Dichtung im heutigen Sinne ist als Teilgebiet der Literatur die höchste Kunstform der Sprache. In ihr verschmelzen die umgangssprachlich vorgegebenen Bedeutungsvorstellungen mit der Stimmungshaftigkeit und vielschichtigen Sinnfülle der Worte und Klänge zu letztgültiger, unauflöslicher Formeinheit und dienen der wesenhaften Erhellung und bildstarken Verdichtung tiefster existenzieller Zusammenhänge. Dies gelingt dem Dichter vor allem durch Symbolbildung, d. h. durch mehr oder weniger bewusst gestaltete Setzung von Sinnbildern innerhalb seines Werkes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das seit dem 15. Jahrhundert bezeugte Fremdwort &amp;quot;Symbol&amp;quot; ist aus Lateinisch &amp;quot;symbolum&amp;quot; und Griechisch &amp;quot;symbolon&amp;quot; (= &amp;quot;Kennzeichen, Zeichen&amp;quot;) entlehnt bzw. übernommen. Das Grundwort hierzu ist das griechische Verb &amp;quot;sym-bállein&amp;quot; in der Bedeutung von &amp;quot;zusammenwerfen, vereinigen, verbinden, vergleichen, schließen, erraten&amp;quot;. Es bezeichnet eigentlich ein zwischen Freunden oder Verwandten vereinbartes Erkennungszeichen, bestehend aus Bruchstücken (z. B. eines Ringes, einer Tafel oder einer Münze), die &amp;quot;zusammengefügt&amp;quot; ein Ganzes ergeben und dadurch die Verbundenheit ihrer Besitzer erweisen. Auf dichterischer Ebene ist das Symbol eine bildhafte Gestaltung, die durch ihre eindringliche Wirkung auf Gefühl und Phantasie Blicke in Tiefen mit einem großen Reichtum an Beziehungsvielfalt eröffnet. Im literarischen Kunstwerk erscheint es so als sinnlich gegebenes und fassbares, sinnträchtiges Zeichen, das über sich selbst hinaus auf einen höheren, abstrakten Bereich verweist. Dieses Sinn-Bild sucht als andeutender Ersatz für ein geheimnisvolles, undarstellbares und hinter der empirischen Erscheinungswelt liegendes Vorstellungsgebilde dessen weiten seelischen Gehalt im Bild zu erschließen, ohne ihn darin jemals ganz ausschöpfen zu können. Daher gibt es innerhalb eines poetischen Textes oft einzelne Elemente oder Partien, die der Realitätsebene und gleichzeitig der Sinngebungsebene angehören. Durch mehrere in einer Dichtung wirksame symbolische Handlungsfaktoren und Dingsymbole, die ihrerseits mehrfach auftauchen können, entsteht ein das Werk einerseits durchdringendes, andererseits überwölbendes Symbolgeflecht, das die Bedeutung, auf die es verweist, zugleich durch sich selbst repräsentiert. Diese Doppel- und Mehrdeutigkeit macht das Wesen des literarischen Symbols aus und entzieht es dem Zugriff begrifflich eindeutig festlegender Interpretation. Träger des Sinnbilds können einzelne Personen oder Gegenstände sein, die durch ihr Auftreten an hervorgehobener Stelle oder leitmotivische Wiederholung bedeutsam werden, aber auch die Sprache selbst, die durch ihre Bildkraft höhere Zusammenhänge durchscheinen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gehaltlichen Funktionen des Symbols wechseln mit dem Gestaltungsziel der Epochen: In Mittelalter und Barock steht es für Heilswahrheit und göttliche Weltordnung, in Sturm- und Drang, Klassik und Romantik für Kraft, Tiefe und Geheimnis sowie im modernen Symbolismus für Ichaussprache und persönliches Erleben. Ebenso ändert sich die Bezugsweite des Symbols von der eindeutigen Beziehung auf das Glaubensgeschehen im Mittelalter, über die vieldeutige Unsagbarkeit und Unendlichkeit im Idealismus bis zur Unverbindlichkeit des Bedeutungszusammenhangs im Symbolismus. Am Wendepunkt der Entwicklung von der christlichen Tradition zur profanen Moderne steht Goethe mit seiner Symbolauffassung. Bei ihm halten sich Bild und Gedanke noch die Waage. Das Sinnbild ist für ihn der völlige Zusammenfall eines besonderen Falles und einer allgemeinen Idee. Es dient ihm dazu, das Göttliche bzw. das durch die Natur Offenbarte auszudrücken und das scheinbar Zufällige ins Gültige zu erheben. Am Ende von &amp;quot;Faust II&amp;quot; ist &amp;quot;alles Vergängliche [...] nur ein Gleichnis&amp;quot;. Goethe hält nicht nur die Kunst als Gesetz in der Erscheinung, sondern alle Dinge dieser Welt für symbolisch, weil das Ewige sich im Irdischen, in der kosmischen Ordnung sich die &amp;quot;Gott-Natur&amp;quot; darstellt. Seine &amp;quot;klassische&amp;quot; Symbolinterpretation beeinflusst noch heute die Diskussion über das literarische Sinnbild in den Geisteswissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Analytischen Psychologie hat sich C. G. Jung mit dem Thema der Literatur ausführlich in seinen beiden Aufsätzen &amp;quot;Über die Beziehungen der Analytischen Psychologie zum dichterischen Kunstwerk&amp;quot; von 1922 und &amp;quot;Psychologie und Dichtung&amp;quot; von 1930 beschäftigt. Zunächst geht er in der erstgenannten Schrift auf die &amp;quot;kausal-reduktive&amp;quot; Literaturinterpretation der Psychoanalyse ein. Sigmund Freud bezieht den Inhalt der Dichtung auf konflikthafte emotionale Erlebnisse der biographischen Vergangenheit des Autors und reduziert damit das Kunstwerk auf Kindheitstraumata des Dichters und daher auf Psychopathologie. Sein Ausgangspunkt ist das &amp;quot;persönliche Unbewusste&amp;quot;, das nur aus Verdrängungen der Lebensgeschichte des Literaten besteht. Jung nennt Kunstwerke, die nur aus dieser Quelle stammen und sich in der Biographie und den neurotischen Symptomen des Schriftstellers erschöpfen, &amp;quot;symptomatische&amp;quot; Literatur. Für ihn hat quasi nicht-symptomatische Dichtung ihre Wurzeln im &amp;quot;kollektiven Unbewussten&amp;quot;, das archaische, universelle Inhalte in sich trägt und sie dem Kunstwerk aus seiner Tiefe jenseits der individuellen Persönlichkeit des Autors mit ihrer spezifischen Problematik zukommen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefenpsychologische Verfechter einer &amp;quot;konstruktiven&amp;quot; oder &amp;quot;synthetischen&amp;quot; Literaturbetrachtung teilt kunstvoll gestaltete Dichtung, die für ihn allein aus dem &amp;quot;überpersönlichen&amp;quot; Unbewussten hervorquillt, noch einmal in &amp;quot;introvertierte&amp;quot; bzw.&amp;quot;psychologische&amp;quot; Kunstwerke einerseits und in &amp;quot;extravertierte&amp;quot; bzw.&amp;quot;visionäre&amp;quot; Dichtung andererseits auf. Erstere bewegen sich nach Jung innerhalb der Grenzen des alltäglichen Bewusstseins und sind dementsprechend allgemein verständlich; letztere gehen jedoch darüber in der Weise hinaus, als der konkrete Gehalt der &amp;quot;visionären&amp;quot; Texte nur Mittel zur Darstellung eines übergeordneten Inhalts ist und damit quasi symbolisch verstanden werden muss. Den Schöpferdrang des Künstlers, der alles Menschliche an sich reißt und in den Dienst des Werkes stellt, nennt Jung einen autonomen Komplex. Dieser führt als abgetrennte Teilseele im Unbewussten ein selbständiges, dem Bewusstsein entzogenes psychisches Leben und setzt das Ich zeitweise außer Kraft, um sich in dessen literarischen Produktionen schöpferisch Ausdruck zu verschaffen. Dahinter verbergen sich nach Auffassung der Analytischen Psychologie immer wieder spontan auftretende geistige Urbildformen, die im letzten Grunde die künstlerische Phantasie beherrschen und nur im gestalteten Stoffe als regulative Prinzipien seiner Gestaltung erscheinen: die sog. Archetypen des kollektiven Unbewussten. Diese urtümlichen Bilder wiederholen sich im Laufe der Geschichte da, wo sich die schöpferische Phantasie frei betätigt, und sind daher in erster Linie mythologische Figuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung zitiert auch in diesem Kontext einen Satz von Gerhard Hauptmann: &amp;quot;Dichten heißt, hinter den Worten das Urwort erklingen lassen.&amp;quot; Hierzu passt eine historisch konkreter auf die Germanen bezogene Definition von Jacob Grimm, der die alte Dichtkunst als &amp;quot;ein heiliges, zu den Göttern unmittelbar in Bezug stehendes, mit Weissagung und Zauber zusammen hängendes Geschäft&amp;quot; bezeichnet. Ähnliches meint Jung, wenn er den Autor als &amp;quot;Seher&amp;quot; oder &amp;quot;Weisen&amp;quot; betrachtet, der archetypische Ausdrucksformen in seinem Werk nicht mit Absicht produziert, sondern nur &amp;quot;schaut&amp;quot;. Der Dichter schafft dadurch Kunst, dass er in einem Akt der Ekstase Kontakt mit den bewusstseinstranszendenten Mächten des kollektiven Unbewussten hat und dies visionär artikuliert. Damit rückt er in die Nähe des schamanistischen, magischen &amp;quot;Sehers&amp;quot; und &amp;quot;Propheten&amp;quot;. Nach &amp;quot;Über die Beziehungen der Analytischen Psychologie zum dichterischen Kunstwerk&amp;quot; spricht Jung in &amp;quot;Psychologie und Dichtung&amp;quot; von einem &amp;quot;Urerlebnis&amp;quot; oder einer &amp;quot;Urvision&amp;quot;, die den Künstler mit den archaischen Tiefen der Kollektivseele verbindet, aus der er für sein Werk schöpft und deren dunkle Natur der mythologischen Gestalten bedarf, um sich darin auszudrücken. Durch seine Kunst ist der Dichter im tiefsten Sinne Instrument der Urvision, die ihn mit den heilsamen und erlösenden Schichten des Unbewussten in Kontakt gebracht hat. Sein Wiedereintauchen in den Urzustand der &amp;quot;participation mystique&amp;quot; ist das Geheimnis seines Kunstschaffens und dessen Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jungs Symbolbegriff geht über den literarischen Bereich hinaus und umfasst noch die psychologische, mythologische und religiöse Dimension. Zunächst einmal ist darunter ein vom Komplex oder Archetypus erzeugtes Bild zu verstehen, das teils bewussten, teils unbewussten Inhalt hat. Für Jung ist ein Symbol nur echt, wenn es einen noch unterschwelligen, nur geahnten, nicht eindeutig besser formulierbaren Sachverhalt meint. Es ist der bestmögliche Ausdruck für essentiell Unbekanntes. Solange es lebt und rational nicht ganz erklärt werden kann, bleibt es bedeutungsschwanger. Mythische Symbole besitzen eine lebenserzeugende Wirkung; sie sind faszinierend und stimulieren im Menschen eine kreative Vorstellungstätigkeit. Damit sprechen sie gleichermaßen zur Vernunft wie zum Gefühl und haben eine die seelischen Gegensätze vereinigende Funktion. Das Symbol ist für Jung ein heilendes, erlösendes Ereignis des Unbewussten. Seine Deutung sollte das Ziel haben, durch das Sinnbild den belebenden Kontakt mit den seelischen Tiefen wieder herzustellen oder zu intensivieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den beiden Literaturschriften von 1922 und 1930 wird das Symbol zwar mehrfach sporadisch erwähnt, aber über die vereinzelten Äußerungen hinaus nicht näher erläutert oder genauer erklärt. Zweimal erscheint es hier im Unterschied zum Zeichen oder zur Allegorie, die beide auch ebenso gut durch einen bewusst formulierten Begriff ersetzt werden können. Einmal kritisiert Jung Freuds Ausdrucksweise, der in seiner Lehre von Symbolen spricht, aber eigentlich Zeichen oder Symptome meint. Oder an anderer Stelle ist &amp;quot;Faust&amp;quot; für ihn &amp;quot;nicht ein bloßer semiotischer Hinweis auf oder eine Allegorie für ein längst Bekanntes, sondern der Ausdruck eines urlebendig Wirkenden&amp;quot; und damit &amp;quot;ein Symbol&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überhaupt geht Jung in seinen beiden Aufsätzen öfter auf Goethes Hauptwerk ein. Besonders &amp;quot;Faust II&amp;quot; ist für ihn ein gutes Beispiel für eine &amp;quot;extravertierte&amp;quot; bzw.&amp;quot;visionäre&amp;quot; Dichtung. Hier zeichnet sich der Stoff durch hartnäckige Widersetzlichkeit aus, mit der sich der Autor im Kampf um die Gestaltung der Inhalte sehr lange intensiv auseinandersetzen musste. Im Menschen Goethe hat die Beziehung zur Mutter eine bedeutende Rolle gespielt und gerade im &amp;quot;Faust&amp;quot; vielsagende Spuren hinterlassen, was aber nicht heißen muss, dass aus dieser Bindung unbedingt das &amp;quot;große&amp;quot; Hauptwerk notwendigerweise hervorgegangen ist. Ein Abgrund trennt den ersten und den zweiten Teil des Dramas.&amp;quot;Faust I&amp;quot; erweist sich als &amp;quot;introvertiertes&amp;quot; bzw.&amp;quot;psychologisches&amp;quot; Kunstwerk. Die Liebestragödie um Gretchen erklärt sich selbst; ihr kann der Psychologe nichts beifügen, was der Dichter nicht schon besser gesagt hätte. Der zweite Teil des Dramas dagegen verlangt Deutungsarbeit; nichts mehr erklärt sich von selbst, sondern fortschreitend von Vers zu Vers wird das Interpretationsbedürfnis des Lesers herausgefordert.&amp;quot;Faust&amp;quot; charakterisiert daher wohl am besten die beiden Extreme der Dichtung. Urvision tritt dem Betrachter im zweiten Teil des Werkes entgegen. Bei Goethe wird das persönliche Liebeserlebnis dem größeren Urerlebnis nicht nur bei-, sondern sogar untergeordnet. Das Drama berührt etwas in der Seele jedes Deutschen, dem der Dichter zur Geburt verhelfen musste. Nicht Goethe macht den &amp;quot;Faust&amp;quot;, sondern die seelische Komponente &amp;quot;Faust&amp;quot; macht Goethe. Das Werk spielt auf etwas an, was in der deutschen Seele vibriert, das &amp;quot;urtümliche Bild&amp;quot; eines Arztes und Lehrers einerseits und eines düsteren Zauberers andererseits; den Archetyp einesteils des Weisen, Hilfreichen und Erlösenden, anderenteils des Magiers, Blenders, Verführers und Teufels. Auf höherer Stufe webt Goethe das Motiv &amp;quot;Gretchen – Helena – Mater Gloriosa – das Ewig-Weibliche&amp;quot; als einen roten Faden dem bunten Gewirke des &amp;quot;Faust&amp;quot; ein. Der Dichter schildert in seiner Tragödie den zur Göttergröße bedrohlich herangediehenen faustischen Menschen und versucht, die Unmenschlichkeit dieser Gestalt empfindend, diese mit dem Ewig-Weiblichen, der mütterlichen Sophia, zu einigen. Letztere erscheint als eine Höchstform der Anima, welche die heidnische Grausamkeit antiker Nymphenfiguren in der Literatur der Renaissance abgestreift hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Germanist Wilhelm Emrich weist in seinem Aufsatz &amp;quot;Symbolinterpretation und Mythenforschung&amp;quot; von 1953 bei der Darstellung von Deutungsproblemen im Zusammenhang mit Goethes Symbolsprache auf die Gefahren der Isolierung, der ungeschichtlichen Verallgemeinerung und der weltanschaulichen Uminterpretation hin. Dabei werden die Symbole verselbständigt aus dem dichterischen Gesamtwerk herausgelöst und als Sonderphänomene analysiert, dann unbedenklich mit archetypischen Traumsymbolen C. G. Jungs und mit Mythologemen Karl Kerényis gleichgesetzt und schließlich als irrationale, elementar lebensmächtige Gebilde bezeichnet, die sich jeder begrifflichen Erschließung entziehen. Beim bloßen Nachweis der Verwandtschaft von dichterischen und mythischen Symbolen entsteht eine leere, unhistorische Identität aller analogen Sinnbilder und damit eine geschichtslose Gleichsetzung von Vergangenem und Gegenwärtigem. Dieser Identifizierung macht sich nach Emrich auch die tiefenpsychologische Symbolforschung schuldig, indem sie zeitlose Symbole des kollektiven Unbewussten durch die ganze Geschichte hindurch analogisiert. Für den Literaturwissenschaftler sind die Sinnbilder von Goethes Spätwerk antinomisch gestaltet und tragen ihren eigenen Gegensatz bereits in sich: das Männliche und das Weibliche, das Unterirdische und das Überirdische, das Beharrende und das Revolutionierende, Natur und Kunst, das Gute und das Böse, das Lichte und das Dunkle, das Vernichtende und das Rettende. Die Symbole können jeweils nur in bezug auf die Stelle, an der sie in einer Dichtung stehen, sinnvoll gedeutet werden und haben keine von ihr losgelöste, ein- für allemal festgelegte Bedeutung an sich. Sie sind aus ganz spezifischen geistesgeschichtlichen Situationen und seelischen Konflikten Goethes erwachsen, durch die sie jeweils neuartige Umformungen und Veränderungen erfahren und sich entsprechend verwandeln. Nach Emrich treten die Sinnbilder nicht eigenständig aus dem Unbewussten der Goetheschen Seele hervor, sondern sind weitverbreitetes Bildungsgut seiner Zeit. Außerdem enthüllen sie im Werk die innersten antinomischen Strukturen des Daseins selbst. Der symbolische Sinn von Goethes Dichtungen ist nur durch wechselseitige Spiegelung aller ihrer Teile zu erschließen, und das in sich vielschichtige, mehrdeutige Sinnbild selbst muss von immer neuen Seiten umkreist und in kontrastierenden Bezügen differenziert entfaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Schröder, Friedrich&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Liebe</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Liebe  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Anima, Animus, Beziehung, Blut, Eros-Prinzip, Herz, Hieros-Gamos Hochzeit, Kuss, Libido…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Liebe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Anima]], [[Animus]], [[Beziehung]], [[Blut]], [[Eros-Prinzip]], [[Herz]], [[Hieros]]-Gamos [[Hochzeit]], [[Kuss]], [[Libido]], [[Paar]], [[Rose]], [[Sexualität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Liebe gehört zu den intensivsten Erfahrungen, die Menschen machen können, zum &amp;quot;Höchsten und Tiefsten der Seele&amp;quot; (GW 10, § 231). Den Menschen der Frühzeit galt sie als numinose göttliche Macht, von der alles Leben abhing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im matriarchalen Ritus der heiligen Hochzeit wurde die Liebe als Vereinigung und lebensspendende Kraft in der Verbindung der Liebesgöttin mit dem Heros, der Verbindung von Göttlichem und Menschlichem, Männlichem und Weiblichem viele Jahrtausende kultisch gefeiert. Anklänge sind noch im Hohen Lied im Alten Testament zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der antiken Weltdeutung ist [[Eros]], der griechische Gott der Liebe, ein mächtiger Gott, ein großer Daimon, der alles Streben der Menschen nach dem Guten, Wahren und Schönen bewirkt. Seiner Liebesmacht waren Götter und Menschen unterworfen, wenn er sie mit seinen Liebespfeilen traf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mythos von Amor (die römische Form von Eros) und Psyche berichtet von der Liebe und den Hindernissen, denen Liebende schicksalhaft ausgesetzt sein können. Daneben verkörpern weitere Göttinnen und Götter die Macht der Liebe: Aphrodite (bei den Römern Venus genannt), die Göttin der Liebe, Schönheit und unwiderstehlichen Anziehung, hat mit verschiedenen Göttern Liebesaffären und Kinder, der Gott Dionysos steht für die ekstatischen und rauschhaften Aspekte der Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur numinosen Schicksalsmacht der Liebe gehört auch für heutige Menschen ihre Nichtverfügbarkeit. Liebe ereignet sich, ist mit menschlichem Willen nicht machbar und verfügbar. Liebe hat zu tun mit Begehren, Leidenschaft, Zärtlichkeit, Sehnsucht, Schmerz und Glück, mit Sexualität und Daseinsfreude, mit Bestätigung und Sich-selbst-Finden am Du, mit Erfahrungen von Ganzheit, Eins-Werdung, Entgrenzung und Transzendenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Schattenseiten der Liebe, die in den Alltagserfahrungen ebenso wie in den Liebesdramen der Weltliteratur sichtbar werden, gehören: Besitzanspruch, Eifersucht, Betrug und Rache, das Umschlagen von Liebe in Hass oder Gleichgültigkeit, Macht und Unterwerfung, Abhängigkeit, blinde Leidenschaft und Triebhaftigkeit, der Missbrauch von Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Menschheitsrätsel Liebe spielt immer wieder um das [[Paar]], welches das Schicksal zueinander treibt. Der Archetyp des Paares liegt zahlreichen Mythen, Erzählungen und Kunstwerken zugrunde, die als Selbst- und Weltdeutungen der Menschheit zu verstehen sind: Romeo und Julia, Tristan und Isolde, Lancelot und Guinevra, die berühmtesten Liebespaare mittelalterlicher Erzählungen, zeigen etwas auf von der Unbedingtheit, der Verrücktheit und heiligen Verzauberung der Liebe, ebenso die orientalischen Erzählungen von Leila und Maschnun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Das zentrale Liebessymbol ist das Herz. Es steht für die ganze Person mit all ihren Hingabe- und Erkenntnismöglichkeiten. Lieben bedeutet: jemandem sein Herz schenken, sein Herz an jemanden verlieren, den geliebten Menschen im Herzen tragen, mit den Augen des Herzens jemanden sehen und erkennen in seiner Einzigartigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe [[Rot]] ist die Symbolfarbe der Liebe, es ist das leuchtende Rot der Liebe und Leidenschaft, die im [[Feuer]] eines entflammten Herzens aufleuchten. Die rote&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rose]] gilt wie das rote [[Herz]] als universales Liebessymbol. Der Kuss ist ein Ausdruck inniger Annäherung und Verbundenheit. Auch der Apfel gilt als ein Eros-Symbol, das Zuwerfen eines Apfels als Liebeswerbung. Symbole der Liebe sind ebenfalls Ring und Kette. Zum Verlobungs- und Hochzeitsritual gehört bis heute das Anstecken von Ringen als Zeichen unlösbarer Verbundenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Magie]] sollen Amulette, Zaubertrank und speziell zubereitete Speisen Liebe erwecken (in der Geschichte von Tristan und Isolde bewirkt ein Zaubertrank die Liebe zwischen den beiden). Aber auch Liebeskonflikte finden ihren Ausdruck in Sprache und Symbol. Es geht dann um Trennung von Tisch und Bett, und beim Aufkündigen der Mahlgemeinschaft heißt es: das Tischtuch ist zerschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Großteil der Märchen sind Liebes- und Beziehungsgeschichten. In ihnen geht es um Partnersuche, Zueinander-Finden, um Wandlung, Erlösung und um die Treue der Liebenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Teil der psychotherapeutischen Arbeit gilt der Liebesfähigkeit eines Menschen, da, wo Selbstliebe und Beziehungen zu anderen gestört sind. Liebesfähigkeit hatte schon S. Freud als ein Therapieziel benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anima und Animus als die Archetypen des Weiblichen und des Männlichen und ihre Bezogenheit werden in den Projektionen von &amp;quot;Traumfrau&amp;quot; und &amp;quot;Traummann&amp;quot; konstelliert. In der Entwicklung und Reifung von der illusionären, romantischen Verliebtheit zu einer tragfähigen gelebten Liebesbeziehung sind sie als eigene innerseelische Kräfte zu erkennen und zu entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Transzendenz, der mystischen Erfahrung der Liebe, der sog. Unio mystica, verbindet sich die Seele mit dem Göttlichen und findet darin ihren Ursprung und ihr Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Dorst, Brigitte&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Leiter</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Leiter  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Abstieg, Aufstieg, Berg, Himmel, Oben, Treppe  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Leiter (ahd. leitara lehnen, eigt…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Leiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Abstieg]], [[Aufstieg]], [[Berg]], [[Himmel]], [[Oben]], [[Treppe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Die Leiter (ahd. leitara lehnen, eigtl. die Angelehnte; mhd. leiter[e]) ist ein Gerät aus Holz oder Metall mit Sprossen, die links und rechts in zwei Holme eingepasst sind. Sie steht entweder auf dem Boden oder ist, als Strickleiter, aufgehängt und dient dem Hinauf- und Hinabsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Die Leiter gilt im Christentum als Symbol einer Verbindung zwischen Himmel und Erde und enthält die Möglichkeit, in den Himmel emporzusteigen. Über sie findet die Kommunikation zwischen Mensch und Gott statt. Die Leiter, die ursprünglich im Paradies stand, ging durch den Sündenfall verloren. In der Bibel wird Jakobs Himmelleiter erwähnt, an der die Engel auf- und niedersteigen, ein Symbol für die lebendige Beziehung zwischen Gott und Mensch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der christlichen Kunst begegnet häufig die Tugendleiter auf der die tugendhaften Menschen, allseits von Dämonen bedroht, Stufe für Stufe nach oben gelangen, wobei die Anzahl der Sprossen oft einer heiligen Zahl, insbesondere der Sieben, entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie führt weiterhin von einer Ebene zur anderen oder von einer Daseinsform zur anderen, von der Finsternis zum Licht, vom Tod zur Unsterblichkeit, als Übergang durch den Tod in eine andere Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im außerkirchlichen Bereich wird die Leiter als Verbindung zu höheren Sphären dargestellt. Die Personifikation der Philosophie als einer der freien Künste wird mit einer Leiter auf der Brust dargestellt. Die Karriereleiter versinnbildlicht das Emporsteigen an der Leiter des Erfolges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leiter ist ganz allgemein Symbol des Aufstiegs, der Steigerung, der (Höher-)Entwicklung, der Individuation zu höherer Einsicht und Bewusstheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; N. N.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Leier</title>
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		<updated>2011-11-10T10:26:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Leier  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Eros-Prinzip, Musik  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Leier (von griech. lyra, Laute, Harfe) ist ein altgriechisches, der Kithara …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Leier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Eros-Prinzip]], [[Musik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Die Leier (von griech. lyra, Laute, Harfe) ist ein altgriechisches, der Kithara ähnliches Saiteninstrument mit fünf bis sieben Saiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Die Leier gilt in der griechischen Mythologie als erstes Musikinstrument. Hermes soll sie geschaffen haben. Als neugeborenes (göttliches) Kind bohrte er Löcher in einen Schildkrötenpanzer, durch den er Darmsaiten von Rindern zog, die er soeben dem Apollon gestohlen hatte. Um den Bestohlenen zu beschwichtigen, schenkte er ihm das Instrument. Durch Zeus kam die Leier an Orpheus, der darauf so zaubermächtig zu spielen verstand, dass sogar die wilden Tiere von den Klängen besänftigt wurden. Nach dem Tod von Orpheus setzte Zeus auf Fürsprache von Apollon und der Musen die Leier als Sternbild an den nächtlichen HimmeLeier Außer von Apollon und Orpheus ist die Leier Attribut von Aiolos ([[Wind]]), Harmonia und der Muse Erato (Liebesdichtung). Sie verkörpert die Zahlenharmonie des Universums. Die sieben Saiten des Heptachords symbolisieren die Klangharmonie ([[Ton]], Klang) der Planetensphären, die vier Saiten des Tetrachords die der vier Elemente. In der jüdischen Überlieferung ist es David, der durch die Kraft der [[Musik]] (Gesang und Harfenspiel) böse Mächte besiegt: &amp;quot; [...] so nahm David die Harfe und spielte [...] und Saul fand Erleichterung [...] und der böse Geist wich von ihm.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Spiel des Saiteninstruments diente auch dem Lobe Gottes z. B. im 33. Psalm: &amp;quot;Preiset den Herrn mit der Laute, spielt ihm auf zehnsaitiger Harfe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antike wurde die Dichtung zur Lyra gesungen vorgetragen. Lied und Gedicht haben also in dieser ihre gemeinsame Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 18. Jahrh. werden poetische Texte als Lyrik bezeichnet, als eine der drei Gattungen der Dichtkunst (Epik, Dramatik, Lyrik). Viele Dichter haben die Leier besungen, u. a. Th. Körner (&amp;quot;Der Sänger hob der Leier goldne Saiten [...] &amp;quot; und Schiller (&amp;quot;Die Kraniche des Ibykus&amp;quot;). Geradezu kongenial mit dem göttlichen Sänger Orpheus mit der Leier aber ist R. M. Rilke in seinen Sonetten an Orpheus: &amp;quot;Ein Gott vermags. Wie aber, sag mir, soll / ein Mann ihm folgen durch die schmale Leier? / [...] In Wahrheit singen, ist [...] / Ein Hauch um Nichts, Ein Wehn im Gott. Ein Wind.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachliche Formulierungen wie &amp;quot;herunterleiern&amp;quot;, &amp;quot;ausgeleiert&amp;quot; usw. gehen auf die Mechanisierung der Leier durch Rad und Kurbel zurück (Leierkasten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Das Symbol der Leier in Träumen und unbewussten Gestaltungen wird in der analyt. Psychologie als psychische Harmonisierung und als lebendig Werden (&amp;quot;Anklingen&amp;quot;, Schwingung) von Emotionen verstanden. Es führt in den geistigen und religiösen Erlebnisbereich, der am ehesten in künstlerischer Gestaltung, eben in &amp;quot;Lyrik&amp;quot; oder in der [[Musik]] seinen adäquaten Ausdruck findet. So zeigt z. B. das aus dem Unbewussten gestaltete Bild einer Frau, in deren Freundeskreis eine junge Frau im Sterben lag, über einem dunklen, erdfarbenen Gräberfeld ein Himmel und Erde umfassendes und von zwei großen Augen flankiertes Heptachord. Für die Malerin ging von dem Bild, das sie aus ihrer aktuellen inneren Situation heraus gestaltet hatte, eine große Beruhigung aus, die ihre Auflehnung gegen das Sterben milderte. Sie konnte Sterben und Tod als Teil einer umfassenden (göttlichen) Harmonie erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Daniel, Rosmarie&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Leiche</title>
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		<updated>2011-11-10T10:23:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Leiche  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ende, Tod, Wandlung  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein verstorbenen Mensch wird bis zur Bestattung als Leiche bezeichnet.  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Leiche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Ende]], [[Tod]], [[Wandlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Ein verstorbenen Mensch wird bis zur Bestattung als Leiche bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; In der des Übergangs zwischen Tod und Beerdigung wird dem Leichnam oft noch eine gewisse Lebendigkeit zugesprochen, es gibt den Begriff der &amp;quot;Lebende Leichnam&amp;quot;. Nach dem Volksglauben ist der Tote nicht sofort tot. Er kann noch hören, sieht noch, und bewegt sich noch. Entsprechend einfühlsam hat der Umgang mit einer Leiche zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass auch ein Toter, eine Leiche, der Fürsorge wert ist und sie braucht, zeigt sich in der Rechtssprechung. Die „Störung der Totenruhe“ ist der Rechtsbegriff für die Leichenschändung. Die Nekrophilie (von griechisch nekros=Toter, Leiche, und philia=Zuneigung) bezeichnet einen Sexualtrieb, der auf Leichen gerichtet ist, und ist in Deutschland strafbar. Das Bedürfnis, den Toten zu schützen, eine „scheene Leich“ sein zu wollen oder haben zu wollen, wird z. B. im „Münchener Begräbnisverein“ bereits seit 1871 gepflegt. Über einen Mitgliedsbeitrag sicherten sich auch arme Menschen ein schönes Begräbnis. Dazu gehörte damals ein schwarzes Bahrtuch mit silbernen Borten, Kerzenträger, eine Fahne samt Träger und ein Vorbeter, sowie Seelenmesse, Todesanzeige und die „Seelnonne“ (Leichenfrau). Der Münchener Begräbnisverein trägt bis heute das ideellle Anliegen und das Totengedenken weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Leiche vom Ort des Sterbens zum Ort der Bestattung zu bringen, nennt man, sie &amp;quot;wurde übergeführt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird noch einmal die Übergangsphase deutlich, die dem Begriff des Leichnams zu eigen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke des Übergangs des Toten von des Leiche zur Verwesung im Grab oder wie in jüngerer Zeit immer üblicher zur Verbrennung, ist kulturell vom christlichen Denken geprägt. In der ägyptischen Kultur wurde die Leiche und der Tote solange wie möglich durch die Mumifizierung erhalten. „Normal“ ist im Konzept der alten Ägypter der Erhalt des Körpers, „unnormal“ wurde dessen Zerfall und Zerstörung empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Im psychotherapeutischen Kontext werden Redensarten mit dem Begriff der Leiche relativ häufig benutzt. Es wird von der &amp;quot;Leiche im Keller&amp;quot; gesprochen, und gemeint sind Geheimnisse, Handlungen und Belastungen aus der Vergangenheit, sei es als Täter oder als Opfer. Das geheime Geschehen, das als Leiche bezeichnet wird, bleibt in einem Übergangsstadium stecken, sodass es nicht wirklich zu einer Beerdigung, sprich Lösung und Verabschiedung des Konfliktes kommen kann. Eine andere Redensart ist, dass sich jemand fühlt, wie eine wandelnde Leiche. Ein Zustand von extremer Blässe und elendem Aussehen wird so bezeichnet, verbunden oft mit einem Zustand seelischer Leere und Depression.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Leibig, Margarete&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Leber</title>
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		<updated>2011-11-10T10:21:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Leber  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Bios-Prinzip, Blut  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Leber ist mit einem Gewicht von 1, 4 bis 1, 8 Kilogramm Körpergewicht das sc…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Leber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Bios-Prinzip]], [[Blut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Die Leber ist mit einem Gewicht von 1, 4 bis 1, 8 Kilogramm Körpergewicht das schwerste Körperorgan nach der menschlichen Haut. Die Leber liegt im Oberbauch unter dem Zwerchfell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Zu den wichtigen Funktionen der Leber zählen: die Produktion von Gallenflüssigkeit, die Verarbeitung und Speicherung chemischer Substanzen und nicht zuletzt der Abbau von Stoffwechselprodukten und Giften. In der Leber wird pro Tag bis zu 1 kg Galle produziert. Galle ist eine grünliche, bitter schmeckende Flüssigkeit, die zu 97 Prozent aus Wasser und aus Gallensäuren besteht und Giftstoffe und Stoffwechselprodukte von der Leber zum Darm transportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leberzellen spielen eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung und Aufbereitung von Nährstoffen für den menschlichen Körper. Produkte aus Eiweiß, Kohlehydraten und Fetten werden von den Leberzellen in für den Körper verwertbare Substanzen umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abfallprodukte werden abgespalten und an die entsprechenden Ausscheidungsorgane weitergeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Die Leber ist nach alter Auffassung der Sitz des Lebens. Aus dem Zustand der Leber eines Opfertieres wurden bei Orakelhandlungen zukünftige Entwicklungen vorhergesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenerationskraft der Leber symbolisiert auch die relative Dauerhaftigkeit, Widerstands- und Erneuerungskraft des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im griechischen Mythos hackt der Adler des Zeus Prometheus, der an einem Felsen im Kaukasus gefesselt ist, jeden Tag an der Leber, weil dieser gegen den Willen des Gottes das Licht und das Feuer brachte. Zum Glück und zur Pein des Prometheus wächst die Leber aber immer wieder nach. Seine Qual sollte viele Jahrhunderte dauern, bis der Held Herakles, von Mitleid erfüllt, ihn erlöste. Prometheus musste fortan einen Ring mit einem Stein aus dem Kaukasus tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C. G. Jung berichtet in seiner Autobiografie von einem Traum, in dem er sich in Liverpool (Liverpool = «pool of life») befand, es regnete und es war finster, es war Winter und Nacht. In der Mitte der Stand sieht er einen runden Teich und darin eine kleine zentrale Insel. Während alles von Regen, Nebel, Rauch und spärlich erhellter Nacht bedeckt war, erstrahlte die kleine Insel im Sonnenlicht. Dort wuchs ein einzelner Baum, eine Magnolie, übergossen von rötlichen Blüten. Es war, als ob der Baum im Sonnenlicht stünde und zugleich selbst Licht wäre. Seine Gefährten kommentierten das abscheuliche Wetter und sahen offenbar den Baum nicht. Jung kommentiert, dass dieser Traum wohl seine damalige Situation darstellte. Alles war höchst unerfreulich, schwarz und undurchsichtig - so wie er sich damals fühlte. Aber er hatte das Gesicht der überirdischen Schönheit (den Lebensbaum in der Mitte des städtischen Mandalas) und darum konnte er überhaupt leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erlebnis des Traumes verband sich bei ihm mir mit dem Gefühl des Endgültigen. Er sah, dass hier das Ziel für ihn ausgedrückt war. Die Mitte sei das Ziel, und über sie komme man nicht hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; N. N.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<id>https://symbolonline.eu/index.php?title=Lampe&amp;diff=1072</id>
		<title>Lampe</title>
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		<updated>2011-11-10T10:10:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Lampe (Leuchte, Leuchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Feuer]], [[Kerze]], [[Licht]], [[Sonne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Eine Lampe (mhd. lampe; im 13. Jahrhundert aus dem französischen lampe entlehnt, zurückgehend auf griechisch lampás, lampádos für &#039;Fackel&#039;, &#039;Leuchte&#039;) ist eine künstliche Lichtquelle bzw. ein Beleuchtungskörper. Spezielle Vorrichtungen zum Halten von Kerzen bezeichnet man als Leuchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; In der Antike waren sie lebenswichtige Träger der Lichterkerzen zur Nachtzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Leuchter werden zu Prozessionen getragen und in der katholischen Liturgie, um mit ihrem Licht an Christus als ewiges Licht zu erinnern, von dem im Evangelium die Rede ist. Vor katholischen Kirchen brennt das ewige Licht als Hinweis auf die Anwesenheit Gottes. Der siebenarmige Leuchter des Judentums steht in Zusammenhang mit der kosmischen Symbolik der sieben Planeten und sieben Himmel. In der christlichen Kunst des Mittelalters symbolisiert er die sieben Gaben des Heiligen Geistes und auch häufig das Judentum. Die Lampe repräsentiert das nicht darstellbare Licht und gilt als Symbol der geistigen Erleuchtung und der Weisheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand keine große Leuchte ist, so ist das die Feststellung, dass derjenige nicht sonderlich gescheit ist. Vor allem in der Antike galt die Lampe als Symbol für Leben und Tod. Entzünden und Verlöschen einer Lampe kann Geburt und Tod eines Menschen bedeuten. Der Brauch, brennende Lampen auf Gräber zu stellen, verweist auf das jenseitige göttliche Licht. Der Name Meister Lampe für einen Hasen in der Tierfabel leitet sich von der Kurzform für den Vornamen Lamprecht ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leuchtturm spielt in der Schifffahrt als weithin sichtbares Zeichen eine große Rolle. Er weist Schiffen den Weg und mit seiner Hilfe können Untiefen im Gewässer umfahren werden. Schon Jahrhunderte vor Christus gab es vermutlich Leuchtfeuer um den heimatlichen Hafen zu finden. Als eines der sieben antiken Weltwunder ist der Koloss von Rhodos (um 300 v. Chr.) überliefert, von dem allerdings nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, dass er als Leuchtfeuer diente. In der frühchristlichen Kunst ist der Leuchtturm Sinnbild des himmlischen Hafens, in den die Seele nach gefährlicher Lebensfahrt einläuft, im Barock Symbol vorbildlichen christlichen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Metapher kann alles als Leuchtturm bezeichnet werden, was weithin sichtbar ist und Wirkung erzielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; N. N.&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2011-11-10T10:08:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Lamm  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Christus, Hirte, Jesus, Opfer, Schaf, Tier  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Das Lamm (mhd. lamp; ahd. lamb) ist das Ju…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Lamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Christus]], [[Hirte]], [[Jesus]], [[Opfer]], [[Schaf]], [[Tier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Das Lamm (mhd. lamp; ahd. lamb) ist das Jungtier des Schafes, der Ziege oder des Rehs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Im Altertum wurde das Lamm häufig als Opfertier verwendet, bei den Israeliten als Passahlamm geschlachtet. Im Christentum wird Christus als Agnus Dei (Lamm Gottes) angebetet. Das Lamm steht hier für Christus als Leidenden, für seinen Opfertod für die Sünden der Menschheit, für die Passion und Auferstehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Durch seine weiße Farbe gilt es als Symbol der Sanftmut, Unschuld und Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeugnis von Johannes dem Täufer über Jesus: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“&lt;br /&gt;
Joh 1, 29). Diese Symbolik verwendeten besonders die Maler des Mittelalters bei der Darstellung der Kreuzigung Jesu. In den Träumen und Visionen von Johannes in der Offenbarung wird das Lamm als Symbol für Christus dreißig Mal genannt. In einer dieser Visionen heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich (Johannes) sah: Zwischen dem Thron und den vier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewesen und mitten unter den Ältesten stand ein Lamm;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es sah aus wie geschlachtet und hatte sieben Hörner und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sieben Augen; die Augen sind die sieben Geister Gottes, die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
über die ganze Erde ausgesandt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lamm trat heran und empfing das Buch aus der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß. Als es das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buch empfangen hatte, fielen die vier Lebewesen und die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24 Ältesten vor dem Lamm nieder; alle trugen Harfen und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
goldene Schalen voll von Räucherwerk; das sind die Gebete&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Heiligen. Und sie sangen ein neues Lied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Off 5, 6 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text des genannten neuen Liedes findet sich im gleichen Kapitel in der Offenbarung und wurde in dem Messias von Händel in eindrucksvoller Weise vertont: „Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vergegenwärtigung der Symbolik des Lammes erleben die Christen im sonntäglichen Gottesdienst beim Abendmahl und in der Eucharistie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester sagt in der heiligen Messe: „Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt!“ Dabei blickt er auf die Hostie, also auf das Brot der Abendmahlsfeier und erkennt darin Jesus Christus in der Gestalt des Brotes und des Weines.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Redensarten &amp;quot;unschuldig / geduldig wie ein Lamm&amp;quot; und &amp;quot;lammfromm&amp;quot; stehen auch in einem solchen christlichen Zusammenhang; ebenso bezieht sich &amp;quot;sich wie ein Lamm zur Schlachtbank führen lassen&amp;quot;, d. h. alles geduldig mit sich geschehen lassen, ohne den Versuch der Verteidigung zu unternehmen, auf Jesus während der Passion. In der christlichen Kunst wird das Lamm Gottes (manchmal mit einer Kreuzesfahne) als Christussymbol dargestellt. Christus mit einem Lamm auf den Armen ist der gute Hirte, der sich um seine Herde sorgt (so spricht er zu Petrus: &amp;quot;Weide meine Lämmer&amp;quot; (Joh 21, 15)), das Lamm mit Kreuz weist auf die Kreuzigung hin, das Lamm mit Wimpel oder Fahne auf die Auferstehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Agnus Dei in der katholischen Liturgie gehört zum Ordinarium der Messe und ist von Komponisten aller Epochen vertont worden. Das Lamm ist Attribut von den Heiligen Susanna, Agnes (vgLamm agnus), Johannes dem Täufer, Franz von Assisi und St. Wendelin (Schutzpatron der Schäfer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Hark, Helmut&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Labyrinth</title>
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		<updated>2011-11-10T10:07:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Labyrinth  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Held, Heros-Prinzip, Kreis, Mandala, Nachtmeerfahrt, Spirale, Wald, Weg  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Labyrinth&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Held]], [[Heros-Prinzip]], [[Kreis]], [[Mandala]], [[Nachtmeerfahrt]], [[Spirale]], [[Wald]], [[Weg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Ein Labyrinth (lat. labyrinthus; griech. labýrinthosã = Haus mit Irrgängen&lt;br /&gt;
ist eine, oft als Teil eines Parks oder Gartens, gestaltete Anlage, deren verschlungene, zu einem Punkt in der Mitte der Anlage führende Wege von hohen Hecken gesäumt sind, sodass man sich darin verirren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausweglose, verworrene Situationen werden oft auch als labyrinthisch beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Spiralen und Mäander gehen dem Labyrinth kultur- und entwicklungsgeschichtlich voran. Spiralförmige Strukturen lassen sich viele in der Natur finden, wie z. B. im Gehäuse der Schnecken, bei Farnen, in Wasser- und Luftwirbeln, im Spiralnebel, in den Gehirnwindungen, in der embryonalen Haltung des Säuglings. Der als Gehörorgan und Gleichgewichtsorgan fungierende innere Teil des Ohrs beim Menschen u. bei Wirbeltieren wird auch Labyrinth genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zeit um 1200 v. Chr. stammen zwei Labyrinthfragmente aus dem europäischen Raum; eines fand sich auf einem syrischen Tongefäß und ein weiters aus dem um 1200 v. Chr. verbrannten Königspalast in Pylos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Labyrinth auf den unübersichtlichen Palast des Königs Minos in Knossos zurückzuführen wird mittlerweile grundsätzlich als falsch anerkannt. Der Mythos um den Stiermenschen Minothaurus lässt sich als Matrix auf das Labyrinth übertragen, weist jedoch keinerlei kulturhistorisch gesicherte Relevanz auf. Die Bezeichnung „kretisches“ Labyrinth ist insofern auch irreführend. Nicht zuletzt auch, weil es sich als Symbol kulturübergreifend gezeigt hat. Angemessener wäre vom Ur-Labyrinth zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ehesten lässt sich das Labyrinth mit dem Kranichtanz des siegreichen Theseus und seines Gefolges assoziieren, den sie nach der Flucht aus Kreta auf Delos zur Feier des Sieges tanzten. Einer der bekanntesten Labyrinthforscher, Hermann Kern, geht davon aus, dass der Ursprung des Labyrinthes im Tanz liegt: in kultischen Reigentänzen, deren Schrittfolge und Raumwege den Labyrinthweg nachempfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Christentum hat Mythos um den Helden Theseus mit Christus, als dem Befreier und Erlöser, ersetzt. Ab 324 entstanden erste Kirchenlabyrinthe, deren berühmtestes das ca. 1210 entstandene gotische Labyrinth der Kathedrale von Chartres ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hopi kennen das Labyrinth als Mutter-Erde-Symbol. Zu vermuten ist, dass das Labyrinth von Indien her eingeführt wurde, wo das Labyrinth schon ab ca. 300 v. Chr. bekannt ist. Was wiederum möglicherweise auf Alexander den Großen zurückzuführen sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem Labyrinth im eigentlichen Sinn liegen folgende Formprinzipien zugrunde: eine äußere Begrenzungslinie, die nur eine Öffnung besitzt; der Weg ist kreuzungsfrei, d. h. er bietet keine Wahlmöglichkeit, wechselt immer wieder die Richtung, zwingt zum Sichtwechsel; der vorgegebene Weg führt nicht auf kürzestem Wege zum Ziel, sondern nimmt den maximalen Umweg auf, bietet dafür die größtmögliche Wegerfahrung; der direkteste Weg ist nicht immer der kürzeste; der Weg führt wiederholt nah am Zentrum vorbei, entfernt sich scheinbar vom Ziel und mündet schließlich ausweglos und unausweichlich in ein Zentrum, das nicht immer dem geometrischen Zentrum entspricht; in der Mitte angekommen, muss umgekehrt werden, die (bewusste) Richtung geändert werden. Es gibt keinen anderen Ausweg als den Hinweg, als Rückweg jedoch mit Ausrichtung nach Außen. Ein Labyrinth kann gedanklich oder körperlich zwischen den Linien abgeschritten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Mit seiner (Weg-) Struktur setzt das Labyrinth Grenzen. Nur das Wahren der Grenzen führt zum Ziel. Die vorgegebene Struktur bindet an den Weg, hält auf dem „rechten Weg“, verhindert, abbiegen oder den Weg abkürzen zu wollen. Das Labyrinth „verführt“ zu Umwegen. Nicht der geradlinige Weg führt zur Erfahrung seiner Selbst in der Mitte, sondern der Umweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Grenzen überschreitet verliert die Orientierung. Bei aller Einengung des Vorgegebenen verleiht die Grenze auch Schutz. Die Erfahrungen auf dem Weg haben den Charakter von Unausweichlichem, von Schicksalhaftem. Es gibt keine Hindernisse, sonder nur Richtungswechsel, die zu einem Perspektivenwechsel auffordern. Die Windungen des Labyrinthes regen an, unterwegs zu sein, sich zu orten, sich von den Wendungen des Weges inspirieren zu lassen, sich innerlich zu wandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Betreten des Labyrinthes kommt einem Überschreiten einer Schwelle gleich. Das Außen wird zurückgelassen, ein ausgefüllter Innenraum wird auf dem Weg zur Mitte durchschritten. Der labyrinthische Weg harmonisiert Innen- und Außenwelt. Das Erleben der Mitte wird über die gleiche Schwelle wieder nach Außen getragen, soll dort realisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Labyrinth kann als archetypisches Bild des Individuationsweges verstanden werden, als Initiationsweg, als Ort von Übergangsriten wie u. a. Tod und Wiedergeburt. Das Labyrinth ist ein Erkenntnis- und Reifungsweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Hammerstein, Günter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>L - Buchstabe</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; L - Buchstabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Alphabet]], [[Buch]], [[Buchstabe]], [[Logos-Prinzip]], [[Wort]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Der zwölfte Buchstabe des deutschen Alphabets stammt von den Phöniziern ab, bei denen er Lamed hieß, was traditionell mit Ochsenstachel übersetzt wird, bereits hier hatte er den Lautwert L.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Das klassische Schriftzeichen des griechischen Lambdas besteht, allerdings nur im östlichen Teil des Sprachgebietes, in einer Dachform aus zwei verbundenen gleichlangen Schenkeln. Der Buchstabe, den die Etrusker und später auch die Römer von den Westgriechen übernahmen, hatte keinerlei Ähnlichkeit mit dem Lambda. Er entsprach unserem heutigen L in spiegelverkehrter Darstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; In der Physik steht L für die Länge, ebenso wird es bei der Maßeinheit Liter verwendet. L als römisches Zahlzeichen bedeutet 50 und auf lateinischen Inschriften kann es für Lex stehen oder den männlichen römischen Vornamen Lucius abkürzen. Bei Kleidergrößen kennen wir L als Large.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; N. N.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Kunst</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Kunst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Schöpfung]], [[Idee]], [[Inspiration]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Kunst (althochdeutsch, zu können) Im weitesten Sinn jede auf Wissen und Übung gegründete Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem engeren Sinn die Gesamtheit des vom Menschen Hervorgebrachten, das nicht durch eine Funktion eindeutig festgelegt ist oder sich darin erschöpft. Der Gegensatz der Kunst zum Handwerk und zur Wissenschaft bildete sich erst im Übergang vom 18. ins 19. Jahrhundert aus. Im heutigen Verständnis ist die Kunst in die Teilbereiche Literatur, Musik, darstellende Kunst sowie bildende Kunst gegliedert, wobei die Kunst seit einigen Jahrzehnten gerade mit der Überschneidung dieser Bereiche arbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engsten Sinn steht Kunst, v. a. im alltäglichen Sprachgebrauch, für bildende Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Die schöpferische Gestaltungskraft des Menschen zeigt sich in der Kunst. Seine Auseinandersetzung mit der Welt findet im Medium des Bildes, der Sprache und der Musik Ausdruck. Kunst zeigt das Leben in seinen vielen Facetten und bringt die vielfältigsten Bedingungen des Daseins in eine wahrnehmbare Form. Paul Klee (1874-1940) drückt seine Überzeugung so aus: &amp;quot;Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.&amp;quot; Alle Bilder, Skulpturen, Worte und Musikklänge sind demnach Versuche, einen besonderen Aspekt des Erlebens erkennbar und verständlich zu machen. Sie sind Abbilder der äußeren und der inneren Welt zugleich; Bedeutungsträger, die eine Botschaft vermitteln können, wenn sich der darin verborgene Sinn offenbart. Ein Kunstwerk als Symbol ist etwas, das über die reine Darstellung hinausweist und in dem sich zwei gegensätzliche, polare Ebenen vereinen: im Äußeren kann sich etwas Inneres offenbaren, im Körperlichen der geistige Gehalt und im Besonderen kann sich ein allgemeines Prinzip manifestieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Das Kunstwerk drückt in Worten, Tönen, Formen und Farben aus, was den Künstler bewegt und was er intuitiv erfasst und gestaltet hat. C. G. Jung beschrieb, dass der schöpferische Prozess durch eine Belebung der im Unbewussten ruhenden ewigen Symbole der Menschheit angeregt werde und vom Künstler in seiner individuellen Entwicklung und Ausgestaltung zu einem Kunstwerk geformt würde. Durch die Verbindung von handwerklichem Können und Inspiration entsteht aus den Urbildern des kollektiven Unbewussten ein neues, einmaliges Kunstwerk, das aber durch seine archetypischen Wurzeln mit dem Wesen des Menschen immer verbunden ist. Aus diesem Grund spricht Kunst viele Menschen an, eröffnet ihnen neue Horizonte und fordert zur Auseinandersetzung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler erfasst und verarbeitet aber auch seine Eindrücke, denen er im äußeren Leben begegnet, er ist somit Beobachter und Kommentator seiner Zeitepoche. Der Künstler hat die Fähigkeit zur formenden Kraft, mit der er seine Wahrnehmung von außen und innen zu einer organisch-ästhetischen Ganzheit verbinden kann. Imagination, Intuition und Inspiration des Künstlers lassen seelisch-geistige Erkenntnisse in eine Gestalt kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Betrachtung, dem Lesen oder Hören von Kunstwerken antwortet etwas in uns und aus uns darauf, was den Künstler bei der Schaffung dieses Werkes bewegt hat, was sich im Kunstwerk offenbart. Ob etwas als Symbol aufgenommen wird, hängt vom Erkenntnishorizont des Betrachters, des Lesers oder des Hörers ab; ob er die in der künstlerischen Realität dargebotenen Ebene von Bild, Wort oder Klang als äußere Hülle einer zugrundeliegenden Sinnebene betrachten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Sinn kann uns Menschen aufmerksam machen und verändern. Kunst ist also ein wesentlicher Beitrag zur Weiterentwicklung und Wandlung. Den verborgenen Sinn in einem Musikstück, einer Geschichte oder einer Skulptur können wir nur erkennen, wenn wir mit dem Kunstwerk in Beziehung treten. Gelingt dies, so wird durch das Erleben und Erfahren des Kunstwerkes ein Zugang zum Reichtum der eigenen Persönlichkeit geöffnet. Das schöpferische Potential im Menschen wird angesprochen, plötzlich werden neue Erkenntnisse möglich. Kunst mit dem Leben zu verbinden bedeutet, durch diese Anregung fähig zu werden, schöpferischer mit dem eigenen Leben umzugehen. Das Kunstwerk fordert uns sogar dazu auf. Denn, so Joseph Beuys (1921-1986) &amp;quot; [...] das Kunstwerk ist das allergrößte Rätsel, aber der Mensch ist die Lösung.&amp;quot; (1985)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Briendl, Linda&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
	</entry>
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		<id>https://symbolonline.eu/index.php?title=Kuh&amp;diff=1054</id>
		<title>Kuh</title>
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		<updated>2011-11-10T09:53:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kuh  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Mutter, Große Milch  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wiederkäuer mit breitem Schädel, unbehaartem, feuchtem Flotzmaul und Hörnern b…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Kuh&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Mutter]], Große [[Milch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Wiederkäuer mit breitem Schädel, unbehaartem, feuchtem Flotzmaul und Hörnern bei beiden Geschlechtern (bei den Männchen im Allgemeinen stärker entwickelt); Gehör - und Geruchssinn sind am besten ausgebildet, ihr Augensinn lässt sie die Farben Blau, Rot, Grün und Gelb erkennen. Es gibt weltweit etwa 450 - 800 Rassen von aus domestizierten Wildrindern hervorgegangenen Hausrindern. Die zahlreichen europäischen Wildrinder lassen sich alle auf den Auerochsen als Stammart zurückführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Das neuhochdeutsche Wort &amp;quot;Kuh&amp;quot; geht über das mittelhochdeutsche und das althochdeutsche &amp;quot;Kuo&amp;quot; auf das indogermanische &amp;quot;gous&amp;quot; zurück, welches das männliche und das weibliche Rind zusammen beinhaltet. Möglicherweise ist mit diesem Begriff die Nachahmung des Brülllautes gemeint, der heute mit &amp;quot;muh&amp;quot; wiedergegeben wird. Im Germanischen dient &amp;quot;Kuh&amp;quot; lediglich zur Bezeichnung des femininen Rindes. Aber im Deutschen findet eine gewisse Bedeutungserweiterung statt. Denn in Zusammensetzungen bezieht sich das Wort allgemein auf das weibliche Tier, z. B. bei &amp;quot;Elefantenkuh&amp;quot; oder &amp;quot;Hirschkuh&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das altindische &amp;quot;gau&amp;quot;, &amp;quot;gáuh&amp;quot; oder &amp;quot;gaus&amp;quot; meint &amp;quot;Stier&amp;quot; oder &amp;quot;Kuh&amp;quot; und erscheint im Namen der hinduistischen Göttin Gauri wieder, der &amp;quot;die Helle&amp;quot; oder &amp;quot;die Goldene&amp;quot; bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parvati, die Gattin des großen indischen Gottes Shiva, fühlt sich gekränkt, als er sie wegen ihres dunklen Aussehens &amp;quot;Kali&amp;quot; (= &amp;quot;die Schwarze&amp;quot;) nennt, und treibt daraufhin Askese, um sich von ihrer Hautfarbe zu befreien. Nach dem Erfolg ihrer Übung erhält sie den neuen Namen Gauri, dessen Wortherleitung auf die hohe Bedeutung besonders der weißen Kuh in Indien hinweist.&amp;quot;Gau&amp;quot; oder &amp;quot;gaus&amp;quot; ist auch mit &amp;quot;go&amp;quot; verwandt, das &amp;quot;Erde&amp;quot; bedeutet und den griechischen Worten &amp;quot;ga&amp;quot; oder &amp;quot;ge&amp;quot; entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Göttin Gaia ist in der antiken Mythologie die Verkörperung der &amp;quot;Mutter Erde &amp;quot;. Das althochdeutsche &amp;quot;rinta&amp;quot; bezeichnet neben &amp;quot;Rinde&amp;quot; auch &amp;quot;Erde&amp;quot;. In der altnordischen Sagenwelt gibt es auch eine Königstochter namens Rindr oder Rinda, die der höchste Gott Odin heiratet, um mit ihr den Rächer für den Tod seines Sohnes Baldur zu zeugen, was dann durch die Geburt von Vali gelingt. Der etymologische und mythologische Zusammenhang von &amp;quot;Rind&amp;quot;, &amp;quot;Erde&amp;quot; und &amp;quot;Mutter&amp;quot; lässt schon die Spannweite der symbolischen Bedeutung der Kuh anklingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Tier taucht schon sehr früh in der Kunst der Menschheitsgeschichte auf. Die Höhlenmalereien des paläolithischen Zeitalters, besonders von Lascaux in Frankreich zwischen ca. 17. 000 und 12. 000 v. Chr., zeigen Rinder und Pferde oft dicht beieinander, obwohl beide Spezies in der Natur getrennt bleiben. Berühmt ist vor allem die Abbildung einer Kuh, wie sie über eine Reihe von Tieren der anderen Gattung springt. Möglicherweise waren in der Vorstellung der frühen Menschen Rinder weibliche, Pferde männliche Symbole. Deshalb könnte die paarweise Darstellung der Geschlechter der Grund für das unnatürliche Nebeneinander dieser Tiere sein. In diesem Zusammenhang ist auch die Funktion der Schlange und ihr weitverbreitetes Bild als Hauptgottheit in prähistorischen Zeiten von Interesse. Sie war Hüterin der Familie und ihrer Tiere, vor allem der Kühe. Als solche gewährleistete sie Fruchtbarkeit, Wachstum und Gedeihen. Jede Familie und jedes Tier hatten als Schutzgottheit eine Schlange, deren Lebenskraft mit der Vitalität des von ihr beschützten Wesens untrennbar verbunden war. Die Schlangengöttin der Jungsteinzeit besaß und hütete das Lebenswasser und die Lebensmilch, wachte über die Geburt der Kälber und hatte magische Heilkräuter. Die archaische Gottheit Marša aus Lettland wurde etwa als Mutter der Kühe oder als &amp;quot;Alte Hirtin&amp;quot; dieser Tiere bezeichnet und erschien in Viehställen u. a. als schwarze Schlange, die für die Rinder eine Art Schicksalsgöttin war. Sie brachte den Kühen Fruchtbarkeit, sorgte für eine leichte Geburt der Kälber und für Milch im Überfluss. Wurde sie von Menschen angerufen, konnte sie mächtige Wunderkühe erschaffen, deren Milch nie versiegte, und gutes Weideland hervorbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mythologie des Altertums tauchte dieses fruchtbare Tier nicht nur als Geschöpf, sondern auch als kosmische All - Mutter und Schöpferin des Universums auf. Mit einem Schütteln ihres Euters erschuf die gehörnte Mondkuh den Sternenhimmel; aus ihr floss die Milchstraße in üppigem, niemals endendem Strom. Täglich gebar sie die lebensspendende Sonne. Überall da, wo man Rinder züchtete, wurde eine Kuhgottheit zusammen mit einer Muttergöttin verehrt. Beiden gemeinsam war das generell fassbarste Bild der Fruchtbarkeit. Die Kuh galt in jedem Fall nicht als ambivalente, sondern als rein positive Macht. Sie stand für die mütterlich nährenden Kräfte der Erde, aber auch für die Welt des Mondes wegen ihrer Hörner und Weiblichkeit. In ihrer kosmischen Potenz war sie sowohl naturhaft – chthonisch als auch himmlisch – lunar. Als Verkörperung des Weiblichen, die das junge Leben trug, gebar und liebevoll aufzog, wurde sie zum Symbol der gebenden Fülle und des bergenden Schutzes. So repräsentierte sie auch die umfassende Dimension der Großen Göttin eindeutig in deren lebensbejahendem Aspekt der &amp;quot;guten Mutter&amp;quot;. Allerdings wirkte die Kuh jedoch durch ihre schlichte vegetative Existenz, ihre demütige Natur, ihre einfache Wärme und geduldige Trächtigkeit auf den prähistorischen Menschen primär passiv, wodurch sie auch später in Mythen und Epen keine große Rolle spielen konnte. Trotzdem gibt es in der indischen, ägyptischen, griechischen und germanischen Sagenwelt für das Auftreten dieses Tieres einige markante Beispiele, die der vorliegende Artikel nun zur Darstellung bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde schon indirekt darauf hingewiesen, dass im Sanskrit Erde und Kuh die gleiche oder zumindest eine ähnliche Bedeutung haben. Dieser Zusammenhang geht schon auf vor-arische Zeiten zurück und steht in Verbindung mit dem alten Kult einer Muttergottheit, der sich schon für die matriarchale Zivilisation des Industales zwischen 2700 und 1500 v. Chr. nachweisen lässt. Die Heiligkeit der Kuh im heutigen Indien hat ihre traditionelle Wurzel in der ursprünglichen Verehrung dieser umfassenden Großen Göttin und konnte sich trotz der jahrhundertelangen Vorherrschaft der fleischfressenden arischen, patriarchal organisierten Hirtenkrieger verfestigen, die ab 1500 v. Chr. in den Nordwesten des Landes einfielen und von 1200 bis 900 v. Chr. ihre vedische Religion und Literatur begründeten. Im Hinduismus ist das Schlachten einer Kuh und der Genuss von Rindfleisch strengstens verboten. In den vorgeschichtlichen mutterzentrierten Epochen galt das Tier als heilige Ernährerin, die Fruchtbarkeit und Fülle verhieß. Außerdem kennt die vedische Tradition die Kuh als Seelenführerin, die auch die Toten über den Schreckensfluss Vaitarani sicher ins Jenseits geleitet. Ebenso wurde dem weiblichen Rind himmlische Herkunft zugeschrieben. In den Mythen Indiens gewinnt das Universum, das aus der Milch der göttlichen Weltmutter geboren wurde, dadurch feste Gestalt, dass der Ozean dieses Lebenselixiers gequirlt wird. Die himmlische Milch strömt aus der Kuh Surabhi hervor und ist nicht nur das Rohmaterial für das trockene Land, sondern auch der Nektar der Götter, die auf diese Weise ernährt werden. Überdies gibt es in der altindischen Literatur noch etliche Wunsch- und Wunderkühe, die aus ihren Eutern alle möglichen Speisen und Getränke, aber auch Juwelen, Gewänder, Paläste, Lusthaine und ganze Gefolgschaften von Dienern und Seligen hervorzaubern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der vedischen Mythologie erscheinen drei Göttinnen, die im engeren Sinne mit dem weiblichen Rind in Verbindung gebracht werden. Prithivi war die uralte indische Erdmutter, die anfangs Götter und Menschen aus sich selbst heraus gebar, bis sie nach der arischen Invasion zur schattenhaften Gattin des dann universellen Himmelsvaters Dyaus Pitar verblasste. Zusammen waren sie die kosmischen Eltern der Welt und mehrerer bedeutender vedischer Götter (Devas) wie Ushas, Ratri, Indra, Surya und Agni. Die ältesten Darstellungen zeigen beide als Kuh und Stier bei der geschlechtlichen Vereinigung. Indra tötete schließlich seinen Vater Dyaus, stieg seinerseits dann zum obersten Gott auf und begattete in dieser Funktion als Himmelsstier die Erdkuh, seine Mutter Prithivi. Deren eine Tochter war Ushas, die Göttin der Morgenröte. Sie wurde als liebliche Tänzerin gepriesen und oft mit dem weiblichen Rind verglichen. Wie eine Kuh, die ihren Euter den Menschen darreichte, entblößte Ushas ihre Brüste, um der Welt das tägliche Licht zu bringen. Ihr Bruder und Geliebter war der Sonnengott Surya und ihre Schwester die Nachtgöttin Ratri. Bei Tagesanbruch erschien die Morgenröte als junge Frau auf ihrem Wagen, der von den sieben Wochentagen in Gestalt von Pferden oder Kühen gezogen wurde. Im Vedismus galt Aditi als die Große Mutter, die zwölf Söhne aus sich heraus gebar: die sog. Adityas, die auch die Monate des Sonnenjahres verkörperten. Sie wurde mit der kosmischen Kuh als dem Symbol der mütterlichen Fruchtbarkeit, des natürlichen Überflusses und des unbeschränkten Wachstums gleichgesetzt. Ferner repräsentierte sie den grenzenlosen Himmel, die nährende Erde und die erlösende Schuldvergebung. Einer ihrer Söhne war in den Veden &amp;quot;ein gewisser&amp;quot; Vishnu, der gelegentlich auch als ihr Gatte auftauchte. In den Mythen des späteren Hinduismus stieg dieser zunächst eher unscheinbare Aditya zu einem der wichtigsten Hauptgötter auf, während Aditi völlig verschwand. Stattdessen erschien Lakshmi aus der Milch des kosmischen Ozeans, den die Götter und Dämonen schaumig schlugen, und kam als Lotusblüte auf der Stirn von Vishnu zur Welt. Sie wurde seine Geliebte und dann das Muster der liebreichen, passiven Gattin, die gehorsam alle Wandlungen ihres Partners mitmachte und treu an seiner Seite blieb. Mit dieser Dominanz des männlichen Prinzips durch Vishnu war in Indien der Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat endgültig vollzogen und damit auch die Symbolik der Kuh aus der Literatur weitgehend entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im alten Ägypten können alle wichtigen, bekannten Göttinnen die Gestalt des weiblichen Rindes annehmen. Nut, die Personifikation des Himmelsgewölbes, wurde als Frau oder Schwein, aber auch als Kuh dargestellt, die ihren Sohn, den Sonnengott Re, jeden Morgen als Kalb gebar. Er wuchs dann bis mittags zum Stier heran, der seine Mutter begattete. Am Abend starb er, um am nächsten Tag in aller Frühe als sein eigener Sohn wiedergeboren zu werden. Ähnliches geschah den Sternen, die an Nuts Bauch befestigt waren, aber auch als ihre Kinder aufgefasst wurden, die in ihren Mund eingingen und aus ihrem Schoß wieder hervorkamen. Neith, die Stadtgöttin von Sais, galt als &amp;quot;Gottesmutter, die den Re gebar&amp;quot;, oder als &amp;quot;Kuh, welche die Sonne zur Welt brachte&amp;quot;. Vor allem aber wurde Hathor, die Kultgöttin von Dendera, als weibliches Rind oder als Frau mit einer Krone von mächtigen Hörnern auf dem Kopf vorgestellt. Als Himmelsgöttin war sie die Mutter des Sonnengottes Horus, der Re selbst in seiner falkenköpfigen Gestalt verkörperte und &amp;quot;der Ältere&amp;quot; genannt wurde. Zwischen ihren Kuhhörnern trug sie oft als Ausdruck ihrer Bezogenheit und Verbundenheit die Sonnenscheibe, das Zeichen ihres Lieblings. Außerdem säugte sie als Amme auf Darstellungen auch den kleinen Pharao, der durch ihre Milch unsterblich gemacht werden sollte. In der Nekropole Theben wurde Hathor in Gestalt einer aus dem Berg tretenden Kuh verehrt, die jenseits des Grabes die gerade Gestorbenen stillte. Als Gebieterin über die Unterwelt empfing sie in dieser Erscheinung die ankommenden Toten und gab ihnen Nahrung und Lebenswasser. Ansonsten galt sie nicht nur als Mutter und Gattin der Sonne, sondern auch als Gottheit des Krieges und des Blutrausches in ihrem negativen Aspekt, aber auch als Göttin der Liebe, der weiblichen Schönheit, der Freude, der Musik und des Tanzes von ihrer positiven Seite her. Ebenso wurde sie als Sinnbild der Hoffnung und der Lebenserneuerung sowie als leibhaftige Seele der Bäume angesehen, die unter dem Namen &amp;quot;Herrin der Sykomore&amp;quot; in einem Hain am Ende der Welt wohnte. Isis, die bekannteste ägyptische Gottheit, war als Erdmutter die Personifikation des Landes selbst und als solche Symbol für den Thron des Königs. In dieser Funktion verknüpfte man sie bald mit dem Sonnenkult der Pharaonen und identifizierte sie mehr und mehr mit Hathor, von der sie die Kuhhörner mit der Sonnenscheibe auf dem Kopf übernahm. Ihr Sohn hieß auch Horus, allerdings mit Beinamen wie &amp;quot;der Jüngere&amp;quot;, &amp;quot;das Kind&amp;quot; oder &amp;quot;Isis – Sohn &amp;quot;. Der Kult von Isis verbreitete sich im spätantiken römischen Reich bis weit nach Europa hinein und entwarf dabei das Bild einer rührenden Ehefrau, klagenden Witwe und besorgten Mutter. Jeder ihrer Verhaltensaspekte entsprach ganz den Rollenerwartungen des Patriarchats an die Frau, wobei auch die kosmische Dimension der Kuh nur auf die nährende Funktion des Mütterlichen von Isis in Bezug auf das Horuskind reduziert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der griechischen Mythologie spitzte sich die Tragödie der Demütigung des Weiblichen noch weiter zu. Bei den olympischen Göttern war die Himmelskönigin Hera, die Schwestergattin von Zeus. Ihr Name könnte mit &amp;quot;Dame&amp;quot;, &amp;quot;Herrin&amp;quot;, aber auch &amp;quot;Erde&amp;quot; übersetzt werden und verweist auf ihre umfassende Dimension in der matriarchalen Vorzeit. Homer nannte sie &amp;quot;boopis&amp;quot;, d. h.&amp;quot;kuhäugig&amp;quot;, womit er einen Bezug zu ihrem heiligen Opfertier herstellte. Außerdem war ihr in ihren Orakelstätten eine Schlange zugeordnet, deren schutzbringender und heilkräftiger Geist mit den vitalen Kräften der Erde in Verbindung stand und mit magischen Pflanzen Leben schaffen oder wiederherstellen konnte. So setzte man Hera auch mit der ägyptischen Hathor gleich, die als Himmelskuh und die Welt regierende Urschlange beschrieben wurde. Die Stadt Argos verehrte sie als Göttin des Jochs und hielt in deren Tempel, dem sog.&amp;quot;Heraion&amp;quot;, heilige Herden, die sie ihr weihte und opferte. Die lange Insel Euboia, die Hera gehörte, hieß &amp;quot;die gute Kuhlandschaft&amp;quot;, und bei hochzeitlichen Bräuchen wurde in Städten, auf die sich ihr Kult erstreckte, das Bild der Göttin als Braut gebadet, geschmückt und auf einem von Kühen gezogenen Wagen in festlichem Aufzug zum Brautgemach gefahren. Da die Hörner des Rindes als Symbol der Mondsichel galten, kam zu Heras chthonischer Dimension die lunare Sphäre als Herrschaftsbereich noch hinzu. Auf dem Olymp und auf anderen Bergen war sie die Königin &amp;quot;mit dem goldenen Thron&amp;quot;, und sie wählte den jüngeren Bruder Zeus schon bei seiner Geburt zu ihrem Mann. Kinder konnte sie auch ohne ihn aus sich selbst heraus gebären. Daher suchte sie in ihrer Beziehung nicht Mutterschaft, sondern Erfüllung. Doch sie wurde gleich zu Beginn schon schwer enttäuscht. Als Zeus sie zunächst erfolglos umwarb, verwandelte er sich in einen zerzausten Kuckuck, erregte dadurch in Hera Mitleid und vergewaltigte sie dann in seiner wahren Gestalt, so dass sie ihn heiraten musste, um der Schande zu entgehen. Die Ehe der beiden wurde zum Dauerstreit, der die Auseinandersetzung zwischen dem unterlegenen Matriarchat und dem siegreichen Patriarchat in Griechenland symbolisierte. Hera wollte ihre alte verlorene Bedeutung wiedergewinnen, während Zeus seine noch junge Herrschaft um jeden Preis behaupten musste. In diesem Kampf um die Macht wurde die Göttin immer mehr gedemütigt und abgewertet, so dass sie nicht mehr anders konnte, als sich zu rächen. Dies geschah in Form von Eifersucht und Zornesausbrüchen, die durch die ständigen Seitensprünge ihres Gemahls hervorgerufen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der freundlichen Seite der gnädig waltenden Himmelskönigin standen so wiederholt auch unversöhnlicher Hass und grausame Härte wie in der Verfolgung des Herakles und der Io gegenüber. Der Sage nach war der größte Held Griechenlands der uneheliche Sohn von Zeus, der ihn mit der sterblichen Königin Alkmene in Theben gezeugt und daher wieder einmal die Eifersucht seiner Frau provoziert hatte. Doch legte der Göttervater seinen Sohn der schlafenden Hera an die Brust und ließ ihn bei ihr so kräftig saugen, dass die unfreiwillige Amme erwachte und das fremde Kind empört wegstieß. Dabei verspritzte die Göttermilch über den ganzen Himmel und wurde zur &amp;quot;Milchstraße&amp;quot; im Kosmos. Hier liegt ein Vergleich mit der Himmelskuh Hathor nahe. Jedenfalls machten einige wenige Tropfen aus den göttlichen Brüsten den kleinen &amp;quot;Helden&amp;quot; schon so früh unsterblich. Das Wort &amp;quot;Heros&amp;quot; ist eine direkte Ableitung von &amp;quot;Hera&amp;quot;, und der Name &amp;quot;Herakles&amp;quot; bedeutet &amp;quot;Ruhm der Hera&amp;quot;. Die Göttin als seine Feindin ist nur die patriarchale olympische Version; denn ursprünglich war der Held wohl ihr eigener Sohn, in Argos ihr klassischer Heros und in Kreta der unmittelbare Nachfolger von Zeus im Amt ihres Jahreskönigs, d. h. ihres männlichen Begleiters für ein Jahr. Die berühmten zwölf Arbeiten des Herakles waren letzten Endes Heiratsaufgaben, die ihm die Göttin als Vorbedingung für Königswürde und &amp;quot;Heilige Hochzeit &amp;quot; stellte und in denen er sie verherrlichte. Nach seinem Tod söhnte sich Hera mit ihrem &amp;quot;Ruhm&amp;quot; aus, nahm ihn als Adoptivsohn an, liebte ihn von nun an fast wie Zeus selbst und gab ihm zur Frau ihre unscheinbare Tochter Hebe, die sog.&amp;quot;Jugendblüte&amp;quot;, die als blasse Kopie nur ihre Mutter selbst in ihrem ersten Aspekt als Mädchen - und Frühlingsgöttin &amp;quot;Hera Pais&amp;quot; verkörperte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Opfer der eifersüchtigen Himmelskönigin war Io, die Tochter des Königs Inachos von Argos und ihre eigene Priesterin, in die sich der Göttervater verliebte und die er schließlich vergewaltigte. Um sie vor Hera zu schützen, verwandelte er sie in eine weiße Kuh, die aber auch die Farben &amp;quot;rot – violett &amp;quot; und &amp;quot;schwarz&amp;quot; annehmen konnte und damit die drei Phasen bzw. Dimensionen der Großen Göttin des Matriarchats repräsentierte. Die Gattin von Zeus erbat sich das Tier als Geschenk, ließ es zunächst von einem hundertäugigen Ungeheuer bewachen und verfolgte es schließlich mit ihrem Hass von Griechenland über den Bosporus (&amp;quot;Rinderfurt&amp;quot;) und den Kaukasus bis nach Ägypten, wo Hera den Bitten ihres Mannes nachgab und ihm erlaubte, der Kuh wieder ihre menschliche Gestalt zurückzugeben. Ursprünglich war Io jedoch der Name der alten kretischen Erdmutter in ihrem zweiten Aspekt als Nymphen - und Sommergöttin. Gaia, ihre Tochter Rhea und ihre Enkelin Hera stellten die umfassende Ganzheit dieser archaischen Herrin des Lebens und des Todes dar. Die olympische Himmelskönigin selbst wurde als &amp;quot;Pais&amp;quot; (=&amp;quot;Mädchen&amp;quot;), &amp;quot;Teleia&amp;quot; (=&amp;quot;erfüllte Frau, Gattin&amp;quot;), und &amp;quot;Chera&amp;quot; (=&amp;quot;Witwe&amp;quot;) verehrt. Io und Hera waren also letztlich nur zwei Seiten der gleichen Gottheit, die sich in der Gestalt der Kuh ausdrückte. Der patriarchale Mythos zeigt die Abspaltung der einstigen weiblichen Totalität in einen passiven, zärtlichen, vergewaltigten Anteil und einen aktiven, aggressiven, sadistischen Aspekt, der seine zerstörerische Energie aber letztlich masochistisch gegen sich selbst richtet und nur durch den versöhnenden Eingriff des Männlichen in seiner gebrochenen Identität wiederhergestellt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der germanischen Mythologie gibt es Entwicklungstendenzen zur Abwertung der einst im Matriarchat herrschenden Großen Göttin. In der Sage von der Schöpfung der Welt trat sie zuerst in Gestalt der Urkuh Audhumla (=&amp;quot;die reiche Hornlose&amp;quot;) auf, die aus dem Schmelzwasser der Eisströme des Nordens und der heißen Luft des Südens in der Schlucht Ginnungagap entstand. Aus ihrem Euter gingen vier Milchflüsse hervor, die dem anderen noch existierenden Lebewesen, dem Riesen Ymir, als Nahrung dienten. Audhumla aber leckte am salzigen Eis der Schlucht und erschuf so ungewollt mit der Zeit Buri, den Stammvater der Götter. Die Kuh verkörperte hier die nährende, beschützende Potenz des Weiblich – Mütterlichen und gab in dieser unwirtlichen Landschaft eine Geborgenheit, mit der die beiden Männer aber nichts anfangen konnten. Denn Ymir und Buri vertrugen sich nicht und lieferten sich eine erbitterte Feindschaft, die sich bei ihren Söhnen und Enkeln noch verstärkte. Hier lag die Wurzel für den unerbittlichen Hass, der sich zwischen Göttern und Riesen entwickelte und schließlich zum Entscheidungskampf und zum Untergang der Welt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht des römischen Historikers Tacitus wohnte die alte germanische Erdmutter Nerthus (=&amp;quot;die Unterirdische&amp;quot;) in einem heiligen Hain auf einer Insel des Ozeans. Im Frühjahr fuhr ihr Priester mit ihr auf einem geweihten, von Kühen gezogenen Wagen durch das Land. Während dieser Zeit herrschten Ruhe und Frieden, Freude und Festtage. Dies währte aber nur kurze Zeit. Dann kehrte die Göttin wieder in ihr Heiligtum zurück; ihr Wagen wurde in einem See von Sklaven gewaschen, die anschließend dort ertränkt und damit ihrer Herrin geopfert wurden. Nerthus heißt im Altnordischen Jord, die personifizierte Erde, die seit Urzeiten als Mutter allen Lebens galt. In der patriarchalen Asen-Religion wurde aus ihr die männliche Gottheit Njord (=&amp;quot;Zeugungskraft&amp;quot;) mit den Kindern Freyr (=&amp;quot;Herr&amp;quot;) und Freyja (=&amp;quot;Herrin&amp;quot;). Eine andere Variante von ihr stellte Frigg (=&amp;quot;Geliebte, Gattin&amp;quot;) dar, die dem obersten Gott Odin (=&amp;quot;Dämon&amp;quot;) als Frau zur Seite stand. Wie die griechische Hera war sie für die Ehe zuständig, wachte eifersüchtig über die Treue ihres Mannes und stritt dauernd mit ihm über seine Liebschaften. Das Große Weibliche, das von Anfang an bei den Germanen mit dem Symbol der Kuh in Verbindung stand, wurde in der patriarchalen Deformation entweder vermännlicht oder dem Männlichen untergeordnet, d. h. in beiden Fällen entwertet und entwürdigt. Dieser Befund zeigt sich auf ähnliche Weise auch in den anderen, bisher betrachteten Mythen-Kreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Die tiefenpsychologische Forschung untersucht das Sinnbild der Kuh vor allem am Beispiel der ägyptischen Religion. C. G. Jung sieht etwa dieses Tier als Muttersymbol in der überarbeiteten Fassung seines ersten großen Hauptwerkes &amp;quot;Symbole der Wandlung &amp;quot; von 1952 bei allen möglichen Formen und Abarten der Hathor – Isis und besonders bei dem Nun, dem feuchten Urstoff, der zugleich männlicher und weiblicher Natur ist. Diesem entspricht die Urgöttin Nit oder Neith als &amp;quot;die Kuh, die Alte, welche die Sonne gebar und die Keime der Götter und Menschen legte&amp;quot;.&amp;quot;Nun&amp;quot; bezeichnet auch das neu ankommende Wasser der Nilflut, ebenso im übertragenen Sinne das chaotische Ur-Gewässer und die gebärende Ur-Materie, die durch die Göttin Nunet personifiziert ist. Aus ihr entsprang Nut, die Himmelsgöttin, die als Frau oder Kuh mit besterntem Leib dargestellt wird. Wenn sich der Sonnengott auf dem Rücken der Himmelskuh zurückzieht, geht er in die Mutter zurück, um als Horus wieder zu erstehen. Die Göttin ist am Morgen Mutter, am Mittag Schwestergattin und am Abend wieder Mutter, die den Toten in ihren Schoß aufnimmt. Diese Ausführungen bestätigen Jung in seiner Grundauffassung, wonach die ägyptische Kultur gerade auch im Bild der Kuh mythologisch die Vereinigung des Sohnes mit der Mutter und den Geschwisterinzest betont und damit auf Regression, Triebfixierung und Naturkreislauf ausgerichtet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Neumann behandelt in &amp;quot;Ursprungsgeschichte des Bewusstseins&amp;quot; von 1949 das Thema des weiblichen Rindes zunächst auf der Stufe des Uroboros. Hier ist die nährende Große Mutter mit ihren vielen Brüsten, die auch phallisch – befruchtend verstanden werden können, mehr Zeugerin als Gebärerin. Die Milchgeberin Mutter vermag sogar deswegen väterlichen, zeugend – schöpferischen Charakter anzunehmen und wird am häufigsten durch das Symbol der Kuh ausgedrückt. An anderer Stelle erwähnt Neumann das Tier nochmals, wenn er in Bezug auf die Ambivalenz der Magna Mater den Blick auf Ägypten lenkt, wo die bedeutenden Göttinnen nicht nur nährende, webende, lebenspendende und –erhaltende Mächte sind, sondern auch Wildheit, Blutgier und Verderben repräsentieren. Neith ist einerseits Himmelskuh und Ur-Gebärende, andererseits aber Kriegsgöttin und Wegbahnerin in der Schlacht ebenso wie Richterin im Streit. Auch Hathor tritt als Kuh, Milchgeberin und Mutter der Sonne sowie als Liebes- und Schicksalsgottheit auf. Tanz, Gesang, Klappern, Rasseln und Trommeln gehören zu ihrem Fest und verraten ihr erregend orgiastisches Wesen. Aber sie kann auch im Krieg zur blutdürstig – rauschhaft – wahnsinnigen Zerstörerin der Menschen werden. Auch Isis hat ihren furchtbaren Aspekt. Erst als Horus der Jüngere seine Mutter enthauptet hat, ist ihre schreckliche Seite vernichtet und verwandelt. Jetzt erhält sie vom Weisheitsgott Thot den Kuhkopf, das Symbol der guten Mutter, und wird zur Isis – Hathor, dem weiblich – mütterlichen Ideal und Vorbild der patriarchalen Zeit. Ihre Macht ist an den Sohn Horus und die Pharaonen abgetreten, ihr destruktiver Aspekt wird ins Unbewusste verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Die Große Mutter &amp;quot; von 1956 kommt Neumann innerhalb der Thematik des negativen Elementarcharakters noch einmal auf diesen Zusammenhang zurück. Das Bild des Weiblich – Mütterlichen verbindet immer mit dem Tod und Untergang auf eine hintergründige Weise auch das Leben und die Geburt. Auf einem ägyptischen Papyrus erscheint Ta – Urt, das schwangere Tierungeheuer, das Nilpferd und Krokodil, Löwin und Frau zugleich ist und ebenso tödlich wie schützend wirkt. Hinter ihr streckt grauenhaft-sinnvoll die gute Kuh- und Muttergöttin Hathor, die aber gleichzeitig Krieg, Tod und Verderben bringen kann, ihren Kopf hervor. Beide tragen dieselben Kuhhörner wie Isis, die das Haupt des Horus an sich drückt. Die im Laufe der patriarchalen Entwicklung verdrängte Negativ–Seite des Großen Weiblichen ist heute nur noch als Inhalt der Vorzeit oder des Unbewussten nachzuweisen. Ein letztes Mal nähert sich Neumann dem Kuh–Symbol durch die Einführung von Methyer als kosmischer Personifikation der Ur-Gewässer und von Mehurt als Gebärende des Sonnengottes. Beide sind aber nur spezielle Erscheinungsformen von Hathor, Nut oder Isis, deren Einheit in Wirklichkeit alle weiblichen Gottheiten Ägyptens umfasst. Die Kuh als Urflut und Himmelsozean ist das ursprüngliche und primitive Symbol der Vorzeit und ein echtes Sinnbild weltschöpferischer Mütterlichkeit. Als Tier am westlichen Berg umfasst sie auch die Unterwelt und den Wasserabgrund der Tiefe. In der ägyptischen Mythologie erscheint die obere Kuh als Mutter der Horus–Sonne und die untere als Hathor der Toten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedwig von Beit hat sich in ihrer &amp;quot;Symbolik des Märchens&amp;quot; von 1952 mehrfach zum Thema des weiblichen Rindes geäußert. Die Kuh bedeutet für sie vitale Kraft, das Lebendig - Nährende, einen höchsten Wert für die primitive Kulturstufe, ein Symbol der fruchtbaren, mütterlich spendenden Natur und somit der Erd- und Mutter-Gottheit. In China ist das weiblich - empfangende Yin-Prinzip unter dem Bild dieses Tieres dargestellt als Sinnbild äußerster sanfter Fügsamkeit. Hier ergibt sich eine Parallele zur Baum -Symbolik der Magna Mater. Die Himmelsgöttin und Kuh-Mutter Hathor hieß in Ägypten u. a.&amp;quot;Herrin der Sykomore&amp;quot;, und im indischen Mythos existierte entsprechend der Wunschkuh etwa des Gottes Indra auch ein Wunschbaum, der alle Fantasien Wirklichkeit werden ließ. Das Symbol des weiblichen Rindes erscheint bei den Märchen in der gleichen Bedeutung wie bei den Sagen und hängt hier wie dort eng mit dem Vorstellungskreis der Großen Mutter zusammen. Die Kuh, die den Helden zur Anima –Gestalt führt, ist z. B. ein solches Bild der Magna Mater. Sie tritt besonders dann als Vorstufe der weiblichen Seite des Mannes auf, wenn das Bewusstsein des Menschen wie etwa beim Dümmling noch kindlich – unreif ist. Dieses Tier als ein Symbol für das nährende Wesen des Unbewussten kennt die Lebensquellen, das Land jenseits des Wassers, aus welchem der seelische Reichtum des Einzelnen stammt. Der Held kann zu seinem Ur- und Idealbild, das er verwirklichen muss, nur durch Verbindung mit Kühen werden, weil zur eigentlichen Weisheit auch das Prinzip der Erde, des Weiblichen gehört, das dem ruhelos schweifenden Geist des Mannes Nährboden und Wirklichkeit gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hüten der Mutter-Kuh bedeutet für ein Mädchen im Märchen eine sorgfältige Beachtung des eigenen Unbewussten, im besonderen der eigenen Weiblichkeit. Dieses Tier als Sinnbild der Fügsamkeit hilft der Heldin durch Gehorsam und Geduld, zu sich selbst zu kommen. Indem der Mensch dieses Einfügen und Hinhören, diese freiwillige Abhängigkeit in sich pflegt, erlangt er Klarheit ohne Schärfe und findet seinen Platz in der Welt. Beim Umgang mit der Kuh geht es um eine wissendere Einstellung der Heldin zum Unbewussten und um eine angemessene Reaktion auf dessen dämonische Seite. In den Mythen wurde beim Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat die Symbolik des weiblichen Rindes parallel zur Macht des Großen Mütterlichen entwertet und seine kosmische Potenz auf die bloß nährende und pflegende Funktion reduziert. Doch in den Märchen gewinnt das Verdrängte wieder seine ursprüngliche, umfassende Bedeutung zurück, indem dort die Kuh zum Sinnbild des kollektiven Unbewussten wird, das in dieser Gestalt hilfreich in das Leben der Menschen eingreift, ihnen seine tiefere Weisheit zukommen lässt und so ihre Entwicklung bis zu ihrem inneren wie äußeren Glück fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Schröder, Friedrich&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Kugel</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kugel  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kreis, Selbst  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Runder Körper, bei dem alle Punkte seiner Oberfläche gleich weit vom Mittelpunkt ent…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Kugel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Kreis]], [[Selbst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Runder Körper, bei dem alle Punkte seiner Oberfläche gleich weit vom Mittelpunkt entfernt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Die Kugel ist der ins Dreidimensionale übertragene Kreis und entspricht in Wesentlichen dessen Symbolik. Sie ist jedoch noch vollkommener das Symbol für Vollständigkeit und Ganzheit, für die Seele und die Gesamtheit aller einander aufhebenden Gegensätze. Das Symbol der Kugel bedeutet die Gesamtheit aller Möglichkeiten in der endlichen Welt; die Urform, die die Möglichkeiten aller anderen Formen enthält; das Welten-Ei; die Überwindung von Zeit und Raum; Ewigkeit; die Anima mundi (Platon) und die zyklische Bewegung der Erneuerung; Die Kugel galt im Altertum nicht nur als Bild der Einzelseele, sondern auch der Weltseele und infolgedessen zum Teil auch als Bild der Gottheit. Die als vollkommenste Raumform angesehene Kugel wurde zum Symbol des Universums (Erdkugel), des die Erde als sphaera umschließenden Himmels (Sternenhimmel, Himmelsgewölbe) und des Urmenschen (Platon). In Platons Gastmahl wird die Kugel als die ursprünglich zweigeschlechtliche Form des Menschen vorgestellt, die durch Zeus entzweit wurde, da dieser die Menschen so nah an ihrer Vollkommenheit wähnte und dem ein Ende bereiten wollte. Durch die Halbierung des runden Menschen in zwei Geschlechter setzte er die ewige Sehnsucht nach der anderen Hälfte frei, die nun Grundmotiv der Suche des Menschen nach seiner Ganzheit wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Thron Gottvaters oder Christi versinnbildlicht die Kugel die Herrschaft Christ über die Welt und den Herrschaftsbereich des Glaubens ebenso wie der von Christi in Händen gehaltene Globus oder eine Himmelskugel mit Kreuz. Ab dem 11. Jh. diente die Kugel als Reichsapfel auch Königen und Kaisern als Herrschaftszeichen und Machtsymbol. Die Vorstellung des Firmaments als Kugelschale wird in der Architektur auf Kuppel und Halbbogen übertragen. In der islamischen Symbolik ist die Kugel der Geist, das uranfängliche Licht. In der Alchemie ist die Kugel mit einer Krone der Stein der Weisen und wird bisweilen als der Große König bezeichnet. Das gläserne Gefäß der Alchemisten, das Vas, in dem der Wandlungsprozess der Substanzen angestrebt wurde, war meist kugelförmig. In Verbindung mit der römischen Göttin Fortuna, die auf einer Himmelskugel steht, kann die Kugel zum Hinweis auf die Unsicherheit des irdischen Lebens und auf die Unbeständigkeit des Glücks werden. Sie gilt auch als Attribut des Himmelsgottes Zeus /Jupiter, von Apollon und Kybele. Die gläserne Kugel (Hohlkörper) gilt wie die Seifenblase seit dem Mittelalter als Symbol der Vergänglichkeit. Die massive Glaskugel hingegen als Symbol der Allwissenheit oder deren Vorspiegelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; In Märchen stellt die Kugel auch in Form eines goldenen Balles (Ball) z. B. in KHM &amp;quot;Der Eisenhans&amp;quot; meist Aspekte des Selbst dar, der kostbaren Ganzheit der Persönlichkeit der Heldin oder des Helden, die in Gefahr geraten ist und wieder errungen werden muss. Die Prinzessin im bekannten Märchen &amp;quot;der Froschkönig&amp;quot; (KHM) verliert in der Tiefe des Brunnens ihre goldene Kugel und muss sich, um ihre Ganzheit wieder zu erlangen, eigenen Triebaspekten (symbolisiert im Frosch) annähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plato hat die Kugelgestalt als die vollkommenste erklärt, eine Idee, die im Gedankengut der mittelalterlichen Alchemisten nachwirkte, welche sich bemühten, den runden Stein der Weisen herzustellen (vergl. C. G. Jung &amp;quot;Psych. Alch.&amp;quot;§ 125 u. Fußnote 2, 444) Das Runde ist nach Platos &amp;quot;Timaios&amp;quot; ein Bild der Seele. Seit alter Zeit ist die Kugel ein Symbol für Vollständigkeit und Ganzheit, für die Seele und die Gesamtheit aller einander aufhebenden Gegensätze. Die Kugel und kugelförmige Gebilde stellen eine psychische Dynamik dar, die sich auf ein gemeinsames Zentrum hin orientiert und Aspekte des Selbst symbolisiert. In der Traumsprache wie auch in symbolischen Darstellungen kann sich das Streben der Psyche nach einer Vereinigung von Gegensätzen im Leben und nach Herstellung des psychischen Gleichgewichts im Symbol der Kugel ausdrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Kuptz-Klimpel, Annette&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Kuckuck</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kuckuck  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Brüten, Heimat, Nest  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Weit verbreiteter, besonders in Wäldern lebender Vogel mit braungrauem …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Kuckuck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Brüten]], [[Heimat]], [[Nest]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Weit verbreiteter, besonders in Wäldern lebender Vogel mit braungrauem Gefieder, einem leicht gekrümmten Schnabel u. langem Schwanz, der seine Eier zum Ausbrüten in Nester von Singvögeln legt. Von den weltweit 130 Arten der Familie der Kuckucke (Cuculidae) betreiben 51 diese Form des Brutparasitismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Einer der bekanntesten Namen unter den Vögeln dürfte der Kuckuck sein. Sein Ruf aus dem Wald, aus der Heide oder aus den Dünen im Frühling ist unverkennbar und selbst für ein Kind zuzuordnen. Doch dürften die meisten Menschen den scheuen Vogel noch nie oder sehr selten gesehen haben. Neben seinem eindrucksvollen Ruf ist auch sein Verhalten außergewöhnlich unter den Vögeln. Er baut kein eigenes Nest. Im Frühjahr aus Afrika kommend sichern sich zunächst die Männchen ein festes Revier und bewachen es eifersüchtig. 2 Wochen später kommen die Weibchen. Eine Vogelehe wird nicht eingegangen, das Weibchen ist während der Paarungszeit stets unterwegs. Ebenso während der Zeit des Eierlegens. Jetzt ist das Weibchen auf der Suche nach geeigneten Gasteltern. Dies geschieht allerdings äußerst sorgfältig und beileibe nicht wahllos. Denn jedes Weibchen ist, je nach Landschaft, in der es selbst ausgeschlüpft ist, auf eine Vogelart festgelegt, beispielsweise auf die Bachstelze, auf das Rotkehlchen, auf Heckenbraunellen oder Teichrohrsänger u. a. Sie beobachten die &amp;quot;Pflegeeltern&amp;quot; schon beim Nestbau und legen, wenn die Vogelmutter bereits brütet in einem unbewachten Augenblick (meist um die Mittagszeit) blitzschnell in das fremde Nest ein eigenes Ei, werfen ein vorhandenes hinaus oder trinken es aus. Hinterher wird das Nest noch so lange beobachtet, bis sich die Kuckucks-Mutter sicher ist, dass das Ei bebrütet wird. Eine Sorgfalt, dass alles seine Richtigkeit mit der Nachkommenschaft haben soll ist unverkennbar. Die Kuckucksweibchen legen jährlich ca. 20 Eier, jedes in ein anderes Nest. Von daher haben sie in kürzester Zeit sehr viel zu tun. Die Brutdauer von Kuckuckseiern ist sehr kurz, deshalb wird ein Nest ausgesucht, das bereits bebrütet wird. Doch schlüpft häufig das Kuckucksjunge früher als seine Stiefgeschwister aus. Nach 10-12 Stunden Lebenszeit beginnt das Kuckucksjunge, das &amp;quot;Nest&amp;quot; zu räumen, indem es seine Stiefgeschwister aus dem Nest wirft, bis es alleine ist. Die Zieheltern stopfen in den kleinen Herbergsgast alles hinein, was sie nur finden können, um dessen unbändigen Hunger zu stillen. Oft helfen sogar noch Nachbarvögel mit. Nach 3 Wochen verlässt dann das Kuckucksjunge das Nest. Einige Wochen nach den Altkuckucken, die Ende Juli/Anfang August wieder nach Afrika fliegen, machen sich die Jungkuckucke allein auf den Weg und erreichen ihr transkontinentales Ziel, fast ausschließlich nachts fliegend, allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Einer der bekanntesten Namen unter den Vögeln dürfte der Kuckuck sein. Sein Ruf aus dem Wald, aus der Heide oder aus den Dünen im Frühling ist unverkennbar und selbst für ein Kind zuzuordnen. Doch dürften die meisten Menschen den scheuen Vogel noch nie oder sehr selten gesehen haben. Neben seinem eindrucksvollen Ruf ist auch sein Verhalten außergewöhnlich unter den Vögeln. Er baut kein eigenes Nest. Im Frühjahr aus Afrika kommend sichern sich zunächst die Männchen ein festes Revier und bewachen es eifersüchtig. 2 Wochen später kommen die Weibchen. Eine Vogelehe wird nicht eingegangen, das Weibchen ist während der Paarungszeit stets unterwegs. Ebenso während der Zeit des Eierlegens. Jetzt ist das Weibchen auf der Suche nach geeigneten Gasteltern. Dies geschieht allerdings äußerst sorgfältig und beileibe nicht wahllos. Denn jedes Weibchen ist, je nach Landschaft, in der es selbst ausgeschlüpft ist, auf eine Vogelart festgelegt, beispielsweise auf die Bachstelze, auf das Rotkehlchen, auf Heckenbraunellen oder Teichrohrsänger u. a. Sie beobachten die &amp;quot;Pflegeeltern&amp;quot; schon beim Nestbau und legen, wenn die Vogelmutter bereits brütet in einem unbewachten Augenblick (meist um die Mittagszeit) blitzschnell in das fremde Nest ein eigenes Ei, werfen ein vorhandenes hinaus oder trinken es aus. Hinterher wird das Nest noch so lange beobachtet, bis sich die Kuckucks-Mutter sicher ist, dass das Ei bebrütet wird. Eine Sorgfalt, dass alles seine Richtigkeit mit der Nachkommenschaft haben soll ist unverkennbar. Die Kuckucksweibchen legen jährlich ca. 20 Eier, jedes in ein anderes Nest. Von daher haben sie in kürzester Zeit sehr viel zu tun. Die Brutdauer von Kuckuckseiern ist sehr kurz, deshalb wird ein Nest ausgesucht, das bereits bebrütet wird. Doch schlüpft häufig das Kuckucksjunge früher als seine Stiefgeschwister aus. Nach 10-12 Stunden Lebenszeit beginnt das Kuckucksjunge, das &amp;quot;Nest&amp;quot; zu räumen, indem es seine Stiefgeschwister aus dem Nest wirft, bis es alleine ist. Die Zieheltern stopfen in den kleinen Herbergsgast alles hinein, was sie nur finden können, um dessen unbändigen Hunger zu stillen. Oft helfen sogar noch Nachbarvögel mit. Nach 3 Wochen verlässt dann das Kuckucksjunge das Nest. Einige Wochen nach den Altkuckucken, die Ende Juli/Anfang August wieder nach Afrika fliegen, machen sich die Jungkuckucke allein auf den Weg und erreichen ihr transkontinentales Ziel, fast ausschließlich nachts fliegend, allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Laitenberger, Diethild&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Kröte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kröte  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Frosch, Gift, Vergiften Erde, Anima  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kröten gehören zur Gattung der Froschlurche ([[Frosch…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Kröte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Frosch]], [[Gift]], Vergiften [[Erde]], [[Anima]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Kröten gehören zur Gattung der Froschlurche ([[Frosch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Im Allgemeinen sind Kröten Bodenbewohner, selten leben sie auf Bäumen oder im Wasser. Die meisten Arten suchen das Wasser nur zur Fortpflanzung auf und legen dort ihre Eier als Laichschnüre ab. Sie ernähren sich von Würmern, Insekten und deren Larven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kröten haben ein zahnloses Maul und ihre Pupillen stehen horizontal. Die Haut ist häufig mit warzigen Drüsen versehen, in der Ohrregion kommen oft verdickte Drüsenfelder vor. Das Hautsekret ist häufig giftig und kann von einigen Arten (z. B. Agakröten) mehrere Zentimeter weit aus den Ohrdrüsen herausgespritzt werden ([[Gift]]). Kröten haben relativ kurze Beine, springen kaum, können jedoch meist gut graben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Während mit dem Frosch in der Mythologie eher männliche Aspekte verbunden werden, gehört die Kröte in ihrer ambivalenten Symbolik zum Bereich der Erdmutter und den alten Muttergöttinnen, die Macht über Leben und Tod besitzen. Als Tier aus dem Sumpf, der Erde und der Dunkelheit wird die Kröte einerseits mit dem keimenden, feuchten, unbewussten Leben in Verbindung gebracht und andererseits mit Aspekten der Fruchtbarkeit. Sie galt als Helferin bei Geburten (Ähnlichkeit mit Gebärmutter), als Schatzhüterin und guter Hausgeist. Andererseits galt sie in Zusammenhang mit ihren Giftwarzen und ihrem alles verschlingenden Maul als Hexentier, als negativer Aspekt des Weiblich/ Mütterlichen. Kröten wurden außer für Hexerei und Magie auch für Liebeszauber und aphrodisierende Getränke verwandt. Kröte und Frosch sind Tiere des Übergangs wegen der vielen Wandlungsstufen (Ei, Larve, Kaulquappe bis zum fertigen Tier) die sie durchmachen, auch Symbole der Wandlung. In China wird die Kröte vorwiegend mit dem Prinzip Yin, mit dem Mond, mit Fruchtbarkeit und Reichtum verbunden, in anderen Kulturen wird der Frosch mit Regen und Regenzauber in Verbindung gesetzt. In Ägypten galt die Kröte als Totentier. Bei den Maya in Mexiko wurde die alles verschlingende und gebärende Erdgöttin in großen, krötenförmigen Denkmälern verehrt. Im mexikanischen Sprachgebrauch bedeutet das Wort für Kröte &amp;quot;much&amp;quot; dasselbe wie für Gebärmutter. In der Kunst des Mittelalters erscheint die Kröte sowohl bei Todesdarstellungen wie auch im Zusammenhang mit den Lastern Wollust und Geiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Kröte schlucken&amp;quot;, heißt etwas Unangenehmes hinnehmen. In bayerischen Wallfahrtsorten wurden bei Frauenleiden und vor Geburten als Votivgaben krötenförmige Gebilde benutzt. Im Märchen &amp;quot;Die drei Federn &amp;quot; (KHM 63), trifft der Dummling beim Abstieg über eine Treppe ([[Regression]]) im Erdreich auf eine dicke Kröte (Aspekte der großen Mutter), umgeben von einem Kreis kleiner Kröten (Kreis als Selbstsymbol, Kröten als Animaaspekte), die ihm aus einer Schachtel begehrte Wunderdinge schenkt. Durch diese Begegnung entstehen für ihn neue Lebensmöglichkeiten. In einer hessischen Fassung des Märchens fordert eine Kröte den Dummling auf, mit ihm ins Wasser zu springen, wodurch die Kröte wieder menschliche Gestalt annimmt und der Dummling plötzlich eine schöne Frau in den Armen hält. Im Märchen &amp;quot;Die Nixe im Teich &amp;quot; (KHM 181) werden Heldin und Held durch die Hilfe einer weisen Alten in Kröte und Frosch verwandelt, was den triebhaft/ sexuellen Charakter ihrer Beziehung betonen könnte als einer Übergangsphase auf ihrer Suchwanderung. In Grimms &amp;quot;Märchen von der Unke&amp;quot; (KHM 105) schenkt eine Unke (verkörpert vermutlich das Selbst des Kindes), mit der ein Kind seinen Brei teilt, ihm zum Dank goldene Spielsachen (was vermutlich den Reichtum des kindlichen Fantasielebens darstellt), wird aber von einer verständnislosen Mutter getötet, was den Tod des Kindes nach sich zieht. Eine Kröte, die bei jedem Wort aus dem Mund springt, kann aber auch eine Form der Bestrafung durch Erdgeister sein wie im Märchen &amp;quot;Die drei Männlein im Walde&amp;quot; (KHM 13). Dies widerfährt der Stiefschwester im Gegensatz zur Heldin, der zur Belohnung bei jedem Wort ein Goldstück aus dem Mund heraus fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kröte mit ihrer polaren Symbolik, einerseits als Tier der Erdmutter, das Fruchtbarkeit und Wachstum (Schwangerschaft) ermöglicht, anderseits als Hexentier, das mit Gift, Vergiften und Tod verbunden wird, ist wie alle Tiere, die in Zusammenhang mit der großen Mutter stehen, ein Orakeltier und gehört zum Archetyp des Mütterlich/ Weiblichen. Kröten stehen in enger symbolischer Verbindung zur Erde, dem Sumpf und dem Wasser, in das Kröten ihre Eier ablegen. Zusammen mit dem Frosch, der eher männliche Aspekte verkörpert ist sie ein Symbol der Wandlung. In der Alchemie bedeutete die Kröte den erdig/wässrigen Anteil, der dunkle, aber fruchtbare Bodensatz, der für die Läuterung bestimmten Ur-Materie, der mit dem flüchtigen Anteil verbunden werden sollte. Die auf der Erde kriechende Kröte und der in der Luft fliegende Adler machen das große Werk aus: &amp;quot;Vereinige die Kröte der Erde mit dem fliegenden Adler und du wirst in unserer Kunst die Meisterschaft sehen&amp;quot;. Verstanden werden können damit gegeneinander strebende Tendenzen des Menschen, wie z. B. Autonomie und Symbiose, Dynamisches und Statisches, Geistiges und Körperliches, die miteinander verbunden werden müssen, damit Ganzheit realisiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Kuptz-Klimpel, Annette&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Krönung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Krönung  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; König, Krone, Sonne, Logos  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Feierliche Einsetzung des Herrschers oder Herrscherin ([[Kön…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Krönung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[König]], [[Krone]], [[Sonne]], [[Logos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Feierliche Einsetzung des Herrschers oder Herrscherin ([[König]]) durch Aufsetzen der Krone, meist unter Verwendung der Krönungsinsignien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Die Krönung war bei allen europäischen Völkern ein sakraler Akt, dessen symbolischer Charakter neben einzelnen bedeutungsträchtigen Zeremonien darin bestand, den bereits vollzogenen Herrschaftsantritt zu bestätigen. Stammesfürsten und Könige galten als mit besonderer Macht erfüllt; von ihnen galt das Schicksal des ganzen Volkes abhängig. Die Herrscher der alten Hochkulturen ließen sich als göttliche oder gottgesandte Wesen verehren; besonders oft wurde das Sohnschaftsverhältnis zur Gottheit betont. Mehrere Kaiser - wie Diokletian, der sich selbst dominus et deus bezeichnete - ließen sich schon zu Lebzeiten als Gott verehren. In der byzantinischen Zeit wandelte sich die Auffassung vom Gottkaiser in die des Kaisers von Gottes Gnaden, und der Herrscherkult wurde zum Hofzeremoniell. Durch ihre Beteiligung an Krönung und Salbung sanktionierte die Kirche die Heiligkeit des Herrschers; in der Kunst wird öfters dargestellt, wie die Krönung durch Christus selbst vollzogen wird. Im Mittelalter glaubte man, dass der Herrscher beim Krönungsakt übernatürlicher Kräfte teilhaftig werde (so die Gabe der Krankenheilung). Die aus vorchristlicher Zeit übernommenen Herrschersymbole wurden in christlichem Sinne interpretiert, die Krone galt als Lehen Christi. Die oft mit dem Monarchen verbundene solare Symbolik ist Ausdruck der ihm zuerkannten, das Irdische überragenden Stellung. Der Pharao, der Inkaherrscher und der Tenno (Japan. Kaiser) leiteten ihre Herkunft von der Sonnengottheit ab. Die hethitischen Könige führten die Selbstbezeichnung &amp;quot;Meine Sonne &amp;quot;. Der Großkönig des eurasischen Steppenvolkes der Chasaren (7-9. Jh. ) führte die Sonnenscheibe als Abzeichen. Der abendländische Kaiser wurde im Mittelalter mit der Sonne, die anderen Herrscher mit den Sternen verglichen. Ludwig XIV bezeichnete sich als Sonne seines Volkes (dem roi-soleil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; In Märchen ist das Erlangen der Königswürde ein zentrales Motiv. Am Ende der Suchwanderung, nachdem der Held oder Dummling vielfältige Aufgaben oder Rätsel gelöst hat, und /oder die Liebe der Königstochter gewonnen, bedeutet das &amp;quot;König-werden&amp;quot;, das Ziel der angestrebten Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychologisch kann das König -werden als Ziel der Ich-Entwicklung verstanden werden, was mit Bewusstwerdung jedoch auch mit Annäherung an die Ganzheit (Aspekte des Selbst) verbunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sandkasten stellt ein 6 jähriger Junge mit einer Schlumpf-Figur diesen Vorgang dar, den er in matschigen Sand bettet: &amp;quot;Der König schläft. Da schläft der König in der Matsche, da hat er alles, was er braucht. Heut war ein anstrengender Tag für den König, denn heute ist er König geworden&amp;quot;. Im Bild des Königs zeigt sich das sich entwickelnde Ich. Der Akt des König -werdens, verstanden als Entwicklung des Ich-Bewusstseins aus dem Unbewussten, ist jedoch so anstrengend, das Ich des Kindes noch so schwach, dass das Ich-Bewusstsein im Sinne einer Regression ins Unbewusste zurück sinkt. Schlaf und Regression haben jedoch regenerierende Wirkung, so dass Kräfte aus dem Unbewussten geschöpft werden können, die eine Weiterentwicklung im Sinne einer Progression möglich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Kuptz-Klimpel, Annette&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Krone</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Krone  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; König, Krönung, Kopfbedeckung, Logos  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Auf dem Kopf getragener breiter, oft mit Edelsteinen …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Krone&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[König]], [[Krönung]], [[Kopfbedeckung]], [[Logos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Auf dem Kopf getragener breiter, oft mit Edelsteinen verzierter goldener Reif mit Zacken, der als Zeichen der Macht und Würde eines Herrschers bzw. einer Herrscherin gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Die Krone ist Ausdruck der herrschaftlichen Würde, der Macht und der Weihe. Da sie auf dem Kopf getragen wird, hat sie eine die Person überhöhende, ins transzendente weisende Bedeutung. Der Träger wird dadurch als übermenschliches, mit der höheren/ geistigen Welt verbundenes Wesen legitimiert. Kopfaufsätze in Form von Federkronen, oder Hörnermasken kommen schon bei Völkern mit schriftloser Kultur vor, reifartige Kronen sind hingegen Symbole des Königtums. Die ringartige Struktur nimmt den Symbolgehalt des Kreises ([[Kreis]], [[Ring]]) wie Vollkommenheit und Unendlichkeit auf. Die strahlenförmigen Zacken erinnern an die Strahlen der Sonne und verkörpern geistige Energie und Macht. Gekrönte Herrscher können meist als Repräsentanten eines patriarchalisch-solaren Weltbildes aufgefasst werden. Die Krone ist jedoch auch ein Attribut von Sonnengöttern und stellt deren Sonnenscheibe dar. In den wertvollen Materialien (Gold oder Silber, verziert mit Edelsteinen), aus denen die Krone hergestellt sind, spiegelt sich Ansehen, Reichtum und Einfluss der Gekrönten wieder. Die Krone bildete den Kopfschmuck mehrerer ägyptischer Gottheiten (Amun, Horus, Osiris); die Doppelkrone der Pharaonen galt als Verkörperung der königlichen Schutzgöttin, die in dieser Gestalt über das Wohl von Herrscher und Reich wachten. Die Götter - u. Königskronen wurden von den Ägyptern wie mächtige, zauberische Wesenheiten geachtet, denen ein eigener Kult und Lieder geweiht waren. Fantastisch gestaltete Kronen wiesen die Priesterfürsten der Maya in Yucatán auf. Im Buddhismus und Hinduismus wie im Islam gilt die Krone (gelegentl. mit der Lotosblüte in Verbindung gebracht) als Zeichen der Erhebung des Geistes über den Körper. In der Yoga-Philosophie deutet das Kronen-Chakra auf eine hohe Bewusstseinsebene hin. Im Judentum ist die diademartige Goldkrone Zeichen hohepriesterlicher Würde. Christus ist mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt. In der Bibel wird mehrfach von der &amp;quot;Krone des Lebens&amp;quot;, der &amp;quot;Krone der Gerechtigkeit&amp;quot; gesprochen, was das Versprechen des ewigen Lebens beinhaltet. Gekrönte Frauengestalten symbolisieren die theologischen Tugenden Glaube und Hoffnung, die Kardinaltugend der Gerechtigkeit, auch die Beharrlichkeit, ferner die Kirche, die Philosophie und die Synagoge. Symbolkundlich verwandt sind im Abendland Braut- und Totenkronen, die auf den Übergang in einen neuen Daseinszustand hinweisen. Eine Krone bzw. Kranz aus Immergrün bedeutet Leben; Unsterblichkeit; Sieg, eine Krone zu Füßen heißt Verzicht auf Königswürde. Eine mit Türmchen versehene Krone steht für mit Türmen versehene Stadtmauern und wird oft von Großen Müttern (z. B. Stadtgöttinnen) getragen. Die Dornenkrone, die, als eine Parodie auf den Rosenkranz des römischen Imperators, Christus aufs Haupt gesetzt wurde, verkörpert Passion und Märtyrertum und ist auch ein Attribut etlicher Heiligen. Maria trägt als Himmelskönigin häufig eine Krone aus Sternen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das setzt der Sache die Krone auf&amp;quot; - bedeutet, das ist eine Frechheit, Gemeinheit, das ist das letzte, was geschehen konnte, was geduldet werden darf. Die deutsche Redensart könnte auch aus der Sprache der Bauleute oder Zimmerer stammen, die eine Krone als &amp;quot;Richtkrone&amp;quot; und höchsten Schmuck auf den Dachfirst des Hauses setzen, wenn der Rohbau beendet worden ist und dies gefeiert werden soll.&amp;quot;Jemanden die Krone abnehmen /rauben&amp;quot; bedeutet jemanden seines Ansehens, seiner Stellung berauben, ihn demütigen.&amp;quot;Das bricht dir keinen Zacken aus der Krone&amp;quot; oder &amp;quot;Brich dir nur keinen Zacken (aus der Krone) /ab, bedeutet &amp;quot;damit vergibst Du dir nichts, das ist nicht unter deiner Würde&amp;quot;, &amp;quot;Er ist wie die Perle in der Krone&amp;quot;- er hat eine bevorzugte Stellung.&amp;quot;Sich in die Krone legen&amp;quot;, meint sich lebhaft zu verteidigen. Die goldene Krone gehört in Märchen als Zeichen ihrer Würde zu König und Königin. Im Märchen geht es häufig darum, eine verloren gegangene Krone wieder zu finden. In &amp;quot;Die beiden Wanderer&amp;quot; (Grimm KHM 107) kann der Schneider diese schier unlösbare Aufgabe lösen, indem er durch die Hilfe von Enten die Krone in der Tiefe eines Teiches finden und bergen kann, was verstanden werden kann als höchster Wert, als innere Ganzheit, die im Unbewussten zu finden ist. Die Krone der Schlange zu erhalten bedeutet in Märchen meist eine höhere Form der Bewusstwerdung (&amp;quot;Die beiden neidischen Schwestern&amp;quot;, Zigeuner Märchen Nr. 24 in Beit Bd. II S. 247) aber auch den Zugang zu Wohlstand, ([[Reichtum]]) Ausbildung positiver Charaktereigenschaften und Glück (&amp;quot;Das Natterkrönlein&amp;quot;, Bechstein Bd. 2, S. 484 f. ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krone als Rangabzeichen eines Herrschers oder Herrscherin, symbolisiert mit ihrer Nähe zu Kreis und Sonne den höchsten Wert, die innere Ganzheit (Aspekte des Selbst) und Zugang zu Transzendenz und Geistigkeit ihres Trägers, ist von daher dem Symbolkreis des Logos zuzuordnen. Da sie meist aus kostbaren, glänzenden Materialien hergestellt ist, stellt sie den Nimbus oder Heiligenschein dar, der die besondere Person umgibt und repräsentiert deren Würde, Macht und Ehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Kuptz-Klimpel, Annette&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Krokodil</title>
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		<updated>2011-11-10T09:44:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Krokodil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Aggression]], [[Drache]], [[Chaos]], [[Feuer]], [[Schlange]], [[Wasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Die Panzerechse wird in drei Familien aufgeteilt (Alligatoren, Echte Krokodile und Gaviale), mit acht Gattungen und 21 Arten. Krokodile sind überwiegend Süßwasserbewohner der Tropen und Subtropen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; In der ägyptischen Mythologie gehörte das Krokodil zur Unterwelt, es galt als aus dem Wasser geboren und wurde gleichzeitig als mächtige, chtonische und sonnenhafte Gottheit mit Namen Sobek (im griech. Suchos) verehrt. Daher bedeutete es für manche Menschen im alten Ägypten als größte Ehre, in den Nil zu fallen und Nahrung für ein Krokodil zu werden. In der Bibel wird mit Leviathan, dem mythische kanaanäischen Meeresungeheuer, der an einen Drachen erinnert, das urzeitliche Chaos symbolisiert. So ist im Mittelalter das Krokodil mit seinem großen Maul Symbol des Höllenschlundes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Mythen Altmexikos ist das Krokodil ein Symbol – neben der Schildkröte – der urzeitlichen Erde. Es wird dort als mythisches Erdtier gesehen, überhaupt sahen einige Indianerstämme das Krokodil, das im Urmeer lebt, als den Schöpfer der Welt, anderen galt es als Tier, das die gesamte Welt auf seinem Rücken trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung für die bekannte sprichwörtliche Redewendung von den Krokodilstränen bezieht sich offenbar auf die im Volksglauben dem Krokodil zugeschriebene Heuchelei, als es einen Menschen fraß und dabei heuchelnd große Tränen vergoss (Schöne, A. 1964, S. 69-71).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Symbolisch ist es aufgrund seiner Nähe zum Drachen den Naturkräften des Wassers und des Feuers zuzuordnen. In Zaubermärchen, vor allem in philippinischen, in ost - und westafrikanischen sowie in sudanesischen Variationen, sind sie oft hilfreich. In der Funktion des Mittlers zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt erscheinen sie z. B. als Fährmann und geleiten die Seelenreise ins Jenseits.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreich sind die Motive von der Verwandlung von Menschen in Krokodile, z. B. bei den Aborigines und in Südamerika, wonach sich der Mensch nach seinem Tod zu einem Krokodil zurückverwandeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt gilt das Krokodil als ein gefährliches Ur- und Untier, das den Menschen in sicherer Distanz hält und dennoch einen stark anziehenden Reiz ausübt. Tiefenpsychologisch gehört es von daher zum symbolischen Assoziationsfeld des Drachens und rührt damit in uns Urkräfte an, die nach Aeppli allerdings &amp;quot;ein negatives Symbol unserer innern Energien (darstellen), einer dumpfen, bösen Lebenseinstellung in der Tiefe des kollektiven Unbewussten ( [...] ) Nur für den, der sich mit den psychischen Gewalten auseinandersetzt, verläuft auf der individuellen Ebene der Drachenkampf des Lebens meist siegreich. Dann wird ein Teil der Kräfte ( [...] ) des Unbewussten vom Menschen erobert (und) steht ihm zu einer bedeutenden schöpferischen Lebensbewältigung zur Verfügung.&amp;quot; (Aeppli, E. 1984, S. 390)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Kampf nahm z. B. eine 39jährige Frau auf, die zu Beginn ihrer Analyse geträumt hatte, dass sie in einem Schuppen ein grünes Krokodil eingesperrt hatte, dessen verschlingendes Maul sie in Todesangst versetzte. Im Laufe einer mehrjährigen Analyse konnte sie die vegetativen und aggressiven Kräfte, die im Symbol des Krokodils in ihr wirksam wurden, freisetzen, die zuvor in ihrem Leben eingesperrt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Henzler, Christa&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Krippe</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Krippe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Korb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Krippe mhd. krippe, ahd. krippa, eigtl. = Flechtwerk, Geflochtenes. Meistens aus Holz gefertigte Konstruktion, aus der Haus -, Nutz- und Wildtiere vorwiegend Heu zu sich nehmen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; In der Symbolik ist die Krippe der Ort, in dem Jesus, das göttliche Kind, zu finden ist. Das Lukasevangelium erzählt, dass Maria und Josef keine Herberge fanden in Betlehem und daher ihr neugeborenes Kind in Windeln wickelte und in eine Krippe legte (Lukas 2, 6f). In Wirklichkeit war die Unterkunft wahrscheinlich eine Höhle bei Betlehem, die von Hirten genutzt wurde, um bei Unwetter ihr Vieh unterzustellen, und die Krippe nicht aus Holz, sondern wahrscheinlich eine Höhlung in der Felswand. Auf zahlreichen Gemälden aber wird eine Holzkrippe dargestellt. Diese Geburt im Stall gilt als Zeichen der Armut und niedrigen Herkunft des Kindes, sie wird durch die Botschaft der Engel an die Hirten von Betlehem als Zeichen für die reale Geburt des Christus genannt (Lukas 2, 12). Auf Geburtsgemälden erscheinen neben Maria und Josef die Engel, die Hirten, ein Ochse und ein Esel, darüber ein Stern. Die Tiere erinnern an ein Wort des Propheten Jesaja: &amp;quot;Der Ochse kennt seinen Meister, und der Esel die Krippe seines Herrn&amp;quot; (Jes 1, 3). Da das Christentum in Westeuropa unter Analphabeten verbreitet wurde, war die bildliche Darstellung biblischer Geschichten, ursprünglich auf Reliefs und Kapitellen ein wesentlicher Teil der Mission. Einen besonderen Impuls hat Franz von Assisi gegeben, der die Krippe in der Form erfand, wie sie heute weit verbreitet ist: Frei stehende Figuren, das Kind in der Krippe, Maria und Josef, Ochse und Esel, Engel und anbetende Hirten samt ihren Schafen, darüber der Stern. Dazu treten meistens noch die drei Weisen aus dem Morgenland, deren exotischer Reiz durch prächtige orientalische Gewänder und ihre Kamele hervorgehoben wird. Dieses Ensemble gehört in Tausenden von Varianten zu den Weihnachtsbräuchen; Krippen stehen in Kirchen und Privathäusern. Schon im Mittelalter und bis heute treten dazu Krippenspiele, in denen die Weihnachtsgeschichte des Lukas (Lukas 2) und die von den Weisen aus dem Morgenland (Mattäus 2) nachgespielt, phantasievoll ausgestaltet und mit Musik und Liedern begleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Frömmigkeitsgeschichte ist die Krippe vor allem Symbol für die Inkarnation Gottes in Gestalt eines Kindes. Dieses Symbol wird unterstrichen durch die Verehrung Marias als Gottesgebärerin und jungfräuliche Mutter. Der Stern und die Verehrung des Kindes durch die Weisen aus dem Morgenland deutet auf die Heilsbedeutung dieser Geburt für alle Völker hin. In den letzten Jahrzehnten wurde oft hervorgehoben, dass über der Krippe bereits das Kreuz aufscheint als Hinweis auf den Leidensweg des Christus auf Erden. Schon seine Geburt im Stall und seine anschließende Flucht nach Ägypten weisen auf das solidarische Mitleiden Gottes in Christus und sein Erlösungswerk hin. Die Weihnachtsgeschichte des Lukas kann aber auch als Erzählung von einer neuen Schöpfung gedeutet werden. Dies wird an den Krippendarstellungen anschaulich, die Irdisch-Leibliches (Kind, Mutter, Höhle, Tiere) und Himmlisches (Stern und Engel) gemeinsam zeigen, verbunden durch dies eine Geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz Tausender von Krippendarstellungen, die auch von der Werbung genutzt werden, wird die Weihnachtsgeschichte des Lukas mit der wunderbaren Geburt Jesu und die ihr entlehnte Krippe samt ihrer Deutung kaum noch ernst genommen. Die historisch-kritische Exegese hat Zweifel angemeldet an der historischen Zuverlässigkeit der Erzählung. Die Geschichte bei Lukas sei eher Deutung der Inkarnation und Hervorhebung der Bedeutung Jesu. Von zahlreichen Persönlichkeiten waren mythische Erzählungen von ihrer besonderen Geburt in der Antike verbreitet. Auch sie erzählen von der Geburt des göttlichen Kindes in einer Höhle, so etwa der von Mithras. Die Kritik am Verständnis der Jungfrauengeburt trägt außerdem zur Distanz bei. Viele klagen eher über die Ausbeutung der Krippenfiguren durch die Werbung. In den Kirchen sind sie aber nach wie vor verbreitet. Sie werden heute zum Anlass genommen, um für arme Kinder in aller Welt Spenden zu sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Es gibt wohl kaum ein bekannteres Bild der Kontemplation als das der Krippe. Da die meisten es von Kind auf kennen, verbindet es sich mit ebenso schönen wie schmerzhaften Kindheitserinnerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krippe und Krippenspiele gehören zu den volkstümlichen Bräuchen, die zahlreichen einfachen Handwerkern und Künstlern, Schriftstellern, Sängern, Musikern und Kindern bis heute Motiv und Anlass für eigene kreative Gestaltungen geben. Für Kinder ist die Mitwirkung bei einem Krippenspiel oft ein beglückende Erlebnis, das ein Leben lang nachwirkt. Auch wenn die Krippe zu einer Märchenwelt zu gehören scheint, hat sie doch bis in die Gegenwart ihren Zauber bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vergleichende Religionswissenschaft zeigt, dass der Mythos von der Geburt eines göttlichen Kindes weit verbreitet ist. Insbesondere das Interesse an indischen und buddhistischen Mythen, die von den Avatara erzählen, bringt auch ein neues Verständnis für die Christgeburt. Die These, die bereits im Mittelalter vertreten wurde: &amp;quot;Gott wurde Mensch, damit wir Götter würden&amp;quot; wird auf neue, wenn auch nicht kirchlich-christliche Weise aufgenommen. Auch die verbreitete Vorstellung von der Reinkarnation, die sich ausdrücklich gegen die christliche Lehre richtet, wirft ein neues Licht auf die Krippe. Das Symbol kann daher heute aus sehr verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Das Bild von der Krippe sagt, dass Geistig -Göttliches in Menschengestalt erscheint, was eine Hervorhebung des Menschen im Gesamt der Schöpfung bedeutet. Der Geist hat die Tendenz herabzusteigen, um das Irdische zu durchdringen. Das Menschenkind hebt den Kontrast nochmals hervor, ebenso seine irdische Armut und Schutzlosigkeit. Dass es trotz niedriger Herkunft und Verfolgung durch Engel und Traum bewahrt wird, weist hin auf seine geistig -seelische Kraft im Unterschied zu den Mächten der Gegenwart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim spontanen Malen aus dem Unbewussten erscheinen häufig kindhafte Gestalten als Symbole für das eigene innere Sein. Sind sie auch durch Stürze in den Abgrund, durch Feuer und Wasser bedroht und fast vernichtet, erscheinen sie dennoch auch immer wieder bewahrt und geheilt. Meer und Baum, Blume und Licht sind die elementaren Umgebungen, in denen das Kind sichtbar wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Wöller, Hildegunde&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Kreis</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Kreis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Uroboros]], [[Schlange]], [[Kugel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Gleichmäßig runde, in sich geschlossene Linie, deren Punkte alle den gleichen Abstand vom Mittelpunkt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Sowohl der Kreis als auch seine dreidimensionale Gestalt, die Kugel, kommen vielfach in organischen Gestaltungen der Natur vor: bei zahlreichen Pflanzen im Blütenstand und als Fruchtboden wie Sonnenblumen, in Früchten wie Beeren, Äpfel und Orangen; Quallen und Seeigel haben Kugelform, Iris und Pupille der meisten Tieraugen und die des Menschen sind rund wie der menschliche Kopf, die Brust mit ihrem Hof und der Bauch, vor allem der schwangere Mutterleib. Rund werden Kiesel, vom Wasserstrudel geschliffen. Rund erscheint der volle Mond und der leuchtende Ball der Sonne. Rund ist die Erde, wie die anderen Planeten von ständiger Rotation gestaltet. Arme und Beine des Menschen ruhen in Kugelgelenken, er kann sie drehen und schwingen. Sich um sich selbst drehend, schaut der Mensch die Rundung des Horizontes, den Erdkreis, aufschauend die Wölbung des Weltraums: so findet er sich inmitten eines größeren Ganzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Der Kreis gilt als der ausgedehnte Punkt, als Symbol des in sich Gleichen, des Vollkommenen: alle Punkte der Peripherie sind vom Zentrum gleich weit entfernt. Das gilt auch von seiner dreidimensionalen Gestalt, der Kugel, gleichsam als dem Ur-Ei: alle weiteren geometrischen und stereometrischen Körper lassen sich aus ihr bilden oder von ihr umschließen. Im übertragenen Sinn stellen beide das &amp;quot;runde Ganze&amp;quot;, Vollständigkeit dar und können so Symbole des größeren Selbst, welches das Ich des Menschen umfängt, mehr noch, zum Gottessymbol werden. In einem alten theologischen Satz heißt es: &amp;quot;Gott ist eine Kugel, deren Zentrum überall, deren Peripherie nirgends ist. Der Kreis gehört zu den ältesten Meditationsbildern, den Mandalas, er bildet ein Zentrum, das zu betrachten, den Betrachtenden zentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreisgestalt ist unter den regelmäßigen Figuren von einzigartiger Ganzheit und Geschlossenheit, das Runde schlechthin. Als ein Zeichen für Unendlichkeit gilt der Kreis, weil er aus einer unendlichen Linie gebildet ist; in der Symbolgeschichte &amp;quot;Uroboros&amp;quot; genannt, dargestellt durch die Gestalt einer Schlange, die sich in den Schwanz beißt. Das Symbol dieses Schlangenringes kann auch die Ungeschiedenheit des Bewusstseins vom Unbewussten bedeuten, das Beharren in einer Ursymbiose (Erich Neumann). Insofern der Kreis auch den Mutterarchetyp symbolisiert bietet sich ein Bezug auf den depressiv strukturierten Menschen an, als im Bann des Kreises eingeschlossen. Letztlich steht der Kreis in seiner gesamten Fläche immer für Vollständigkeit, der Ganzheit des Bewusstseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreis umgrenzt einen Ort, in den Steinkreisen der Megalith-Zeit einen heiligen Ort. Der Kreis bildet ein Innen: Binsenhütten afrikanischer Stämme, die Iglus der Inuit werden über einem Kreis errichtet. Rundhäuser gelten als die ältesten Wohnstätten der Menschen, sie entstehen aus dem Nomadenzelt im Steinring, - noch heute leben Mongolen in Jurten, - oder, seit dem Neolithikum, als steinerne Krag-Kuppeln in Bienenkorbform über dem Kreis um das Herdfeuer. In den Grabbauten des mykenischen Herrschaftsbereichs, der profanen Nutzung entzogen, gewährt die tradierte Form der Rundhäuser die Totenruhe. Im Sakralraum des Pantheon in Rom erfährt diese Bauform ihre Vollendung: mit den identischen Maßen der Radien von Grundriss und Halbkugel der Kuppel ist dem Raum eine Kugel eingeschrieben, Symbol des Kosmos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich erfährt der Mensch die Gestalt des Runden in der Gebärde des Umarmens. Bergen, schützen, in sich bewahren gehören zum Symbolkreis des Runden, der Kugel. Im weitesten Sinne symbolisiert es damit das Weibliche, die Mutter. Tempel der &amp;quot;Großen Mutter&amp;quot;, heute noch auf Malta und Gozo zu finden, sind wie Zellverbände gestaltet. Die Symbolik des Kreises wird oft im Gegensatz zu der des Quadrates gesehen, das als Symbol des Irdischen, der Materie in seiner Beschränkung gilt, dagegen der Kreis als Symbol des Himmels, des Kosmischen in seiner Entgrenzung. Beides verbinden die Bauten der orthodoxen Kirchen indem sie den Würfel des Raumes mit einer Kuppel überwölben. In den illusionistischen Freskenmalereien oder real in einer Laterne vieler Kuppeln barocker Kirchen scheint der irdische Raum dem Himmel geöffnet zu sein. In der Kabbala, einem Zweig der jüdischen Mystik bezeichnet ein in ein Quadrat eingeschriebener Kreis den in der Materie verborgenen göttlichen Funken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Sonnenrad, dem Radkreuz, ist der Kreis Symbol der Zeit, der zyklischen Bewegung der Erde. Schon von den Babyloniern zur Zeiteinteilung in 360 Grade eingeteilt, wird der Kreis für den Menschen zur Projektionsfolie, auf der er die Zeit abbildet – noch heute auf dem Zifferblatt der Uhr. Als Zeitsymbol bedeutet er das Ausschreiten der Lebensphasen bis sich &amp;quot;die Kreise schließen&amp;quot;, impliziert eine Weltsicht, nach der der Mensch zu seinem Ursprung zurückkehrt. Das Bild des Glücksrades, auf das der Mensch im Leben geflochten ist, zeigt den Zyklus der Hoch-Zeiten im Wechsel mit denen des Tiefganges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreis bildet ein Innen, umgrenzt, integriert, bestimmt das Zugehörige. Er grenzt, schließt auch aus, bestimmt das nicht zu integrierende, das nicht zugehörige. In seiner konzentrierten Form eignet sich der Kreis auch, die Verdichtung von Energie darzustellen. Uralt ist die Vorstellung vom Kreis als einem Bannkreis, der als wirksamer Schutz gegen Dämonen gilt. In manchen Formen ist er mit Hexagramm und Kreuz kombiniert. In diesem Zusammenhang steht die schützende Wirkung, die rundem Schmuck, einem Gürtel, einem Reifen, dem Ring und runden Amuletten zugeschrieben wird. In profanierter Form, doch als bannender Kreis, erscheint der Ring heute auf Verkehrszeichen, die je nachdem Durchfahrt, Halt oder Geschwindigkeitsbegrenzungen anzeigen. Der Ring hat besondere Bedeutung als Beziehungssymbol. Die Tafelrunde des Königs Artus verband einen Kreis von Menschen in ihrer Suche nach einem höchsten Wert. Die Gestalt des Ringes ohne Anfang und Ende machten ihn geeignet, das ewig Währende von Bünden und Beziehungen auszudrücken, das mit der Verleihung des Ringes besiegelt wurde. Der Ring soll das frühere Binden mit einem Faden abgelöst haben. Mit einem Siegelring wurde in ältesten Zeiten der Besitz gestempelt. Es macht nachdenklich, dass in diesem Zusammenhang der Ehering aufkam. Er enthält das Versprechen einer unverbrüchlichen Bindung und zugleich einen Abwehrzauber gegen Einbrüche von außen. Als ein Zeichen, in Freiheit einem größeren Ganzen anzugehören, trug der freie Bürger Roms einen Ring. Auch Mitglieder von Orden, sowie Fürsten, Bischöfe und Päpste tragen Ringe. Zu den ältesten Grabbeigaben gehören Amulette in Ringform, Kräfte bindend und den Bezug zur Unendlichkeit, zum Numinosen herstellend. Ring oder Kreis eines Heiligenscheins ist dagegen Symbol für die Beziehung zur Transzendenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentrische Kreise veranschaulichen die Bewegung der Sterne, Hierarchien geistiger Mächte, im christlichen Bereich die geistliche Entwicklung des Menschen bei Teresa von Avila, verschiedene Stufen der Schöpfung in den Visionen der Hildegard von Bingen oder in der Apokalypse des Beatus. Drei ineinander geflochtene Kreise symbolisieren die Dreieinigkeit. Entsprechend dem Makrokosmos lässt sich auch der Leib-seelische Organismus des Menschen als ein Mikrokosmos aus konzentrischen Kreisen darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Symbolik von Kreis und im Besonderen der Kugel gehört der Ball, der von Anfang an mit der Sonne zusammengebracht wurde. In alten kultischen Spielen, im Ballspiel der Mexikaner und noch im Osterballspiel des Klerus von Auxerre, ist er Sonnensymbol: im Ballspiel wird das Wiederaufsteigen der Sonne nach der winterlichen Schwächung rituell mitvollzogen und mitbewirkt. Die Spielkugel ist immer Symbol für das &amp;quot;runde Ganze&amp;quot;, das &amp;quot;mobile Selbst &amp;quot; (Mario Jacobi), der eigenen Person, das sie in den Grimmschen Märchen vom Froschkönig und dem Eisenhans darstellt. Auch die rollende Kugel im Roulette hat für manche Spielernaturen schicksalhafte Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Riedel, Ingrid&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<id>https://symbolonline.eu/index.php?title=Krankenhaus&amp;diff=1026</id>
		<title>Krankenhaus</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Krankenhaus  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Arzt, Heilerin, Haus, Gast  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Gebäude, in dem sich Kranke zur Untersuchung u. Behandlung…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Krankenhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Arzt]], [[Heilerin]], [[Haus]], [[Gast]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Gebäude, in dem sich Kranke zur Untersuchung u. Behandlung aufhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Hospital/ Spital geht wie frz. hôtel (Hotel) auf das lat. Adjektiv hospitalis „gastlich, gastfreundlich” zurück, das im Spätlat. substantiviert erscheint als hospitale „Gast[schlaf]zimmer”. Stammwort ist lat. hospes (hospitis) „Gastfreund”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das berühmteste Krankenhaus des Altertums beherbergte der griechische Ort Epidauros auf der Insel Peleponnes: das Asklepieion (3. Jhdt. v. Chr. ), benannt nach dem griechischen Heil-gott Asklepios, dessen Abzeichen, die Äskulapschlange oder der schlangen -umwundene Äskulapstab, noch heute das Zeichen des ärztliches Standes ist. Die kranken Menschen suchten dort durch Heilschlaf, Orakel und ärztliche Behandlung Heilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Sprachraum waren die historischen Anfänge der heutigen Krankenhäuser seit dem 16. Jahrhundert die Siechenhäuser, einfachste Einrichtungen für alte, arme und sieche Menschen, ohne medizinische Versorgung. Als Folge der Pestepidemien wurden im frühen 18. Jahrhundert Quarantäne-Häuser gegründet, die sich teilweise zu Bürgerlazaretten weiterentwickelten. Die Wurzeln der Kinderkliniken waren oftmals Kinderheime für verwaiste oder verarmte Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den modernen medizinischen und psychiatrischen Krankenhäusern sind zahlreiche Fachkliniken untergebracht. Die Universitätskliniken dienen neben der Krankenversorgung der Ausbildung des ärztlichen und wissenschaftlichen Nachwuchses und der medizinischen Forschung. Der Stellenwert der Pflege tritt heutzutage zunehmend hinter die Apparate-Medizin und den ökonomischen Zwang zur effizienten Krankenbehandlung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Das Krankenhaus war und ist einerseits ein Ort der Hilfe, des Heilens, des Lebens (auch Geburten finden meist in Krankenhäusern statt) – andererseits ein Ort der Krankheit, des Schmerzes, der Qual und des Todes. Damit gehört es zum archetypischen Symbolkreis des Heilens bzw. des Heilers sowie zum Archetyp des Todes und der existentiellen Gefährdung. Die kranken Menschen müssen sich in regressiver Weise anvertrauen und überlassen ihren Körper (und ihre Seele) überwältigenden Eingriffen, z. B. bei einer Operation. Das Leben der Patienten ist verwundet und beschädigt. Sie finden sich im Krankenhaus als Teil eines riesigen, ihrer Einflussnahme entzogenen Organismus wieder, dem sie sich anpassen müssen. Ihre Ohnmacht, ihr nicht-heil-Sein und ihr erschüttertes Identitätsgefühl gehören zum Archetyp der Krankheit, der frühe Lebensängste aktualisieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krankenhaus manifestiert sich in positiver Weise das mütterliche Prinzip (s. auch das &amp;quot;Haus&amp;quot; als Symbol für den Schutzraum) im Sinne des Versorgens und Pflegens und der Regression. Schmerzen z. B. beim Spritzen oder bei der Blutabnahme dienen dem Heilen (s. auch das Sprichwort: &amp;quot;Böses muss Böses vertreiben&amp;quot;). Das väterliche Prinzip zeigt sich im Ergründen und Bewusstmachen der Krankheitsursachen, im Suchen nach Naturgesetzen und wissenschaftlichem Erforschen (Universitätskliniken). Der ehrfürchtige Nimbus, der die Ärzte und Ärztinnen auch im Krankenhaus umgibt, erwächst aus den archetypischen Energiefeldern des Heilers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War früher das Siechenhaus ein Ort des Todes und der Isolierung, dient heute das Krankenhaus der Erhaltung und Gesundung des Lebens und ist überwiegend ein Symbol des Heilens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Claus, Waltraud&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<id>https://symbolonline.eu/index.php?title=Kot&amp;diff=1020</id>
		<title>Kot</title>
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		<updated>2011-11-10T09:28:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Kot&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Anal]], [[After]], [[Schlamm]], [[Sumpf]], [[Stall]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Ausgeschiedenes Verdauungsprodukt, bestehend aus Wasser, Darmbakterien, abgelösten Zellen der Darmschleimhaut, Sekreten der Verdauungsdrüsen, nicht resorbierten Nahrungsschlacken sowie Gärungs- und Fäulnisprodukten, die den typischen Kotgeruch ausmachen. Die Farbe ist durch die Abbauprodukte der Gallenfarbstoffe bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Etymologisch: von Frühneuhochdt.: Kat, Quat, Altind.: gutha- Kot, Exkrement, Ruß. Govno - Mist, Dreck. Anales Ausscheidungsprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Umgangssprachlichen werden viele Begriffe wie u. a.&amp;quot;Stuhl&amp;quot;, &amp;quot;Haufen&amp;quot;, &amp;quot;Shit&amp;quot;, &amp;quot;Scheiße&amp;quot;, &amp;quot;scheißen&amp;quot;, letzteres mit aggressiver Betonung benützt. Wie vom Ausscheidungsprodukt und -Vorgang selbst wird auch vom damit verbundenen Ort ([[Toilette]]) häufig geträumt. In Mythen gehört Kot oft zum schlammigen oder sumpfigen Bereich ([[Schlamm]], [[Sumpf]], [[Stall]]) der Unterwelt, z. B. der ägyptischen Unterwelt, in der die Toten mit dem Kopf nach unten an der Decke entlanglaufen, so dass ihr Darminhalt ihnen zum Kopf heraus quillt. Aber auch das Labyrinth des Darms und der Eingeweide wurde im Altertum oft mit dem schmutzigen Bereich der Unterwelt verglichen (Hillmann, J. 1979 S. 169)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf etwas scheißen&amp;quot; - etwas gründlich verachten, als erledigt ansehen.&amp;quot;Das ist alles Scheiße! &amp;quot;:, bedeutet, dass alles nichts taugt, eine schwierige, höchst unangenehme Lage.&amp;quot;Etwas ist beschissen&amp;quot; - es ist äußerst schlecht, unangenehm, kaum erträglich; französisch &amp;quot;C&#039;est de la merde&amp;quot;. Im Volksglauben gibt es die Mär: Wenn man das ganze Jahr hindurch Geld haben wolle, müsse man an Karfreitag Linsen essen, die, da schwer verdaulich als &amp;quot;Münzen&amp;quot; ausgeschieden würden, - so werde man zum Geldscheißer.&amp;quot;Dukaten scheißen können&amp;quot;: immer Geld und Überfluss haben. Im Märchen, &amp;quot;Tischlein, deck dich&amp;quot; (KHM Grimm 36), scheißt der Goldesel Dukaten, in Bechsteins Märchen &amp;quot;Das Dukatenangele&amp;quot; bereichert eine magische Puppe ihre Heldin mit Goldstücken, während sie die missgünstige Nachbarin mit Kot &amp;quot;beglückt&amp;quot;. Im Bilderbuch &amp;quot;Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat&amp;quot; (Wuppertal 1997) wird die anale Dynamik Macht und Ohnmacht auf humorvolle Weise dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Der Kot gehört aus der Sicht E. Neumanns aus matriarchaler Sichtweise zum wesentlichen Symbol des Nahrungs-Uroboros (Uroboros) als Austausch zwischen Körper und Welt: aus dem wohlriechenden Essen wird Fäces, das der Erde und dem Kreislauf des Lebendigen zurückgegeben wird. Der in die Erde vergrabene Kot fördert als Dünger (Mist des Viehs) das Wachstum. Aus dem verfallenen und stinkenden entsteht das Wiedergeborene, das neue Leben. Die Kotausscheidung als schöpferischer Vorgang, als archetypisches Bild spiegelt sich in vielen Mythen, in denen aus dem mit dem Erdhaften verbundenem Kot neues Leben entsteht: So können nicht nur Pflanzen, insbesondere Knollengewächse daraus wachsen, sondern in Japan auch die Götter. Die ersten Menschen wurden in Schöpfungsmythen ([[Schöpfung]]) oft aus Kot ähnlichem, Ton oder Lehm gemacht. ([[Anale]] Thematik). Die Kotabgabe kann einerseits als Geburt, als Schaffung eines Produktes, bei Kindern als erste Stufe der bildnerischen Gestaltung erlebt werden, andererseits als Verlust, als Kastration erfahren werden, wenn im Rahmen der Sauberkeitserziehung Kinder zur Abgabe ihres Kotes vor Erreichen ihrer &amp;quot;natürlichen Eigenzeit&amp;quot; gezwungen werden. Wie für Naturvölker gehören für das Kind die Ausscheidungen zur Ganzheit des Körpers, die mit &amp;quot;magischer&amp;quot; Zauber- und Seelenkraft geladen sind. In Mythen, Märchen und der Alchemie besteht zwischen Kot und Gold eine innige Beziehung: das äußerst Wertlose gesellt sich zum äußerst Wertvollen. Die Alchemisten suchten unter anderem im Kot ihre prima materia, aus welcher der Stein der Weisen hervorgehen sollte. Im Mittelalter wurden Narren ([[Narr]]), wegen ihres unbekümmerten Umgangs mit fäkalen Vorgängen ([[After]]) und ihrer übermächtigen sexuellen Begierden als Blendwerk des Teufels erlebt, was auch als Protest gegen die Obrigkeit gemeint war. Neben lustvoll/ sinnlichem ist beim Umgang mit der Ausscheidung (Kot, Furz) auch von deutlich aggressiven Impulsen (u. a. Selbstbestimmung, Trotz, Verweigerung) auszugehen: der Körper stößt aus, lässt ab, was er nicht mehr braucht, er reinigt sich selbst, darüber geschieht eine Erleichterung. Das Symboltier, das in unserem Kulturkreis am meisten mit dem Bereich der unteren Ausscheidungen in Verbindung gebracht wird, ist das Schwein. Hillmann weist noch auf Labyrinth des Darm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kot gehört zum positiven Pol des Symbolkreis des Bios mit seiner erdhaften Symbolik des Wachstums und Lebens und als wesentlicher Bestandteil des Nahrungsuroboros. Der Kot als &amp;quot;Urmaterial&amp;quot;, dem Lehm oder Ton ähnlich, führt in den Bereich des Schöpferischen ([[Schöpfungsmythen]]) und gilt ontogenetisch als 1. Stufe des Schaffens und Kreativwerdens, deshalb auch als &amp;quot;Geschenk&amp;quot;, was der Mutter durch die Kotabgabe gemacht wird. Träume von Kot sind nach Hillmann als Initiation in die Unterwelt des Unbewussten zu verstehen, können aber auch auf eine problematisch verlaufene anale Phase hinweisen, die bei übertriebener elterlicher Strenge als Liebesverlust und Überforderung wurde. Träume von Kot können in der Übersetzung von Geld und Besitz, als Polarität im Konflikt zwischen Festhalten/Besitzenwollen und Hergeben/ Freigiebigkeit verstanden werden, beinhalten aber auch als prima materia Aspekte des eigenen Potentials (Selbst) des Träumers, das erst noch entdeckt oder differenziert werden muss. Die Tätigkeiten von Scheißen und Furzen auch in Träumen (After) müssen als Ausdruck von Aggressivität und Selbstbestimmung verstanden werden (Nein- Sagen, Trotz, Verweigerung, Protest, &amp;quot;Luft ablassen&amp;quot;), oft noch nicht als offene Aggression nach vorne, sondern &amp;quot;hintenherum&amp;quot; (die Begriffe &amp;quot;hinterfotzig&amp;quot;, &amp;quot;stänkern&amp;quot; verdeutlichen dies). Der Kothaufen, der häufig in Träumen entschieden und ganz selbstverständlich &amp;quot;gesetzt&amp;quot; wird, beinhaltet als wesentlicher Aspekt die Selbstbehauptung, als &amp;quot;Markierung&amp;quot;, Denkmal oder Erinnerungszeichen der Anwesenheit und eigenen Existenz, seit grauer Urzeit wurde er vermutlich durch die unvergänglichere Variante des Steinmännchens ersetzt. (vergl. Jung GW., Bd. 5, § 279)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jugendlicher schildert einen sehr eindrucksvollen Traum: &amp;quot;Vor Beginn einer festlichen Veranstaltung, die ich mit meinem Bruder besuche, verspüre ich ein dringendes Bedürfnis für ein großes Geschäft. Da die Eingänge im Saal schon geschlossen sind, kommen wir zum Schluss, dass ich es direkt vor den Stühlen sofort machen soll, man kann das Ergebnis ja in der Pause wegräumen. Ganz wohl ist mir nicht dabei: &amp;quot;Das macht man doch nicht. Der halbe Saal sieht Dir zu!&amp;quot;. Aber was bleibt mir übrig. Ich lasse die Hose herunter, drehe dem Publikum hinter unserer Sitzreihe den Hintern zu, ja recke ihn geradezu heraus und beginne zu scheißen. Mir ist immer noch nicht ganz wohl. Einerseits schäme ich mich, andererseits: &amp;quot;Was sein muss, muss sein!&amp;quot; Aber es bleibt nicht beim einfachen &amp;quot;Haufen-machen&amp;quot;, mir spritzen die Kotbrocken nur so um die Ohren. Ich sammle sie ohne Ekelgefühle mit den Händen auf und lege sie auf einen Haufen. Eine Art trotzige Übermütigkeit überkommt mich: &amp;quot;Sollen sie doch denken, was sie wollen!&amp;quot; Ich matsche so richtig mit den Kotbrocken herum und es stinkt. Mein Bruder rümpft die Nase, sagt aber nichts. Ich setze mich wieder hin, als ob nichts gewesen wäre. Das Ergebnis meiner Erleichterung thront unübersehbar vor uns. Die Veranstaltung beginnt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Kuptz-Klimpel, Annette&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Klangschale</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Klangschale  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Bewusstsein, Buddhismus, Mitte, Musik, Oben, Ton  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Klangschale stammt wahrsc…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Klangschale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Bewusstsein]], [[Buddhismus]], [[Mitte]], [[Musik]], [[Oben]], [[Ton]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Die Klangschale stammt wahrscheinlich aus dem asiatischen Kulturraum und hat sich hier in den verschiedensten Kontexten etabliert: sehr häufig wird sie in rituellen und religiösen Zusammenhängen genutzt. Kurz angeschlagen bezeichnet sie in buddhistischen Meditationspraktiken oft den Beginn und das Ende der Meditationsübung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Der durchdringende, klare und reine Klang konzentriert und focussiert das Bewusstsein auf eine besondere Art und Weise, die in der Arbeit mit archaischen Klängen genutzt werden kann. Es besteht eine gewisse Tendenz, dass die Aufmerksamkeit auf inneres Zentrum hin geordnet wird und daß transpersonale und spirituelle Assoziationen berührt werden. Die klangliche der Nähe zu Glocken, die uns im christlichen Kulturraum vertraut sind, mag diese Assoziationen besonders fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des weiteren kann die Klangschale durch kontinuierliches Reiben mit dem Schlägel am äußeren oder inneren Rand der Schale zu einem durchgehenden Ton angeregt werden, der je nach Qualität und Größe der Schale einen mehr oder weniger obertonreichen Charakter hat: das Spektrum geht hier von sehr durchdringenden, schrillen und schmerzhaften Frequenzen bis hin zu sehr haltenden, warmen und integrativen Klangfeldern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klangschale mit ihrem überwiegend &amp;quot;hohen Tonspektrum&amp;quot; führt so gesehen in gewisser Weise in die &amp;quot;höhere Sphären&amp;quot; der seelischen Wahrnehmung. Diese Zuordnung erfolgt innerseelisch über die persönlichen Erfahrungen, in die über die Klang-Erfahrung in Resonanz geraten, aber auch über den archetypischen Bedeutungsraum, der dem Instrument nahe ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War die Klangschale früher in unserem Kulturraum ein eher exotisches Instrument, so ist sie jetzt fast in jedem Geschäft für den Musikerbedarf und in jedem esoterischen Laden zu finden. In unterschiedlichsten Qualitäten und Preisniveaus ist sie leicht erstehen. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, sie in einem guten äußeren Rahmen klingen zu lassen und darauf zu achten, dass die Frequenzen mit den eigenen Vorstellungen und Assoziationen dazu einigermaßen harmonisch in Bezug stehen. In diesem Sinne ist es hilfreich, Klangschalen zuhause ausgiebig auszuprobieren, bevor sie erworben werden. Es bietet sich an, sie natürlich zunächst selbst in einer meditativen Situation anzuwenden und damit eigene Erfahrungen zu sammeln, die vor dem Hintergrund der eigenen Arbeit zu integrieren sind. Bevor sehen der Arbeit mit anderen Menschen eingesetzt werden, sollte eine ausreichende Selbst-Erfahrung mit den angesprochenen Klangräumen zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Zur psychotherapeutischen Praxis des Umgangs mit der Klangschale berichtet Strobel: &amp;quot;Die Klangschale hat von allen der von mir verwendeten Instrumente den stärksten Trance-indizierenden Effekt, was vermutlich nicht nur psychologische, sondern auch physikalisch-psychologische Gründe haben dürfte. Die anfänglichen Reaktionen auf dem Klangschalenton sind deshalb oft Ausdruck dieser fast trance-erzwingenden Wirkung, die zu einer Dissoziation zwischen &amp;quot;Kopf&amp;quot; und &amp;quot;Bauch&amp;quot; führt. Die Klangschale will das rationale Denken &amp;quot;einschläfern&amp;quot; und die Achtsamkeit auf die aktuelle Wahrnehmung lenken [...].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fast überirdisch, rein erscheinende, helle, gleißende Ton der kleinen tibetischen Klangschale stellt das Thema Hingabe jedoch ganz besonders in den Vordergrund. Das liegt wohl an seiner eindringlichen Kraft und Klarheit, der man sich nur schmerzlich widersetzen oder eben hingeben kann. Dabei geht es in den Erlebnissen häufig um die Begegnung mit einer starken Kraft [...].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Therapie ist die Klangschale stets dann gefragt, wenn es um die Themen Kontrolle und Hingabe geht, um die Bearbeitung von schlimmen Erfahrungen des Ausgeliefertseins, um Macht und Ohnmacht [...]. Die stark zentrierende Kraft der Klangschale hat die Tendenz, auf das Zentrum des unbewussten Konfliktes zu fokussieren. Das mag zwar in der Psychotherapie grundsätzlich hilfreich erscheinen, die zwingende Schärfe, mit der die Klangschale dies tut, ist jedoch nicht immer zumutbar.&amp;quot; (Strobel 1992, S. 112)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Bolle, Ralf&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Kerze</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Kerze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Feuer]], [[Geist]], [[Licht]], [[Sonne]], [[Logos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Ein saugfähiger Docht, meist aus geflochtenen Baumwollfäden, umgeben von Wachs oder einem ähnlichen Brennstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Aus den Vorgängern (Öl-Talglampen, Fackeln) entwickelte sich die Kerze ab dem 2. Jhr. n. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Die brennende Kerze als Lichtquelle steht in enger symbolischer Verbindung zur [[Sonne]] und ihrem [[Licht]] als Quelle allen Lebens, ist aber auch wie Licht allgemein Symbol des Bewusstseins, des Geistigen. Sie gehört mit ihrer Flamme zum Symbolkreis des Feuers. In der winterlichen Jahreszeit bringt sie als Licht Helligkeit, Geborgenheit und Wärme in die Dunkelheit. Die K. kann auch als Lebenslicht eines Menschen verstanden werden. Da sich die Kerze verzehrt, während sie ihr Licht abgibt, wird sie auch zum Symbol des verrinnenden Lebens und versinnbildlicht die Ungewissheit des Lebens als etwas leicht auslöschbarem. In der Edda bestand der Glaube, dass man Totengeister mit Kerzenlicht besiegen könne. Bei der Wintersonnwendfeier (Saturnalfa) schenkte man sich in Rom Kerzen, um den Kampf des Lichtes gegen die Finsternis zu unterstützen. In der orthodoxen Christenheit des Ostens stellen drei miteinander verbundene Kerzen die Heilige Dreifaltigkeit dar, zwei miteinander verbundene Kerzen die Doppelnatur Christi. Im Judentum bedeutet der siebenarmige Leuchter die göttliche Gegenwart, der Fuß des Leuchters wird auch als der Weltenbaum und die axis mundi gedeutet, die sieben Arme als Sonne, Mond und Planeten, als die sieben Tage der Woche, die sieben Sterne des Großen Bären oder die sieben Zyklen oder Mächte in der Welt. In der Kabbalistik verkörpern drei Kerzen bzw. Leuchter Weisheit, Stärke und Schönheit. Der Symbolgedanke im Christentum, Jesus als Sonne der Gerechtigkeit und Licht der Welt anzusehen, förderte die Verwendung der Kerze als Symbole des Lichtes u. des Glaubens während des Gottesdienstes, bei Begräbnissen, bei besonderen Festen (Ostern, Taufe, Advent, Weihnachten) und bei Prozessionen. Beim Tode angezündete Kerzen beleuchten dessen Finsternis und repräsentieren das Licht in der kommenden Welt; sie spielen in katholischen und bei den meisten orientalischen Begräbnisriten eine wichtige Rolle. Die Kerze stellt auch ein Symbol dar für das Verhältnis von Geist u. Materie (die das Wachs verzehrende /Flamme) &amp;quot;Bei brennender Kerze&amp;quot; ist ein mittelalterlicher Rechtsbegriff, gelegentlich wurde die Kerze z. B. bei Wahlen und Versteigerungen als Zeituhr verwendet.&amp;quot;Die Kerze an beiden Enden anzünden&amp;quot; meint seine Lebenskraft zu sehr einsetzen.&amp;quot;Wie eine Kerze im Wind erlöschen&amp;quot; bedeutet, keine Lebenskraft mehr besitzen, zu sterben. Im Märchen &amp;quot;Die Nachtigall Gisar&amp;quot; bedeutet das Anzünden der Kerze als Lebenslicht, die Lebenserneuerung der Heldin. Im Märchen &amp;quot;Gevatter Tod&amp;quot; (KHM 44) bewacht der personifizierte Tod in einer unterirdischen Höhle Kerzen als brennende Lebenslichter der Menschen und hat die Macht, über deren Leben und Tod zu bestimmen. Kerzenlicht anzünden kann in Märchen als Prozess der Bewusstwerdung und Erkenntnis verstanden werden. So sieht der Held bei Kerzenlicht, dass er mit einer Hexe verheiratet ist (Vergl. Scherf, W.: Bd. 1, S. 587), oder erkennt die Heldin im Lichtschein der Kerze in &amp;quot;Östlich von der Sonne, westlich vom Mond&amp;quot; (Scherf, W.: Bd. 2, S. 924), dass der weiße Bär neben ihr (Tierbräutigam) in Wirklichkeit ein wunderschöner Königssohn ist, dessen Erlösung sich jedoch auf diese Weise hinauszögert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Sonne, das Licht und das Feuer gehört die Kerze als Symbol zum Logos-Prinzip, zum Bereich des Bewusstseins, des Geistigen, Erkennens und Verstehens. In Religionen ist sie Symbol der Erleuchtung, des Glaubens, der göttlichen Gegenwart. Als Lebenslicht, das abbrennt, bedeutet sie die Vergänglichkeit und die Ungewissheit des Lebens, das wie ein Kerzenlicht leicht erlöschen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Feuer ist auch die Kerze ein Symbol des Coniunctio, der Verbindung von Gegensätzen des Geistig- Männlichen mit der Materie, dem Weiblichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard; Scherf, W. (1995): Das Märchenlexikon. München: Beck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Kuptz-Klimpel, Annette&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Kaufhaus</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kaufhaus  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kaufen, Geld, Markt  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ort an dem frei verkäufliche Güter aller Art Angeboten werden.  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Info…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Kaufhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Kaufen]], [[Geld]], [[Markt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Ort an dem frei verkäufliche Güter aller Art Angeboten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Das moderne Großstadtkaufhaus etablierte sich anfangs des 20. Jahrhunderts, obwohl es auch schon früher Warenhäuser mit unterschiedlichem Sortiment gegeben hat. Als berühmte Beispiele sollen Harrods in London und das KaDeWe in Berlin (gegründet 1907) genannt werden, die beide die Zeiten überdauert haben. Heute werden in Kaufhäusern Nahrungs- und Verbrauchsgüter überwiegend in Selbstbedienung angeboten (siehe auch das Internet-Kaufhaus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Die Selbstbedienung, die Fülle an Waren und der damit verbundene Luxus erwecken die Illusion, dass man hier alles haben kann, was es zu wünschen gibt. Im Kaufhaus dreht sich die Welt um die Achse des Konsums und des Materiellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mater&amp;quot; bedeutet Mutter, das Kaufhaus gehört zum Symbolkreis des mütterlichen Archetyps. Wie eine vielbrüstige Mutter scheint das Kaufhaus alle Bedürfnisse zu befriedigen, und die Selbstbedienung, das selbst Auswählen, erweckt den Anschein von autonomer Entscheidung. Allerdings muss der Konsument mit seinem Geld, sprich mit einer in Form der Währung verwandelten Energie, für die Erfüllung seiner Wünsche bezahlen. Es bedeutet eine gesunde Leistung des Ich-Bewusstseins, die Illusion des Überangebots zu durchschauen, auszuwählen und sich zu begrenzen. Wenn Menschen der Versuchung der &amp;quot;Vielbrüstigkeit&amp;quot; nicht widerstehen können und stehlen oder sich verschulden, deutet das auf ein Nicht-Satt-Sein hin, auf einen seelischen Hunger, der nicht gestillt worden ist. Deshalb kann das Konsumieren, das im Kaufhaus so einfach erscheint, auch zur Sucht werden, die die eigentlichen Bedürfnisse nicht befriedigt, sondern immer nur noch neue Wünsche weckt. Hier zeigt sich der negative Aspekt des Mutterarchetyps, der das Ich in Abhängigkeit hält und schlimmstenfalls zur Sucht verleitet. Die Ich-Instanz des Menschen ist dann zu schwach, um den Verlockungen der Mater und der in ihr liegenden Gefährdungen zu widerstehen, und unterliegt unbewussten Begierden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine junge Frau berichtete einen Traum, in dem sie in einem Kaufhaus trotz des Überangebots an Kleidungsstücken nichts Passendes finden konnte; sie fühlte sich anschließend desorientiert und unsicher. Ihre Identität konnte zum Zeitpunkt dieses Traums durch das Angebot ihres inneren Kaufhauses nicht gestärkt werden, ihre innere Mater bot ihr nicht die Kleidung und schützende Hülle an, die ihr gepasst hätte. Dieses Beispiel zeigt, dass das Kaufhaus auch als Symbol für das Warenhaus des Lebens verstanden werden kann, von dem man das Richtige angeboten bekommt oder auch nicht. Man kann sich aber auch etwas gönnen, sich vom Kaufhaus des Lebens das holen, was man braucht oder sich wünscht, wenn man in angemessener Form dafür bezahlen kann. Auch in dem Märchen &amp;quot;Der süße Brei&amp;quot; geht es um das Wissen, mit dem überquellenden und letztlich erstickenden Überangebot umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Claus, Waldtraud&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<id>https://symbolonline.eu/index.php?title=Kaufen&amp;diff=976</id>
		<title>Kaufen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kaufen  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Geld, Gold, Kaufhaus  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; -  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Information:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Keine  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Interpretation:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Das Kaufen ist eng mit …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Kaufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Geld]], [[Gold]], [[Kaufhaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Das Kaufen ist eng mit dem Besitz einer Sache verbunden. Mit dem Akt des Kaufens erwerbe ich rechtmäßigen Besitz an einem Gegenstand. Damit sind auch Statusunterschiede an die Käufer und Verkäufer geknüpft. Wer sich etwas kaufen kann, viel kaufen kann, teure Dinge leisten kann, signalisiert damit Reichtum, Bedeutung, Einfluss – so war z. B. lange zeit die Rolex ein Symbol für Reichtum. Geld regiert die Welt oder „money makes the world go round“ – heißt es in der Redensart oder im Filmzitat. Auch Macht wird damit signalisiert, z. B. in der Redewendung „den kauf ich mir“ wenn es darum geht, jemanden zu stoppen, zu bremsen oder zurechtzuweisen. Hier zeigen sich etwas andere Assoziationen wenn man die Gegenseite betrachtet, die Seite des passiv gekauften Objekts. Ist man käuflich, so ist man schwach, manipulierbar, verfügbar, kann korrumpiert werden. Jemand ist verkauft und verraten heißt er ist in schändlicher Weise benutzt worden, ist hilflos und preisgegeben. Wer sich verkauft wird zum Verräter oder lebt von zweifelhaften Angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Knoll, Dieter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>62.158.138.37</name></author>
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		<title>Katze</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;62.158.138.37: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keyword:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Katze  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Mond, Lunares Prinzip  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Definition:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Haus und Wildkatzen (Gattung Felis) aus der Familie der Kleinkatzen  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Inform…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Katze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Mond]], [[Lunares]] Prinzip&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Haus und Wildkatzen (Gattung Felis) aus der Familie der Kleinkatzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Die Katze steht für Eigenwilligkeit, Unberechenbarkeit, Triebhaftigkeit und Freiheit. Auf einem römischen Relief liegt „zu “ Füßen der Göttin der Freiheit eine Katze. Ihr lautloses sich Anschleichen und der plötzliche Sprung verleihen der Katze etwas Unheimliches. In vielen Sagen treten Hexen, Zauberer Dämonen in Gestalt einer Katze auf. Insofern sich die Augen der Katze je nach Lichteinfall ändern, symbolisiert die Katze die sich verändernde Kraft der Sonne, des Mondes und der Herrlichkeit der Nacht. Die Feindschaft der Katze gegenüber der Schlange macht sie zum heiligen Tier im alten Ägypten. Im Totenbuch wird berichtet, wie die &amp;quot; große Katze&amp;quot; der Apophis-Schlange, die mit ihrem Leib den heiligen Perseabaum bedroht, den Kopf abschneidet. Im Neuen Reich gilt die Katze als Inkarnationsform des Sonnengottes, sie wird dem Sonnenauge gleich gesetzt. (Auf dem Kopf und Bauch von Katzenfiguren findet sich ein Skarabäus als Symbol der aufgehenden Sonne.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als lunares Wesen ist die Katze der Mondgöttin Bastet heilig. Als Mutter des Löwengottes Myesis (dem Herrn der Gemetzels) hat Bastet ihre ursprüngliche Wildheit abgelegt und überlässt ihre zerstörerische Seelenhälfte der Löwengöttin Sachmet. Die katzenköpfige Bastet verkörpert die das Wachstun fördernden Kräfte des Mondes, der die Frucht im Leib der Mutter gedeihen lässt. Umgekehrt gehört die schwarze Katze zum dunklen Aspekt des Wüstengottes Seth und bedeutet Unheil und Tod. In unsern Tagen ist die schwarze Katze als Begleiterin des Schornsteinfegers zur Glücksattrappe verkommen, nicht anders, wie wenn man spaßhaft aufs Holz klopft und dreimal schwarzer Kater ruft. Als Begleittier der großen Göttin Frigga, die die Seelen der Liebenden nach dem Tod in ihr Schloss einsammelt, zieht die Katze Friggas Wagen. Im Volksglauben repräsentiert die Katze den Satan, seine List und Lüsternheit. Als dämonisches Wesen verkünden die Katzen Zukunft und Schicksal. Ihre magischen Kräfte kommen denjenigen zugute, die sie freundlich behandeln und umgekehrt. Wer eine Katze ersäuft, ersäuft sein Glück. Ein Mann, der eine Katze schlecht behandelt, bekommt eine böse Frau. Mädchen die Katzen gern haben und gut pflegen, führen später eine glückliche Ehe. Läuft eine Katze dem Brautpaar bis in die Kirche nach, so wird die Ehe glücklich. Als solares und lunares Wesen repräsentiert die Katze den Animusaspekt der Frau, wie die Animaseite des Mannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Zielen, Viktor&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Keyword:&#039;&#039;&#039; Kamel&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Links:&#039;&#039;&#039; [[Wüste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Definition:&#039;&#039;&#039; Das einhöckerige Kamel wird Dromedar, das zweihöckerige Trampeltier genannt; es ist ein Tier der Trockenregionen der Erde, Nordafrika, West- und Zentralasien, Mongolei und Nordchina und hat zentrale Bedeutung im Kulturbereich der Nomaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Information:&#039;&#039;&#039; Kamele werden bereits seit dem dritten Jahrtausend v. Chr. domestiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interpretation:&#039;&#039;&#039; Während es z. B. in Indien, Ägypten und Zentralasien, auch im AT gelegentlich, als unrein angesehen wurde, genießt es besonders in islamischen Kulturen großes Ansehen. So ist für Araber und Juden ein im Traum gesehenes Kamel ein besonders gutes Omen und wurde als &amp;quot;Schiff der Wüste&amp;quot; zum Symbol für Arabien und die Wüste selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings spielt das Kamel in der Symbolik eine recht widersprüchliche Rolle. Auch aufgrund seiner eigentümlichen Physiognomie steht es einerseits für Überheblichkeit und Eigensinn, Zorn und Trägheit und andererseits für Demut, Mäßigkeit, Geduld und Klugheit; so hatte Augustinus (354-430 n. Ch. ) das Kamel in seiner Bereitschaft, demütig Lasten zu tragen, zum Symbol des Lasten tragenden Christen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig gilt das Kamel in der mittelalterlichen Symbolik auch als Symbol der Unterscheidung (discretio), da es keine Lasten annimmt, die seine Kräfte übersteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der christliche Kulturraum kennt das Kamel auch in seinem königlichen und würdevollen Auftreten als Begleittier der drei Weisen aus dem Morgenland. In dem gleichnishaften Christuswort: &amp;quot;Wahrlich, ich sage euch: [...] Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.&amp;quot; (Matt. 19, 23f), kommt es in seiner Mächtigkeit vor, die ein demütiges Sich-klein-Machen verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Funktion als Reit- und Lasttier verbinden wir mit ihm aufgrund seiner Fähigkeit, lange Distanzen ohne Wasseraufnahme zu bewältigen, enorme Überlebenskraft, außerordentliche Ausdauer, Durchhaltefähigkeit und Belastbarkeit, wie sich dies bei einer 42jährigen Frau gezeigt hatte. Während einer Aktiven Imagination erschien vor ihrem inneren Auge ein Kamel als unterstützendes Symboltier für ihre gegenwärtige schwierige Lebenssituation. Sie erlebte sich gegenwärtig wie in einer &amp;quot;Lebenswüste&amp;quot;, wo sie viel zu bewältigen hatte und von außen wenig Unterstützung fand. Die Anbindung an ihr &amp;quot;inneres Kamel&amp;quot; als Instinkttier, als das Tier, das in der Wüste lange und gut überleben kann, half der Frau, Kräfte zu sammeln und sich ihrer eigenen inneren Durchhaltefähigkeit und Ausdauer zu vergewissern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039; Standard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Autor:&#039;&#039;&#039; Henzler, Christa&lt;/div&gt;</summary>
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